Sonntag, 28. Juni 2026

Vorarlberg: Unterkunft im Berghaus Schröcken in Schröcken, Wandern im Bregenzerwald

Zum „schönsten Platz Österreichs

Unterwegs im grünen Paradies Bregenzerwald

 

„Der Bregenzer Wald“, eine Landschaft aus unverlierbarem Grün …“, so bezeichnete der Schriftsteller, Lehrer und Verlagsbuchhändler Dr. Walter Lingenhöle (1925–2016) das Gebiet unseres Aufenthalts in Vorarlberg. Zu Recht, wie man unschwer bemerken wird, wenn man sich umsieht.

Und recht poetisch geht es auch weiter: „Denn der ‚Wald‘ ist nicht ein Tal mit einem nach den Regeln der Natur sich verengenden Talgrund und zwei sich stetig anhebenden Seiten, nein, hier hat die Phantasie des Schöpferischen wohl einen ihrer einfallsreichsten Augenblicke genützt, um Ungewöhnliches zu gestalten, eine Verbindung von Lieblichem und Strengem, von Maßvollem und Bizarrem. Kaum irgendwo scheint die Mischung von Hügelland und Gebirge auf so kurzer Strecke so geglückt wie hier….“, schwärmt er weiter.

Aber genug der Textschnorrerei, wir wollen ja selbst etwas erleben. Es war nun auch schon wieder rund zwei Jahrzehnte her, als wir uns öfters in Vorarlberg aufhielten, im „Ländle“, wie das Bundesland sich selbst liebevoll nennt. Es kamen andere Ziele, andere Länder, andere Landschaften und Berge dazwischen und jeder weiß ja, wie schnell die Zeit verrinnt. Also sagten wir uns: Mal wieder Zeit für Vorarlberg. Und so hat es uns in den Bregenzerwald verschlagen, ein überaus grünes Ziel: allerorten grüne Almen und grüne Wälder, unterbrochen von viel Wasser in Form von Seen, Wasserfällen oder Klammen und hell leuchtenden Bergen.

Von den verschiedenen Teilgebieten des Bregenzerwaldes suchten wir uns den Hinteren Wald aus, in dem die Gipfel bereits bis über 2500 Meter hinaufragen. Die Alpwirtschaft spielt hier seit Jahrhunderten eine tragende Rolle, was man der grünen Landschaft mit dem Wechsel zwischen Almflächen, Wäldern und Felsen auch ansieht. Es gibt mehr als 500 bestoßene Alpen, die oft auch eigene Produkte anbieten.

Unser Standort war das kleine Schröcken, das günstig zwischen den herrlichsten Zielen liegt. Der Ort wurde 1320 von den Walsern gegründet und 1863 durch einen großen Brand völlig zerstört. Umgeben ist es von mächtigen Paarhöfen, die deshalb so erbaut wurden, damit bei einem Lawinenabgang nicht der ganze Hof zerstört wurde. Beim Hinauffahren kann man an die Worte von Ludwig von Hörmann in seinem Buch „Wanderungen durch Vorarlberg“, Innsbruck, 1895, denken: „Wer den Bregenzerwald durchwandert, durchkostet die ganze Stufenleiter der Alpennatur: vom anmutigen Idyll eines grünen Hügellands bis zu den ergreifenden Bildern einer Hochgebirgslandschaft, die sich hin bis zur Bergeinsamkeit von Schröcken entwickelt.“

Und 1908 schrieb der Reiseschriftsteller Ludwig Steub in seinem Buch „Streifzüge durch Vorarlberg“ fasziniert zum Ort: „Ein enger, steiler Bühel, auf dem die Kirche, der Pfarrhof und das Wirtshaus stehen, auf einer Landzunge zwischen lauten Bergwassern, die in die Tiefe rauschen, grausige Winde, die aus diesen abgeschrofft emporsteigen bis zu den Schneefeldern, die einem fast übers Haupt herein hängen … in der Höhe überall Zerrissenheit und Zerklüftung, Schnee und Eis, unten in der Schlucht enge waldige Wildnis – das ist Schröcken. Unter allen Landschaften, die in den Tiroler Alpen zu sehen sind, ist keine bewohnte, die es dieser an schauerlich wilder, beängstigender Schönheit gleich tut.“ Hier beginnt, prosaischer gesprochen, mit dem Quellgebiet der Bregenzerach geografisch auch der Bregenzerwald. Man ist fast versucht, daraus einen Kalauer zu machen: Schrecken in Schröcken. Aber so wild war es nicht, ganz im Gegenteil, die Landschaft war eher lieblich, mit Seen, Bächen, Weiden mit Kühen und den für hier typischen Häusern aus ganz viel Holz.

