Dienstag, 26. April 2016

Familienurlaub im Raurisertal

Gold für den Familienurlaub im Raurisertal



Mit seinen fünf ursprünglichen Seitentälern ist das Raurisertal die größte Gemeinde des Nationalparks Hohe Tauern – für Familien eine erlebnisreiche Welt zwischen wilden Wassern, Goldbergen und Geiern.

Das 30 Kilometer lange Raurisertal mit den Orten Rauris und Taxenbach ist eines der schönsten Hochtäler in den Alpen. Rauris liegt inmitten der legendären Goldberge und ist die größte Gemeinde im Nationalpark Hohe Tauern. Jedes seiner fünf Seitentäler eröffnet eine eigene Welt: Die Zeit der Goldgräber bricht im Hüttwinkltal an, „unter Geiern“ befindet sich die Familie im Kruml-tal, die unbändige Kraft des Wassers erleben Familien in der Kitzlochklamm in Taxenbach, am Barbarafall in Kolm Saigurn und am Kraftplatz Rauriser UrQuell.

Echte Familientreffpunkte sind der neue Wasserspielplatz im Summererpark und die drei Goldwaschplätze, an denen die Kinder unter fachkundiger Anleitung „steinreich“ werden können. Mit den Rauriser Hochalmbahnen starten Familien ins Höhenwandergebiet auf fast 1.800 Metern. Dort oben liegt auch die Greifvogelwarte, die mit atemberaubenden Flugvorführungen inmitten der Hohen Tauern „punktlanden“ kann. Ein ähnlich beflügelndes Erlebnis ist die wöchentliche Nationalpark-Exkursion „Ins Tal der Geier“. Noch mehr Naturschauspiele eröffnen die 295 Kilometer Wanderwege zwischen malerischen Talschlüssen, dem Rauriser Urwald, Pilger- und Säumer-Pfaden sowie saftig grünen Almwiesen mit den schneebedeckten Dreitausendern der Goldberggruppe am Horizont. Auf der Kalchkendlalm läuft es für Kids wie geschmiert, wenn es heißt „Ich mache mir ein Butterbrot“.


Raurisertal: „Goldenes“ Hochtal in der Sommersonne
Als „Goldenes Tal der Alpen“ gilt das einst vom Goldbergbau geprägte Raurisertal heute noch – und mit seinen fünf Seitentälern als eines der ursprünglichsten Hochtäler in den Alpen.

Das 30 Kilometer lange Salzburger Raurisertal mit den Orten Rauris und Taxenbach ist die größte Gemeinde im Nationalpark Hohe Tauern und wird oft als sein „geheimes Juwel“ bezeichnet. Auch wenn die Zeiten des Goldabbaus bald ein Jahrhundert zurückliegen, steckt das Raurisertal voller Schätze: Die Kitzlochklamm am Taleingang ist eine der eindrucksvollsten Schluchten in den österreichischen Alpen. Den Sonnblick (3.106 m) am Talschluss krönt Europas höchstes ganzjährig bemanntes Observatorium. Die fünf Seitentäler bergen ursprüngliche Almenlandschaften, Mineralien des Tauernfensters und Gletscher. Das Seidlwinkltal war einst Hauptroute für den Saumhandel über die Alpen. Im Krumltal sind Steinadler, Bart- und Gänsegeier in freier Wildbahn anzutreffen. Im Talschluss Kolm Saigurn scheint die Zeit stillzustehen. Der Rauriser Urwald ist mit seinen über 80 dunklen Moortümpeln, Sturzfichten, Zirben, saftig grünen Moosen und romantischen Lichtungen eine Erkundung wert. Und im Hüttwinkltal blickt man auf die Zeit der Goldgräber zurück. Die Orte Taxenbach, Rauris, Wörth und Bucheben im Raurisertal sind einfach über die Tauernautobahn zu erreichen. Von München sind es nur etwa 2,5 Stunden Autofahrt bis hierher.

Mit dem Ranger in den Urwald
Der Nationalpark Hohe Tauern ist mit über 1.800 km² das größte Schutzgebiet der Ostalpen und der erste Nationalpark Österreichs. Das 30 Kilometer lange Raurisertal trägt die ganze Vielfalt des Nationalparks in sich. 295 Kilometer Wanderwege führen durch die fünf Talschlüsse, hinauf zu saftig grünen Almwiesen und in die Goldberggruppe. Rund 30 bewirtschaftete und teilweise uralte Almhütten laden zum Einkehren. 


