Sonntag, 24. Juni 2018

Nockberge in Kärnten: Kornock und Rinsennock

Kärnten: In die Nockberge natürlich,
wie jedes Jahr

Wenn es einen jedes Jahr irgendwo hinzieht, dann muss es dort doch besonders schön sein. So wie in den Nockbergen, diesem Biosphärengebiet inmitten von Kärnten, dem wir seit nunmehr über zwanzig Jahren fast alljährlich einen Besuch abstatten, und dem ich auch schon mehrere Bücher und Artikel gewidmet habe.

Nach einer „fast unstressigen“ Fahrt, trotz teilweise Ferienbeginn kamen wir wie immer im Hotel Sonnalm in Bad Kleinkirchheim an. Wie immer wurden wir freundlich begrüßt – ich kann mich an kein Personal erinnern, an das ich nicht gute, nein sehr gute, Erinnerungen habe. Man merkt die gute Atmosphäre schlichtweg auch daran, dass man über Jahre fast immer dieselben Gesichter sieht. Nicht die ständige Fluktuation wie in anderen Häusern, die ja nur von Unzufriedenheit künden. Nein, in der Sonnalm bleiben die Leute. Den Koch bzw. seine herrlichen Kreationen kenne ich nun auch schon viele, viele Jahre.

Koffer auspacken, etwas relaxen, die Spa-Angebote nützen, und schon war man angekommen. Erst recht beim wie immer feinen Abendessen.








Zwei Aussichtsgipfel oberhalb der
Turracher Höhe





 


Die Turracher Höhe im Herzen der Nockberge bietet natürlich zahlreiche Wandermöglichkeiten im Biosphährengebiet. Man ist dort auf der Passhöhe mit einer Höhe von 1795 Metern sowieso schon recht hoch, und für diese Tour fährt man noch ein Stück mit dem Lift hinauf – trotzdem steigt es aber noch ein Stück an.


Ausgangspunkt: Turracher Höhe.
 
Wir fahren mit der Panoramabahn am kärntner Ende der Höhensiedlung hinauf zur Bergstation (1968 m). Hier kann man sich in der AlmZeit-Hütte ein letztes Mal verköstigen. 



Von der Hütte aus folgen wir dem Barbaraweg, der in Richtung „Kornock“ (45 Min.) bzw. Rinsennock (1 Std. 15 Min.) weist. Er führt uns im Zickzack recht steil hinauf bis wir vor einem Zaun auf eine Verzweigung stoßen. Nach links führt der Barbaraweg weiter, unser Rückweg. Wir biegen aber rechts ab in Richtung „Rinsennock“. 

 

Weiter ansteigend erreichen wir bald die Bergstation der Kornockbahn bzw. den Kornock (2205 m). Hier gehen wir nach links weiter, das Gipfelkreuz des nur noch eine halbe Stunde entfernten Rinsennocks ist bereits zu sehen. Kurz danach kommen wir an ungewöhnlich gestalteten „Zeigesteinen“ vorbei, die uns in vier Richtungen anzeigen, was wir dort alles an Bergen sehen können.

 

Es steigt erst mäßig, dann steiler an und der Weg wird auch felsiger. Zeitweise geht es rechts oder links steil hinab, da wir auf einem Grat wandern. Nach dem Schlussaufschwung erreichen wir schließlich das Gipfelkreuz des Rinsennocks (2334 m). Nun genießen wir die herrliche Rundumsicht: Großer und Kleiner Rosennock, Gregerlnock, Turracher Höhe, dahinter Schoberriegel und Gruft.


Nachdem wir uns ausgeruht haben steigen wir wieder abwärts. Vorbei am Kornock erreichen wir wieder die Stelle, an der wir von links heraufgekommen sind. Nun können wir entweder links abbiegen und auf dem Anstiegsweg hinab gehen oder auf dem Barbaraweg geradeaus weiterwandern. 