„it is impossible to be in the mountains and in a bad mood at the same time“

Berghaus Schröcken auf seinen Servietten

Unsere Unterkunft war das sich nach dem Ort nennende Berghaus Schröcken, das mit seinen Holzschindeln und den bunten Fensterläden bereits von außen einen heimeligen Eindruck vermittelt. Es ist nicht nur mit Zimmern, Chalets und einem hüttenähnlichen Lager breit aufgestellt und bietet eine hervorragende Küche, sondern hat mit Andi passenderweise einen eigenen Bergführer, der Ortsfremde zu den schönsten Orten der Umgebung führt oder sie fachkundig berät. Wir waren zwar lieber alleine unterwegs, ließen uns von Andi aber auch zu Zielen inspirieren.

Interessanterweise hat sich das Hotel der Meinung des einheimischen Professors Dr. Reinhard Haller verschrieben, der mit der These „Wandern macht glücklich“ – und wer kann sich dem nicht anschließen? –und dem Indie-Wandern (von engl. independent = unabhängig) wohl einen neuen Trend begründet. Bei dieser neueren ganzheitliche Form des Wanderns geht es nicht um das Kilometer“fressen“, sondern um Erholung, mentale Stärke und individuellen Naturgenuss sowie um achtsame Regeneration in der Natur, gerne abseits der großen Touristenströme.

Aber Theorie hin, Theorie her, wir wollten ganz einfach und schlicht nach Großväterart in der grünen Natur wandern. Die heutigen Touristiker schreiben passenderweise auch zu der Gegend um Warth-Schröcken, in der kalten Jahreszeit das schneereichste Skigebiet Europas, unter dem Motto „Grüner wird’s nicht“ die Wanderlust machenden Worte „…Sattgrüne Almen und taufrische Wildblumenwiesen – und beim Blick von den Berggipfeln in die Weite füllt sich der ganze Körper mit frischer Luft und purer Lebensenergie“ – also nichts wie hin!

Auf der Zwei-Seen-Tour: zu Österreichs schönstem Platz

Zwei nette kleine Gebirgsseen in grandioser Hochgebirgsumrahmung und inmitten blumenreicher Alpwiesen bieten sich als in der Nähe liegend an: Der Kalbelesee befindet sich unmittelbar am 1679 Meter hohen Hochtannbergpass und ist überragt vom 2533 Meter hohen Widderstein, dessen Gipfel bekanntlicherweise am Auseinanderbrechen ist, und der Körbersee, ein von den Berge des Lechquellengebirges umrahmtes Biotop, sind in einer leichten, dreiviertelstündigen Wanderung für jedermann zu erreichen. Von Körbersee aus ist vor allem der Blick auf die oft lange schneebedeckte Braunarlspitze (2649 m) und die daneben liegende Mohnenfluh (2544 m) beeindruckend. Weitere markante Berge unterwegs sind die Hochkünzelspitze oder im Rückblick der Große Widderstein. Der See bietet sich sogar zum Ruderbootfahren an und auch ein Hotel hat sich an seinem Ufer niedergelassen.

Der eine See ist nach dem Kalbele(= Kälber)lager der Alpe Körb benannt. Von der Entstehung des Sees gibt es auch eine Sage: Nach ihr taufte ein Hirte eines Tages ein Kalb, das ihm ans Herz gewachsen war. Dies war natürlich eine große Sünde und so gab es daraufhin ein fürchterliches Unwetter, das Alpe, Mensch und Vieh verschlang und nur den See übrig ließ. Der Körbersee hat seinen Namen nach Alpe Körb, in deren Gebiet er liegt. Aus ihm fließt einer der Quellflüsse der Bregenzerach.

