Mittwoch, 16. September 2015

Neues im Tiroler Bergwinter 2015/16

Neues im Tiroler Bergwinter 2015/16 

Die neue TirolS-Bahn verbindet ab dem Winter 2015/16 das Tiroler Skigebiet Fieberbrunn und das Salzburger Skigebiet Saalbach Hinterglemm, Hochgurgl baut die neue multifunktionale Infrastruktur „Top Mountain Crosspoint“. 100 Kilometer neue Winterwanderwege entstehen in der Naturparkregion Lechtal-Reutte und im neuen Langlauf-Kinderland der Ferienregion Hohe Salve machen Kinder ihre ersten Erfahrungen in der Loipe. 

Zahlreiche Tiroler Skigebiete investieren auch 2015/16 in die Modernisierung ihrer Bergbahnen und bieten neue Services wie die „Ski-Friends“ im Skigebiet Hochfügen. Die seit vergangenem Winter im Test befindliche, künstliche Wolkenkammer in Obergurgl soll kommenden Winter noch mehr Pulverschnee produzieren.
TirolS Bergstation
TirolS Bergstation ©Skicircus / Daniel Roos
Neue TirolS-Bahn verbindet die Skigebiete Fieberbrunn und Saalbach Hinterglemm
Am 20. Mai 2015 erfolgte der Spatenstich am Reiterkogel zu einer neuen Gondelbahn, welche das Tiroler Skigebiet Fieberbrunn voraussichtlich ab Dezember 2015 mit dem Salzburger Skigebiet Saalbach Hinterglemm/Leogang verbindet. Der neue Skiverbund trägt somit den Namen Skicirkus Saalbach Hinterglemm/Leogang Fieberbrunn und umfasst nun insgesamt 240 Pistenkilometer sowie 30 Kilometer Skirouten. 

 Zusätzlich wachsen die beiden Skigebiete durch eine neue, 3,5 Kilometer lange Skipiste zusammen, die vom Reiterkogel in den Hörndlingergraben führt. In Summe beschäftigen die fünf Bergbahn-Gesellschaften des erweiterten Skicircus rund 630 Mitarbeiter. Einer gemeinsamen Presseaussendung der beiden Skigebiete erfolgt der Bau der neuen Gondelbahn und der neuen Skipiste mit geringstmöglichen Eingriffen in die Natur. „Diese Verbindung ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch sehr sinnvoll und war der logische nächste Schritt in der Weiterentwicklung beider Destinationen“, sagt Toni Niederwieser, Geschäftsführer der Bergbahnen Fieberbrunn.
Top Mountain Crosspoint
Top Mountain Crosspoint ©Ötztal Tourismus
Top Mountain Crosspoint: Hochgurgl baut neue multifunktionale Infrastruktur
Am Fuße der Timmelsjoch Hochalpenstraße auf 2.175 m Seehöhe wird bis zur Wintersaison 2015/16 der Top Mountain Crosspoint realisiert. Dahinter verbirgt sich ein multifunktionales Gebäude, das ein Motorradmuseum, die Talstation der neuen Kirchenkar-Gondelbahn, die Mautstation sowie ein modernes Bedienungsrestaurant beherbergen wird. 

