Dienstag, 30. Januar 2018

Tirol: Winterurlaub in der Silberregion Karwendel

Für Anfänger und Wiedereinsteiger:
Die Silberregion Karwendel rollt den weißen Teppich aus



Mit ihrem Anspruch als „retronovative“ Urlaubsregion holt die Silberregion Karwendel die Generation 50+ (wieder) auf die Brettln. Im März gibt es kostenlose Skikurse für Erwachsene – idealerweise in kleinen, überschaubaren Skigebieten.

Motivation ist alles, wenn man Jahre lang nicht mehr auf Skiern gestanden ist. Nur so lässt sich die Unsicherheit überwinden. Genau darauf zielen die Skilehrer in der Silberregion Karwendel ab. Sie nehmen sich im Jänner und März besonders viel Zeit für erwachsene Wiedereinsteiger und deren ganz spezielle Bedürfnisse: Im Unterschied zu Kindern brauchen sie wesentlich mehr Zeit, um das Sicherheitsgefühl auf den Skiern wieder zu erlangen und die Leidenschaft fürs Skifahren neu zu entdecken. Sie wollen jede Einzelheit genau verstehen und in Kleingruppen mit anderen Erwachsenen unterrichtet werden, die ähnlich „ticken“ wie sie. Wer älter als 50 Jahre ist und im März einen Skiurlaub für fünf Tage bucht, hat gleichzeitig Anspruch auf einen fünftägigen Erwachsenenskikurs (Ersparnis rund 200 Euro). Das Ticket für den Skilift ist während des Skikurses inkludiert. Die Leihausrüstung gibt es bei den Skischulen der Silberregion Karwendel um 50 Prozent ermäßigt.

Stressbefreit am Carvingschwung feilen
Das Um und Auf beim Skifahren ist für Erwachsene eine stressbefreite Umgebung, in der sie ihre Bögen ziehen können. Die fünf überschaubaren Skigebiete in den sanft-runden Tuxer Alpen zwischen Jenbach und Kolsass im Inntal östlich von Innsbruck sind das ideale Terrain. Überall lassen breite Abfahrten viel Platz und Freiraum, um in aller Ruhe am individuellen Fahrstil zu feilen oder eine neue Fahrtechnik umzusteigen. Man kennt keinen Massenansturm – weder beim Anstellen an den Liften, noch auf der Piste und schon gar nicht beim Après-Ski. In Schwaz liegt das Skigebiet Kellerjoch mit seinen weiten Sonnenhängen und einem filmreifen Panoramablick auf den Karwendelstock. Naheliegend ist das weiße Vergnügen in der Ski-Oase Stans, mitten im gleichnamigen Dorf. Weerberg bietet zwei Möglichkeiten an: Den Schwannerlift für Anfänger und Familien und den Hüttegglift in Weerberg für alle, die auf aussichtsreiche 1.500 Meter hinaus wollen. Und so wie alle anderen Skiberge ist auch die Ski-Oase Kolsassberg ideal für Anfänger und leicht Fortgeschrittene. Alle fünf zeichnen sich durch perfekt präparierte Pisten und Beschneiungsanlagen aus. Auf das Kellerjoch gibt es eine öffentliche Busverbindung von Pill und Schwaz.

Kurs mit würdigem Abschluss
Nach getaner „Arbeit“ gemeinsam mit Gleichgesinnten auf einer Hütte einkehren und auf die Fortschritte anstoßen – auch darauf freuen sich die Skikursteilnehmer. Bei einer Brettljause mit Bergkäse, Bauernbutter und kräftigem Bauernbrot kommen die Energien wieder in Fluss. Bei einem Glas Fruchtwein oder ein Stamperl Edelbrand zum Abschluss werden vielleicht gemeinsame Vorhaben für den nächsten Tag besiegelt. Denn in der Silberregion Karwendel gibt es einiges zu sehen: Die Silberstadt Schwaz, Schloss Tratzberg, Tirols höchstgelegenes Frucht-Weingut, einen der letzten Holz-Rodelbauer in den Alpen, eine Knospen-Werkstatt und wunderschöne Ziele für Winterwanderungen in den Bergen ringsum. Gastfreundliche Unterkünfte gibt es in der Silberregion Karwendel vom Dreisterne-Gasthof bis zum Viersternesuperior-Wellnesshotel.

Schnitzel und Schneegestöber auf der Loas
Die „Loas“ am Hochpillberg gilt als einer der schönsten Plätze in der Silberregion Karwendel. Das g’schmackige „Loasschnitzel“ wird nur im Alpengasthof Loas aufgetischt. Dafür und für den Blick auf das Karwendel Gebirge lohnt es sich, im Winter auf Wanderschaft zu gehen.

Am Loassattel in Hochpillberg, hoch über dem Inntal, bieten sich viele aussichtsreiche Wanderungen an. Eine vergleichsweise einfache Tour führt vom Parkplatz Hochpillberg in knapp einer Stunde zum Alpengasthof Loas. Etwa 250 Höhenmeter sind für die rund 3,5 Kilometer auf der Forststraße zu bewältigen. Die leichte Steigung sorgt dafür, dass man nicht außer Atem kommt.

Mit jedem Höhenmeter wechseln die Perspektiven, irgendwann rückt das Inntal mit der Landeshauptstadt Innsbruck ins Bild. Erst kurz vor dem Alpengasthof Loas, das auf rund 1.650 Metern Höhe liegt, wird der Weg ein wenig steiler. Doch das Ziel im Visier beflügelt den Schritt und schon bald ist das wunderschöne, alte Haus mit seinem dunklen Holz und den fast himmelblauen Fensterstöcken zu erkennen. Drinnen in der warmen Gaststube darf man sich auf eine „sattelfeste“ regionale Küche einstellen. Das verrät ein Blick in die Karte. Wer ringsum auf die Tische blickt, stellt fest: Das große Loasschnitzel ist der Grund, warum viele Einheimische einkehren. Hütten- und Küchenchef Werner Wimpissinger legt Wert auf beste Fleischqualität, das richtige Klopfen und das Bruzzeln am offenen Herd. Wenn es auf den Tisch kommt, wird schon nach dem ersten Bissen klar, dass man hier über Gebühr belohnt wird für die leichte Winterwanderung.

Winterwanderung zum Alpengasthof Loas
Start: Parkplatz Hochpillberg (auch mit Bussen erreichbar) – ca. 1.400 m
Weg: breiter Forstweg mit mäßiger Steigung – 3,5 km, ca. 250 hm – Gehzeit ca. 1 Stunde
Ziel: Alpengasthof Loas – ca. 1.650 m

Weitere Informationen:
Tourismusverband Silberregion Karwendel
Münchner Straße 11, A-6130 Schwaz
Tel.: +43/(0)5242/63240
www.silberregion-karwendel.com

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