„Der unter der Kapelle liegende Hochtannbergpaß, 1676 m, weist als besonderen Schmuck den Kalbelesee unmittelbar über der Passhöhe auf. … bergab zum Bilderbuchmuster eines Hochgebirgsdorfes namens Schröcken, 1269 m, in dessen engem, rings von Zweitausendern überhöhtem Talboden sich die Quellen der Bregenzer Ache vereinigen. Zu ihnen gehört der vom Kalbelesee abfließende Seebach, der unter den N-Wänden der Braunarlspitze, 2649 m, entspringende Fellbach und der eigentliche, aus den O-Abstürzen der Mohnenfluh, 2542 m, kommende Quellbach, der unseren Weg nun bis Bregenz begleitenden Bregenzer Ache.“ schrieb Heinz Groth in seinem Buch „Allgäuer Alpen. Gebietsführer für Wanderer und Bergsteiger“, das 1992 von Dieter Seibert neu bearbeitet wurde.

© Warth-Schröcken Tourismus

Besuch im Almmuseum

In der Nähe des Körbersees liegt auch die Batzenalpe mit dem Alpkäsereimuseum „uf m Tannberg“. Über 400 Jahre, bis ins Jahr 1998, war die Alpe Batzen bewohnt und wurde aktiv betrieben, ganz traditionell. Seit Februar 2011 steht die alte Sennalpe Batzen unter Denkmalschutz. Heute gibt das Museum Einblicke in das schöne, aber harte Älplerleben von einst. Das Zentrum des Museums bildet die Schausennerei mit den althergebrachten Sennereigeräten. „Die Alp ist noch genau so erhalten, wie sie einst bewohnt war. Man könnte bereits morgen wieder einziehen und mit dem Käsen beginnen, wollte man das traditionelle Handwerk wieder aufleben lassen“, wird Erwin Schwarzmann, ein waschechter Schröckener, der auch durch das Museum führt, auf der Homepage zitiert. Von hier aus bietet sich auch einen schöner Blick zu Mohnenfluh und zur Braunalmspitze.

Die einfachste Wanderung und ein Must-do, wenn man sich hier aufhält, ist natürlich, wenn man mit dem Bus zum Kalbelesee fährt und von dort in einer dreiviertel Stunde zum Körbersee hinaufgeht. Von dort aus wandert man zur Batzenalpe und danach hinab nach Schröcken. Das sind 6 Kilometer mit rund 100 Höhenmetern, also die perfekte Einstiegstour, um die Gegend und ihre Bergwelt kennenzulernen.

Und was den schönsten Platz Österreichs anbelangt: 2017 wurde der malerisch gelegene und von Bergen des Lechquellengebirges umrahmte Körbersee im Rahmen der ORF-Fernsehsendung „9 Plätze, 9 Schätze“ vom Publikum zum schönsten Platz Österreichs gekürt. Das ist nun zwar schon eine Weile her, aber wie man an den Bildern sieht, hat sich daran nichts geändert.

Sind das rote die berühmten Alpenrosen?

Eine weitere Wanderung, die sich ebenso aufdrängte, war eine Fahrt vom benachbarten Warth aus mit Steffis Almbahn bis zum Fuß des Warther Horns. Dessen Besteigung ist „für Geübte“ angekündigt, und es geht auch recht streng und teilweise ausgesetzt hinauf. Am Schluss gibt es eine kurze Seilsicherung. Aber die Aussicht lohnt die Mühen: die Berge vom Bregenzerwald, vom Allgäu und die Lechtaler, die des Lechquellengebirges, des Arlbergs und des Verwall, alles liegt einem bei guter Sicht zu Füßen.

Einfacher ist es dann, den Rückweg zu Fuß zu unternehmen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit Einkehrgelegenheit oder mit Bergseelein, immer aber mit herrlicher Aussicht: Gegenüber liegen drei mächtige Bergstöcke, alle mit gutem Namen: links der Große Widderstein, bei dem die Spaltung des Gipfels ja bevorsteht, das Geißhorn und ganz rechts über Warth der Biberkopf. Darüber hinaus spicken im Hintergrund weitere Bergketten mit unzählbaren Gipfeln heraus. Was auch beeindruckend war, zumindest zur Zeit unseres Besuchs im Frühsommer, ist die blühende Pracht in den Wiesen. Bereits bei der Auffahrt leuchteten in tiefem violett Knabenkräuter heraus, ansonsten findet man fast alles, was in der alpinen Blumenwelt Rang und Namen hat. Von Alpenrosen über Enziane, Anemonen, Glockenblumen, Teufelskralle, Flockenblume, Küchenschelle und Wiesenpipau bis zum Weißen Germer, Distel und dem wohlriechenden Thymian. Passieren kann es einem dann auch wie mir, dass man beim Fotografieren von hinten angesprochen wird: „Hallo Sie, das rote, sind das die berühmten Alpenrosen?“. Ja, richtig geraten, sie waren es …

Berghaus Schröcken: Wo Familien zusammenwachsen

Unsere Unterkunft, das fein-rustikale und mit viel herrlichem Holz erbaute Berghaus Schröcken hat sich nicht nur gestandenen Bergfexen verschrieben. Sondern auch Familien. Jung und Alt kommen hier auf ihre Kosten.