Einige der Naturschauspiele lassen sich aber am besten gemeinsam mit einem NationalparkRanger erkunden: Der „Rauriser Urwald“ in Kolm Saigurn mit seinen dunklen Moortümpeln, uralten Spitzfichten und romantischen Lichtungen. Der Lehrweg durch den Rauriser Urwald wurde 2014 als einer der 33 besten in Österreich ausgezeichnet. Äußerst interessant ist auch die Nationalpark-Exkursion „Ins Tal der Geier“. Vor dreißig Jahren wurden die in Europa ausgerotteten Bartgeier erstmals wieder im Rauriser Krumltal angesiedelt. Seitdem kann man die „Könige der Lüfte“ wieder in freier Wildbahn beobachten – und in ihren Schlafwänden.

Fast unheimlich ist ein weiteres „tierisches“ Erlebnis im September, wenn die Zeit der Hirschbrunft im Nationalpark Hohe Tauern anbricht. Wer in Partnerbetrieben nächtigt, erhält bei seiner Ankunft automatisch die Nationalpark Sommercard. Sie hat nicht nur die Exkursionen mit NationalparkRangern inklusive, sondern für die Dauer des Aufenthalts täglich eine kostenlose Attraktion, wählbar aus einem Pool von 60 Leistungen sowie Ermäßigungen im Raurisertal und in der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern.

Sommertouren mit NationalparkRangern im Raurisertal 2016
Tal der Geier (Di. 12.07.–06.09.16)
Zur Hirschbrunft im Nationalpark (13./27.09.16)
Rauriser Urwald (Mo. 11.07.–05.09.16)
Über den Sonnblick (20./21.08.16)

Nationalpark Sommercard mobil (01.05.–31.10.16)
Mehr als 60 Leistungen – täglich 1 Attraktion kostenlos nutzbar – NationalparkRanger-Programm – Pinzgauer Lokalbahn und alle SVV Postbusse zwischen Rauris und Krimml – Freibäder wie dem Rauriser Sonnblickbad und Naturerlebnisse wie Goldwaschen am Goldwaschplatz Bodenhaus bis hin zu Minigolf und Museen – Großglockner Hohalpenstraße und Gerlos Alpenstraße – bis 50 % Ermäßigungen bei Partnern – nationalpark-sommercard.at

Von Hengsten, Goldwäschern und Schmankerljägern
Der Hengstauftrieb beim Bodenhaus im Juni ist ein wildes und spektakuläres Schauspiel. Die starken Noriker-Deckhengste müssen erst ihre Rangordnung auskämpfen, bevor sie für rund 100 Tage auf die Grieswiesalm am Fuße des Hohen Sonnblicks getrieben werden. Der kontrollierte Kampf unter Aufsicht der Züchter ist für einen friedlichen Almsommer wichtig. Peter und Paul ist der traditionelle Termin für Salzburgs größte Wallfahrt: die Glocknerwallfahrt, die sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Sie führt vom Rauriser Tauernhaus im Seidlwinkltal über das Hochtor auf die Großglockner Hochalpenstraße und weiter bis nach Heiligenblut in Kärnten. 


Die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Goldwaschen bringen wieder einen Hauch von „Wildem Westen und Howdy“ und Goldwäscher aus aller Welt nach Rauris. Bei dem Wettbewerb geht es darum, eine bestimmte Menge Wettkampfgold schnellstmöglich aus etwa zwanzig Kilogramm Sand zu waschen. Geht ein Flitter verloren, gibt es Strafminuten. Donnerstagnachmittags macht in der Sommerferienzeit der Schmankerlmarkt auf dem Rauriser Marktplatz seine Buden auf: Speck, Käse, Bauernbrot und Aufstriche sind hier ebenso zu finden, wie Basteleien, Filz- und Wollprodukte, Lammfelle, Schmuck und Dekoratives aus Rauriser Naturstein. Genussvoll gefeiert wird zu den Bauernherbstwochen im September, die in diesem Jahr unter dem Motto „Kräuter, Wild- und Heilpflanzen“ stehen. Große Bauernherbstfeste gibt es in Taxenbach und Rauris.