Der Spatenstich für das Ötztaler Prestige-Projekt erfolgte im Beisein von Motorradlegende Giacomo Agostini. „Als Top-Skigebiet wollen wir uns stetig weiterentwickeln.  Mit diesem Projekt hat sich die Chance aufgetan, Hochgurgl noch besser in Szene zu setzen und unseren Gästen einen Mehrwert zu bieten, indem wir vier verschiedene Funktionen in einem Gebäude integrieren“, erklärt Alban Scheiber, Geschäftsführer der Liftgesellschaft Hochgurgl. Ingesamt werden beim Projekt 15 Millionen Euro investiert.
Wolkenkammer
Wolkenkammer ©Ötztal Tourismus
Fortsetzung der erfolgreichen NEUSCHNEE-Testreihe in Obergurgl-Hochgurgl
Das Start-up NEUSCHNEE GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Schneeproduktion für den Wintersport um eine hochqualitative Variante zu bereichern: echten Pulverschnee! Noch wird an der Entwicklung der Technologie gearbeitet. Die erfolgreichen Tests im Schigebiet Obergurgl-Hochgurgl aus dem vergangenen Winter werden daher in der Wintersaison 2015/16 fortgesetzt. Eine neue Wolkenkammer verspricht neues Design, verbesserte Technik und mehr Schnee: Präsentation ist zum Saisonstart im November 2015. „Wir wissen, wie wir Schnee machen können. Jetzt geht es darum, bei vorgegebenen Bedingungen die Produktionsrate zu steigern und in unserem Testlabor die ideale Wolke entstehen zu lassen“, sagt Neuschnee Geschäftsführer Michael Bacher und gibt damit gleich das Ziel für den kommenden Winter aus. 

Zumindest am Teststandort in Obergurgl, wird es also ausreichend Pulverschnee geben. Zusammen mit dem Neuschnee-Team wird Michael Bacher in der Wintersaison 2015/16 laufend an der neuartigen Schneeproduktion arbeiten. Besichtigungen der Anlage während der Wintermonate sind nach Rücksprache möglich. (Für Details über das Unternehmen Neuschnee GmbH, Kooperationen und Initiativen in und außerhalb der Start-up Szene wenden Sie sich bitte an Dipl.-Ing. Michael Bacher, michael.bacher@neuschnee.co.at, Tel. +436508090333, www.neuschnee.co.at)

Winterwanderwege in der Naturparkregion Lechtal-Reutte
Durch die Naturparkregion Lechtal-Reutte führen ab dem Winter 2015/16 zusätzlich zum Angebot „Winterzauber am Berg – eppas guats“ insgesamt rund 100 Kilometer Winterwanderwege. Diese wurden im Rahmen eines Interreg-Projektes mit Unterstützung der EU erfasst und beschildert, Fotografien wurden erstellt und ein Video Clip wurde gedreht. Eine Broschüre diesbezüglich ist in Arbeit und steht voraussichtlich ab August 2015 zur Verfügung.
Mit den „Ski-Friends“ sicher Freeriden in Hochfügen
Abseits der Liftinfrastruktur investiert das Skigebiet Hochfügen-Zillertal gemeinsam mit der Skifirma Dynastar in die Sicherheit für Freerider. Wer beispielsweise das Gelände von Hochfügen kennen lernen möchte, findet seit der vergangenen Saison im kostenlosen Service der „Ski-Friends“ ideale Begleiter, um erstmals im freien Skiraum abseits der Piste abzufahren. Das Angebot der Ski-Friends wird in der Wintersaison 2015/16 weiter ausgeweitet.
Außerdem neu in der Ersten Ferienregion im Zillertal:
  • Der neue Schlepplift „Hirschbichllift“ im Bereich Kristallhütte erschließt zwei Pistenkilometer mit Blick auf den Zillertaler Hauptalpenkamm.
  • Im Hochzillertal erfolgt der Umbau der Talstation zur „Servicestation für Sportler“ mit mehr Informationen: Videowalls, Ski-Ticket-Automaten, großzügige Überdachung und eine neue Apres Ski Lounge.
Neues Kinderland für Langlauf-Nachwuchs in der Ferienregion Kitzbüheler Alpen – Hohe Salve
Im neuen Langlauf-Kinderland in Angerberg/Mariastein lernen Kinder ab dem Winter 2015/16 spielerisch Langlaufen –  mit einem Durchfahrtstunnel, einem Tipi, einer Schanze und einem Slalomparcour. Das Kinderland befindet sich bei der Nacht- und Trainingsloipe und kann durch die Beleuchtung auch noch in den frühen Abendstunden benützt werden. 

Auf den alpinen Skinachwuchs wartet ein neues Kinderland direkt bei der Salvista Gondelbahn in Itter mit Babylift, verschiedenen Parcours und vielen weiteren Highlights für die Kleinen.