Schule, Arbeit, Hobbys, Termine: Der Alltag hält Familien auf Trab. Im Berghaus Schröcken ist das anders. Hier geht es nicht um To-do-Listen, sondern um das, was Familien wirklich verbindet: gemeinsam unterwegs sein, Neues entdecken, Herausforderungen meistern und am Abend Geschichten erzählen, die nur entstehen, wenn man etwas zusammen erlebt hat.

Der erste klettert voraus, die zweite feuert an, der dritte sucht schon den nächsten Griff. Am Ende stehen alle voller Stolz oben am Berg. Genau solche Momente machen einen Sommer im Berghaus Schröcken aus. Das Motto könnte kaum treffender sein: Familienurlaub ist das schönste Teambuilding.

Hinter der nächsten Kurve wartet ein Gipfel, über die Schlucht spannt sich ein Flying Fox, am Bergbach wird gegrillt und irgendwo zwischen Abenteuerpark, Bergsee und Geocaching-Tour entdeckt jede Familie ihre ganz persönlichen Lieblingsmomente.

Am Körbersee Boot fahren, beim Mini-Canyoning Wasserfälle und Felsrutschen erkunden oder den Murmele-Klettersteig meistern – hier entstehen die Momente, die Familien zusammenschweißen.

Mit den Outdoor Big 5 für Teens und der Junior-Version für jüngere Entdecker, geführten Wanderungen, E-Bike-Verleih und persönlichen Tourentipps findet jede Generation ihr ganz eigenes Abenteuer.

Gemeinsame Abenteuer machen den Sommer in Schröcken zum schönsten Teambuilding des Lebens

Genau darin liegt die Idee hinter dem Berghaus Schröcken. Nicht ein durchgetaktetes Ferienprogramm steht im Mittelpunkt, sondern die Freiheit, den Urlaub nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Gastgeberfamilie Schwarzmann hat einen Ort geschaffen, an dem Freiheit, Gemeinschaft und Naturerlebnis unkompliziert zusammenfinden.

Während die einen noch am Berg unterwegs sind, wird in der Berghaus-Werkstatt bereits gebastelt, gespielt und gelacht. Hier treffen sich kleine Abenteurer zu kreativen Projekten, sportlichen Challenges oder einfach, um neue Freunde kennenzulernen. Fußball, Volleyball oder Boccia sorgen für jede Menge Spaß.

Der betreute Kindertreff schenkt Kindern ihren eigenen Freiraum – und Eltern die Gewissheit, dass sie bestens aufgehoben sind. Ein weiterer Lieblingsplatz vieler Familien ist der Spielplatz mit Sand und Wasser. Direkt daneben lädt die Sonnenterrasse dazu ein, das Urlaubsgeschehen entspannt aus der ersten Reihe zu verfolgen – mit einem Kaffee in der Hand und dem guten Gefühl, dass die Kinder genau dort sind, wo sie sein möchten.

Mit der inkludierten Bregenzerwald Card wird die gesamte Region zur Urlaubsbühne: Bergbahnen und Linienbusse können kostenlos genutzt werden, ebenso die Freibäder der Region.

Nach einem Tag voller gemeinsamer Erlebnisse wartet im Berghaus die entspannte Seite des Familienurlaubs. Während die Kinder noch von den Abenteuern des Tages schwärmen, genießen die Eltern den beheizten Outdoorpool, Sauna oder Dampfbad. Die großzügigen Appartements mit eigener Küche und überdachtem Balkon bieten den passenden Rahmen für das, was im Mittelpunkt dieses Urlaubs steht: wertvolle Familienmomente.

Am Ende bleiben nicht nur Fotos auf dem Handy, sondern Erinnerungen, die Familien noch lange begleiten: der erste gemeinsam erreichte Gipfel, die Mutprobe am Klettersteig, das Lachen am Bergbach oder die neuen Freunde aus der Berghaus-Werkstatt. Das Berghaus Schröcken macht aus Urlaub gemeinsame Geschichten – und aus Familien ein Team.