Veranstaltungen Raurisertal
25.06.16, 10 Uhr: Hengstauftrieb – Alpengasthof Bodenhaus
28.06.16, 7 Uhr: Glocknerwallfahrt – Rauriser Tauernhaus
05.07.–30.08.16, jeden Di., Juli 20 Uhr, August 19.30 Uhr: Musikalische Fackelwanderung Kitzlochklamm
09.07.16, 20 Uhr: Dämmerschoppen der Trachtenmusikkapelle Taxenbach – Marktplatz
08.–10.07.16: Österreichische Goldwasch-Meisterschaften – Marktplatz Rauris
15.07.–19.08, 20 Uhr Sommerkonzerte der Trachtenmusikkapelle Taxenbach und Eschenau – Marktplatz
23.07.–20.08.16, jeden Sa., 20 Uhr: Platzkonzert der Trachtenmusikkapelle Rauris – Voglmaierpark
15.08.16: Almfest auf der Rieser Aste
20.08.16, 20 Uhr: Hirtertanz – Palfneralm im Seidlwinkltal – Raurisertal
04.09.16, 10 Uhr: Bauernherbstfest Taxenbach – Taxenbach
07.07.–08.09.16, jeden Do., 13.30–17.30 Uhr: Rauriser Schmankerlmarkt – Marktplatz Rauris
11.09.16, 10 Uhr: Rauriser Bauernherbstfest mit Almabtrieb und Oldtimer-Traktoren-Umzug – Marktplatz Rauris
04.–18.09.16: Bauernherbstwochen – Raurisertal
26.10.16, 10 Uhr: Erntedankfest – Taxenbach

Taxenbacher Kitzlochklamm: Tosende Welt aus Fels und Wasser
Bevor die Rauriser Ache in die Salzach mündet, hat sie sich tief in den schimmernden Kalkschieferstein eingegraben und eine der schönsten Schluchten in den österreichischen Alpen gebildet. Höchst erfrischend im Sommer – und ein Muss für alle, die spektakuläre Naturschauspiele lieben.


Die geballte Kraft des Wassers ist selten so deutlich erlebbar wie in der Taxenbacher Kitzlochklamm. Das Wildwasser hat sich seit der letzten Eiszeit an der Geländestufe zwischen Raurisertal und Salzachtal tief in den Fels eingegraben und eine enge Felsschlucht entstehen lassen, durch welche sich die Rauriser Ache tosend und schäumend hindurchzwängt.

Das beeindruckende Naturdenkmal am Rande des Nationalparks Hohe Tauern können Besucher zwischen Mai und Oktober durchwandern. Über Tunnel, die teilweise noch aus dem 16. Jahrhundert stammen sowie Stege geht es etwa 1,5 Kilometer zwischen den hoch aufragenden Felswänden hindurch bis zur Embacher Wallfahrtskirche Maria Elend. Am Weg beeindrucken auch die glattgewaschenen Buchten, Strudelnischen und -töpfe sowie ein alter Erzstollen, eine aufgelassene Einsiedelei und eine Tropfsteinhöhle. Zu den besonders mystischen Erlebnissen im Sommer zählt eine „Klamm & Klang-Fackelwanderung“ (05.07.–30.08.16 jeweils Di.) in den Abendstunden. Auch versierte Felskletterer haben auf dem Kitz-Klettersteig, der zur Gänze durch die Kitzlochklamm verläuft, die Chance auf nicht alltägliche Perspektiven. Wer nach dem tosenden Erlebnis „stille Wasser“ sucht, wird im „Tal der Quellen“, auf dem Wasserinformationsweg im Seidlwinkltal, beim Kraftplatz oder beim Barbarafall in Kolm Saigurn fündig.

Weitere Ausflugsziele rund um Rauris und Taxenbach
Nationalpark-Zentrum in Mittersill, Krimmler Wasserfälle, Großglockner Hochalpenstraße, Wildpark Ferleiten, Kaprun Hochgebirgsstauseen, Eisriesenwelt Werfen und Burg Hohenwerfen, Liechtensteinklamm in St. Johann

Weitere Informationen:
Tourismusverband Rauris
A-5661 Rauris, Sportstraße 2
Tel.: +43/(0)6544/20022, Fax: +43/(0)6544/20022-6030


Anreise Raurisertal
Auto: von Osten kommend über Linz/Salzburg/Bischofshofen oder Bruck a. d. Mur/Leoben/Bischofshofen; aus Nordwesten kommend über München/Salzburg/Bischofshofen; von Norden über Passau/Ried i. Innkreis/Salzburg/Bischofshofen
Bahn: Anreise bis zum Bahnhof Taxenbach/Rauris möglich
Flug: Low-Cost-Flüge nach Salzburg, Transfer ins Raurisertal mit Bus/Bahn/Taxi ca. 1,5 Std.
Bus: ab Zell am See/Taxenbach mit dem Postbus nach Rauris
 

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