Neue Höhenloipe im Obertilliacher Skigebiet Golzentipp in Osttirol
Eine neue Panorama-Höhenloipe auf 2.100 Metern Seehöhe mit insgesamt 20 Kilometern Länge entsteht im Skigebiet Golzentipp bei Obertilliach (Osttirol). Ab der kommenden Wintersaison 2015/16 können Langläufer dort ihre Kreise ziehen. Bereits vergangenen Winter eröffnete am Golzentipp eine neue Gondelbahn. www.obertilliacher-bergbahnen.com

Neues Ausflugsziel: Deferegger Heilwasser in Osttirol
Seit 2015 herrscht in St. Jakob im Defereggental wieder reger Badebetrieb. Auf Basis des „neuen“ Heil- und Thermalwassers, das aus einer 1.890 Meter tiefen Bohrung kommt, schließt das Tal jetzt wieder an die Zeit von „Bad-Grünmoos“ an, in der die heilsamen Schwefelquellen einst viele Erholung und Heilung suchende Menschen ins Tal gezogen haben. Offen für Besucher ist auch das neue Abfüllgebäude des „Deferegger Heilwassers“, welches Schau- und Verkaufsraum in einem ist. Weitere Infos: www.heilwasserquelle.at

Erstmals „Snowfarming“ für frühen Start der Langlauf-Saison in Seefeld
Die Olympiaregion Seefeld setzt erstmals auf „Snowfarming“ und kann so bereits Anfang November 2015 mit einer zweieinhalb Kilometer langen Loipe in die Langlaufsaison starten. Davon profitieren sowohl Hobbylangläufer als auch Trainingslager internationaler Teams. Im vergangenen Winter 2014/15 wurde ein Schneevorrat von rund 6.000 Kubikmetern angelegt. Dieser Schneevorrat wird unter 25 Zentimeter Hackschnitzel sowie einer Folie gedämmt und so über den Sommer gebracht. Rund 20 bis 25 Prozent des Schnees schmelzen dabei. Der Rest kann, sobald es kalt genug ist, auf eine Loipe aufgebracht werden.

Kitzbüheler Bergbahnen beleben Pisten neu
Im Kerngebiet Kitzbühel/Pengelstein werden Traditionspisten reaktiviert, revitalisiert und ein beliebter Tiefschneehang als schwarze Piste integriert. Drei Pisten eröffnen im kommenden Winter im Bereich Brunn. Alle drei Schwierigkeitsstufen, von blau bis schwarz, stehen den Wintersportlern hier zur Auswahl.

Neubau der Brunnalmbahn im Skigebiet Kirchberg-Kitzbühel
Die Brunnalm ist die 14. Bahn, die Leitner Ropeways im Skigebiet Kirchberg-Kitzbühel baut und stellt ein Novum dar. Mit der neuen 8er Sesselbahn Brunn eröffnen sich kommenden Winter 2015/2016 einzigartige Qualitätsdimensionen. „Neu entwickelte, ergonomisch gestaltete Sessel mit Echtlederbezug bieten nicht nur höchsten Sitzkomfort, sondern vermindern gleichzeitig die Rutschfähigkeit und steigern in Verbindung mit der mechanischen Schließbügelverriegelung die Beförderungssicherheit der Gäste“, erklärt BAG-Vorstand Josef Burger. Mit der Beförderungsgeschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde kann ein nachhaltiges, intelligentes und ressourcenschonendes Kapazitätsmanagement umgesetzt werden. Die Brunnbahn wird ab dem Winter 2015/2016 die einzige dieser Art sein, wie Martin Leitner, Vorstand von Leitner Ropeways versicherte. „Wir haben viel in unsere Produktionsstätte in Telfs investiert und deshalb werden die Sessel nun auch alle in Telfs produziert“, erzählte Leitner. Die Bergstation wird nordöstlich der Silberstube errichtet, die Talstation befindet sich im Bereich der Brunnalmen.