Dieter Buck

Info:

www.warth-schroecken.at

Unterkunft:

Berghaus Schröcken

www.berghaus-schroecken.at

Eine herrlich stilvolle Holzunterkunft mit leckerem Essen und eigenem Bergführer

Empfohlene Wanderkarte und Literatur:

Brigitte Schäfer: Bregenzerwald und Großes Walsertal. Kompass Wanderführer 5601 mit beigelegter Karte 1:40 000 und App

Dieter Buck: Erlebnis wandern. Vorarlberg. Mit Kindern unterwegs. Tyrolia Verlag

Mark Zahel: Alp- und Hüttenwanderungen Vorarlberg. Rother Wanderbuch

Mit diesen Filmen bekommst du einen ersten Eindruck der Wanderwelt um Warth-Schröcken

https://www.youtube.com/shorts/A1sD_sBEnd8

https://www.youtube.com/watch?v=IgSPl3Y0rmM

https://www.youtube.com/watch?v=IgSPl3Y0rmM

https://www.youtube.com/watch?v=S42xNNgPXg0

https://www.youtube.com/watch?v=XG-oz9bveKo

https://www.youtube.com/watch?v=jxoVOV4YgzQ

https://www.youtube.com/shorts/Fue1XFUTP0s

Im Gespräch mit Prof. Dr. Reinhard Haller

Der gebürtige Bregenzerwälder und wohl berühmteste Psychiater Österreichs ist fasziniert von der psychischen Heilkraft des Wanderns.

https://www.bregenzerwald.at/podcast/schritt-fuer-schritt-die-heilende-kraft-des-wanderns/?utm_campaign=Newsletter+Mai+-+Fr%C3%BChling%2FFr%C3%BChsommer&utm_source=enewsletter&utm_medium=email&bpid=2407455734&nlid=3172622929&mid=100759328&chk=xDxZeZOWOJ

Dieter Buck

Besuchen Sie mich auch unter www.dieterbuck.de, auf facebook und in Instagram unter dieter_buck_wanderautor.

Onlinemagazine von mir sind:

Artikel über Reisen und was schön daran ist: http://reisen-und-urlaub.blogspot.com, Artikel über die Welt der Alpen: http://alpen-blog.blogspot.com, Besprechungen von Reise- und Wanderliteratur: http://reisebuecherwanderfuehrer.blogspot.com, Artikel über Baden-Württemberg: http://baden-wuerttemberg-blog.blogspot.com, Artikel über Stuttgart: http://der-stuttgart-blog.blogspot.com, Artikel und vor allem schwarzweiß-Fotos von und über Stuttgart für Minimalisten unter den Freunden der Fotografie: http://stuttgart-schwarz-weiss.blogspot.com.

Jetzt auch in der Version für Mobiltelefone!

Freitag, 26. Juni 2026

Oberbayern: Wanderparadies Berchtesgaden

 Unbezahlte Werbung

Im Banne des Watzmanns

Wandertage um Berchtesgaden

 

Die zweizeilige Überschrift zeigt eigentlich schon die ganze Vielfalt der alpinen Welt Berchtesgadens: Der Watzmann ist gestandenen Bergsteigern und Kletterern vorbehalten; wer sich aber nicht zu dieser Kategorie zählt, ist in diesem gottgesgneten Landstrich auch bestens aufgehoben.

Der formschöne Berg ist mit seinen 2713 Metern Höhe zwar nur der zweithöchste Berg Deutschlands, aber die 249 Meter höher Zugspitze besitzt bekanntlich einen Doppelgipfel, der in Österreich liegt und auch von dort erschlossen wird, sodass der Watzmann zumindest der höchste deutsche Berg ist. Dass er dazuhin noch einer unserer schönsten ist, wird jeder bestätigen können, der den Berg – mit seiner sagenumwobenen  Beschreibung von Watzmann, Watzmannfrau und Watzmannkindern – einmal von Angesicht zu Angesicht gesehen hat.

Aber das sind statistische Peanuts. Viel schöner ist es, was man um dieses formschöne Bergmassiv alles erleben und unternehmen kann. Wir haben diese Umgebung in ein paar Wandertagen wieder mal erschlossen. Dabei haben wir die bekanntesten touristischen Highlights wie eine Schifffahrt auf dem Königsee mit seinem berühmten Echo oder einen Besuch im Salzbergwerk tunlichst umgangen und uns lieber in der herrlichen Natur aufgehalten.

