Montag, 2. Juli 2018

Almwanderung im Gsieser Tal

Gsieser Tal:
Mit Aussicht von Alm zu Alm




Nachdem ich mit meinem Führer Paul Sapelza gestern hoch hinauf zu zwei Gipfelkreuzen gestiegen bin wollten wir es heute etwas gemütlicher angehen lassen. Bergauf ging es natürlich trotzdem.



Wegverlauf:
Aber die tief hängenden Wolken am Morgen machten Gipfeltouren auch nicht gerade einladend. Aber eine Wanderung durch die Almwiesen, ab und zu an einer Alm vorbei, am Schluss sogar mit einer Einkehr in einer Alm, ist immer möglich. Und dass im Laufe des Vormittags sogar die Sonne herauskam, war zwar nicht hundertprozentig abzusehen, aber doch erhofft.





Auf der Wanderung berührten wir bzw. wanderten wir auf verschiedenen Themenwegen: Schmugglersteig, Bonner Höhenweg, Almweg 2000, Talblickweg und Über die Jöcher als Wegnamen zeigen in etwa, wo wir uns herumtrieben.





Zuerst ging es mit vier Rädern hinauf zu einem Parkplatz vor dem Wald; hier wies schon ein Schild auf den Schmugglerweg hin. Von dort aus folgten wir dem Wirtschaftsweg, der sich gemütlich durch einen schönen Wald hinaufschraubte, als Ziel war „Kalksteinjöchl Tscharnied“ angeschrieben. 





Der Weg führte durch weite Flächen von Alpenrosenbüschen, alle in vollster Blüte – wenn man das einmal gesehen hat weiß man auch, woher der Name Almrausch kommt. An der Tscharniedalm ging es nach rechts hinauf und zahlreichen Serpentinen bis zur Freifläche, die nicht nur, wie in dieser Höhe üblich, von bloßem Gras bewachsen war, sondern von der aus man auch eine herrliche Aussicht hinab ins Gsieser Tal und hinüber zu dem Höhenzug hatte, der das Ziel des vorhergegangenen Tages war. 





Schließlich war das Kalksteinjöchl auf 2326 Metern Höhe erreicht. Die Aussicht selbst war auch vom Feinsten. Und was man auch sehen konnte und worauf mich Paul aufmerksam machte: Nach Süden sah man nicht wie eigentlich erwartet zu den Südtiroler Bergen, sondern nach Osttirol!





Hier berührten wir auch den bekannten Bonner Höhenweg. Für uns ging es aber nun die ausgedehnten Almrauschflächen bergab – mehrere Almhütten lagen vor uns und waren schon gut zu erkennen. Der Blick hinab ins Gsieser Tal ließ einen fast meinen, man hätte Flügel und könnte gleich abheben.





An der Kipflalm ging es rechts ab und erreichten den Almweg 2000. Er hat seinen Namen nicht von der Jahreszahl, sondern von der Höhe, auf der er im Wesentlichen verläuft. Nach weiterem Bergab standen wir vor der Stumpfalm. Kurz vor ihr waren zwei markante, uralte Lärchen zu bewundern, dann lockte aber eine Einkehr und eine Rast. Bei selbstgemachten Säften, Kuchen und Eiern mit Speck ließ es sich gut aushalten.




Die Pause war aber auch nötig, denn nach der Hütte wartete ein Weg, der zwar anfangs durch einen schönen Wald führte, aber direkt in der Falllinie bergab führte. So steil wie sich das anhörte war es dann auch. Wir querten ein paar Mal den Fahrweg, bis wir schließlich den Waldrand kurz oberhalb des Waldrandes erreichten. Nach links führte der nicht umsonst so genannte Talblickweg in kurzer Zeit zurück zum Ausgangspunkt.

Tourdaten:
Für die 12 Kilometer des Weges benötigt man etwa 4,5 Stunden, der Höhenunterschied betrug etwa 850 Meter.

Weitere Impressionen von der Wanderung

















Info:
Tourismusverein Gsieser Tal-Welsberg-Taisten
Telefon 00+39 0474 978436

Unterkunft
Hotel Quelle Nature Spa Resort
Familie Steinmair
I-39030 Gsies, Magdalenastraße 4
Telefon: 0039 0474 948111
Fax: 0039 0474 948091

Empfohlene Karten:
Kompass Wandern Rad Skitouren 45 Defereggental Villgratental, 1:50000
Kompass Wandern Rad Skitouren 699 Südtirol, 4 Karten im Set, 1:50000

Literatur:
Eugen E. Hüsler und Manfred Kostner: Wanderführer 5710 Dolomiten 5 Pustertal. Kompass

Bergführer:
Paul Sapelza
Klettern, Wandern, Skitouren, Schneeschuhtouren

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