Der Barbaraweg bringt uns in wenigen Minuten zum 3-Seen-Blick, von wo man gut den Turracher See, ein wenig den Schwarz- und den Grünsee sieht. Rechts sieht man zu den Julischen Alpen.






Dort zieht der Weg nach rechts und fällt in den Wiesen ab in die Korebene. Vor einem kleinen Tümpel beschreibt der Pfad einen Linksknick und wir kommen nach weiterem Bergab zu einem verfallenen Knappenhaus. Dahinter sehen wir eine große Abraumhalde des früheren Bergbaus, rechts hinter dem Bach befindet sich eine verfallene Höhle.

 

In den Wiesen hier finden wir zahlreiche Alpenblumen, auch Orchideen wie Knabenkräuter wachsen hier. Nach einem Linksbogen führt uns der Pfad in einen lichten Wald mit vielen Zirben und Lärchen. Nun geht es bergab. 





Wir queren eine Lawinenmauer und erreichen kurz danach die ersten Häuser, dahinter liegt die Panoramabahn. Nach rechts gehen wir zurück zur Talstation.



Ausklang mit Edelsteinen

Nun kann man sich auf der Turracher Höhe etwas umsehen. Schön ist es, den Tag am Turrachsee ausklingen zu lassen.





Ein Erlebnis ist es aber auch, wenn man die Edelsteinausstellung der Firma Kranzelbinder ansieht, die man in wenigen Minuten erreicht.



Das ganzjährig geöffnete Highlight der Familie Kranzelbinder liegt direkt am idyllischen 3-Seen-Rundwanderweg und vis à vis der Sommerrodelbahn Nocky Flitzer. Auf über 500 m² Ausstellungsfläche sorgen Edel- und Schmucksteine von allen Weltkontinenten, sowie heimische Raritäten aus dem Alpenbereich und Nockgebiet, für ein unvergessliches Funkeln in Ihren Augen. Der Grundstein für das Museum wurde Anfang der 60er Jahre gelegt und ist heute ein österreichweit einzigartiges Ausflugsziel für Jung und Alt. Führungen bei mythos edelstein kranzelbinder gibt es jeden Dienstag (Sommer: 16.00 Uhr; Winter: 16.30 Uhr) und bei Voranmeldungen für Gruppen ab 8 Personen.
Besucher mit der Kärnten Card haben freien Eintritt. Ermäßigter Eintritt mit der Murtal Card (Gäste und Einheimische) sowie für Gäste der Turracherhöhe und Bad Kleinkirchheim die eine Gästekarte vorweisen können.
















Tourdaten
Die Tour dauert etwa 2,5 Stunden, der Anstieg bis zum Rinsennock bringt rund 400 Höhenmeter mit sich. Wir wandern auf schmalen Steigen, die meist recht steil sind. Nach dem Kornock kommen ein paar ausgesetzte Stellen, bei denen man schwindelfrei sein sollte.

Relaxen im Hotel Sonnalm
Tja, und nach der Wanderung? Klar, relaxen im Hotel Sonnalm, alles was ein solches Hotel halt zu bieten hat. Da bleiben keine Wünsche offen. Und am Abend wieder das „gewohnte“ herrliche Abendessen, auf das man sich im Prinzip ja schon den ganzen Tag gefreut hat.








 Weitere Impressionen von der Wanderung








 


 




 
























Und die Pracht der Blumen auf den Almwiesen, gerade jetzt im Frühsommer, ist auch nicht zu verachten.



















Info:

Unterkunft
HOTEL SONNALM
Quellenweg 3, A 9546 Bad Kleinkirchheim
Tel. 0043 4240 507
Fax. 0043 4240 507-15

Bad Kleinkirchheim
Empfohlene Karte
Kompass Wandern Rad Skitouren Langlauf 063 Bad Kleinkirchheim 1 25.000

Dieter Buck und Marlies Buck
Fotos: Dieter Buck und Mythos Edelstein Kranzelbinder

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