Jochlift im Brixental
Jochlift im Brixental ©Jochbahn SkiWelt Brixen - 
AB Planungsbüro Bmst Ing. Martin Aschaber
Achtersessellift ersetzt den 20 Jahre alten Jochlift im Brixental
Die Bergbahn Brixen ersetzt den 20 Jahre alten Jochlift durch eine moderne Achtersessel-Umlaufbahn. Kuppelbar, komfortabel und mit einer Geschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde (bisher 2,4 Meter pro Sekunde) kann die neue Jochbahn künftig 3.000 Personen pro Stunde befördern. Sie eröffnet pünktlich zum Start der Wintersaison 2015/16.  Die neue Talstation entsteht auf Höhe des Gasthof Nieding, der Lift ist damit mehr als doppelt so lang wie bisher. Auf der südseitigen Fassade wird eine 180 Quadratmeter große Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 20.000 Kilowattstunden pro Jahr errichtet. Somit leistet die neue Bahn auch in Sachen nachhaltiger Energiegewinnung einen wichtigen Beitrag. In Summe investiert die Bergbahn Brixen für dieses Projekt rund 12 Millionen Euro.
Das neue Seilbahncenter in Nauders bekommt eine Hülle in Form eines Kristalls. Die Fertigstellung ist zum Start der Wintersaison 2015/16 geplant.
Das neue Seilbahncenter in Nauders bekommt eine Hülle 
in Form eines Kristalls. Die Fertigstellung ist zum Start 
der Wintersaison 2015/16 geplant. 
©Bergbahnen Nauders
Neue Talstation, neue Piste und neues Restaurant im Skigebiet Nauders
Im Skigebiet Nauders am Reschenpass entsteht das neue Restaurant „Stieralm“. Es soll Moderne und Tradition miteinander verbinden. Zur Stieralm führen eine neue Piste und eine neue Rodelbahn. Das Seilbahncenter in Nauders wird umgebaut und bekommt Skidepots, einen Sportshop, Indoorkassen und ein Café. 

Neue Panoramabahn Geols im Zillertal
Die Talstation der neuen Panoramabahn Geols im Skigebiet Spieljoch befindet sich unmittelbar oberhalb der Hochfügener Straße auf rund 1.235 Metern Seehöhe. Von dort führt die Gondelbahn über zehn Stützen 815 Höhenmeter hinauf zum höchsten Punkt des Skigebietes beim Onkeljoch. Die Gondeln der Einseilumlaufbahn bieten Platz für jeweils acht Personen. Durch Pendelbusse mit einer Fahrzeit von zirka acht Minuten ist es nun möglich, auch rasch in das Skigebiet Hochfügen/Hochzillertal zu wechseln.

Der neue Schlepplift „Hirschbichl“ erschließt im Skigebiet Hochzillertal-Kaltenbach eine neue, einen Kilometer lange Piste in einem sonnig gelegen Hang im Bereich der Kristallhütte mit Blick auf den Zillertaler Hauptalpenkamm.

Neue Talabfahrt nach Zell am Ziller im Skigebiet Zell-Gerlos, Zillertal Arena
Die neue Piste misst ab der Mittelstation bei der Wiesenalm 2,2 Kilometer und wird mit einer Hangneigung von etwa 50 Prozent durchaus anspruchsvoll (schwarze Piste). Geplant ist die Eröffnung der neuen Piste im Dezember 2015. Künftig ist eine durchgehende Abfahrt vom Übergangsjoch auf 2.500 Meter Seehöhe in einem Stück bis ins Tal nach Zell bzw. Rohrberg auf 580 Metern Seehöhe möglich. Stattliche 8,4 Kilometer Piste und 1.920 Höhenmeter werden dabei bewältigt. Und auch für Liebhaber der „Sportabfahrt“ stellt die Verlängerung bis ins Tal eine besondere Aufwertung dar.
Winterwanderwege in der Naturparkregion Lechtal-Reutte
Winterwanderwege in der Naturparkregion Lechtal-Reutte
 ©Eisenschink
 

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