Die berühmt-berüchtigte Watzmann-Ostwand stand allerdings auch nicht auf unserer Agenda, denn wir haben es uns in unseren Berchtesgadener Tage eher gemütlich eingerichtet. Den Watzmann bewunderten wir nur von der Ferne, bestiegen aber trotzdem mit der Kneifelspitze einen kleinen, aber sehr feinen und aussichtsreichen Gipfel. Dazu lockte uns der Berchtesgadener Talweg, der im Nationalpark Berchtesgaden herrliche Erlebnisse bietet.

Fast zwischen Elfen und Zwergen im Bergsturz – Zauberwald und Hintersee

Wer in Berchtesgaden ist, darf auf keinen Fall den berühmten Zauberwald am Hintersee verpassen. Uns lockte das urige Waldgebiet zwischen dem stillen See und der rauschenden Ramsauer Ache für eine erste Eingewöhnungstour; ein guter Ausgangspunkt dazu ist Parkplatz 1.

Wohl kaum eine für Jung und Alt derart leicht begehende Naturschönheit kann es mit beidem aufnehmen, und, hat man Kinder dabei, kann man sie leicht von der Existenz zauberhafter Wesen in dieser herrlichen Natur überzeugen. Wir ließen sie uns auch nicht entgehen, mit ein bis zwei Stunden, je nachdem was man für eine Variante, mit oder ohne Einbeziehung des Hintersees, man wählt, ist sie auch eine schöne Erweiterung, wenn nicht gar das Highlight, eines vielleicht nicht voll ausgeschöpften Wandertages.

Der Zauberwald ist eine von drei Naturschönheiten im Berchtesgadener Land, die zusammen mit der Eiskapelle am Königssee und der Steinere Agnes im Lattengebirge vom Bayerischen Landesamt für Umwelt mit dem Gütesiegel „Bayerns 100 schönste Geotope“ ausgezeichnet wurden. Glasklares und smaragdgrünes Wasser, dunkle, geheimnisvolle Wälder, wild übereinander gestürzte Felsen, überwuchert von dickem Moos und bewachsen von einem urwüchsigen Bergwald mit bizarren Bäumen, sind die verlockenden Stichworte dieser Gegend. 

Entstanden ist das Gebiet vor Jahrtausenden durch einen dramatischen Felssturz – damals brachen im Hochkaltermassiv zwischen Schärtenspitze und Steinberg rund 15 Millionen Kubikmeter Gestein los und stürzten mehr als 1000 Meter zu Tal. 

Dort türmten sie sich als Felsblöcke übereinander und stauten die Ramsauer Ache zum Hintersee auf. Das von ihm abfließende Wasser schliff sich danach durch die Gesteinsbrocken in den Untergrund und erschuf so den Zauberwald. Übrig von der Naturkatastrophe blieb ein wildromantisches Ideal einer Landschaft mit riesigen Felsbrocken, rauschendem Wasser und Wasserfällen. 

Wo viel Schönheit, da viel Kunst: Der Hintersee, heute ein Motiv von Fotografen, lockte als Traumbild der Alpenromantik schon früh die Maler. So bekannte Landschaftsmaler der Romantik des 19. Jahrhunderts wie Carl Rottmann, Ferdinand Waldmüller, Friedrich Gauermann und Wilhelm Busch wurden von dieser Landschaft wie magisch angezogen und haben sich hier ihre Motive gesucht. Ein beschilderter Themenwanderweg rund um den See erinnert daran.

Empfohlen wird ein Besuch am See am frühen Morgen, wenn er durch den Bodennebel über dem Wasser besonders romantisch wirkt und sich der Hochkalter, der zweithöchste Berg des Nationalparks Berchtesgaden und das Blaueiskar mit dem Blaueisgletscher im See spiegeln. 

Fast eine Mondlandschaft: das Wimbachgries

Einen weiteren Tag widmeten wir dem außergewöhnlichen, zwölf Kilometer langen Wimbachtal, das mittlere der drei Haupttäler des Nationalparks. Es kann grob in zwei Teile eingeteilt werden: Zuerst durchwandert man nach einem Entree zwischen Almwiesen mit überreicher Orchideenblüte die wilde Wimbachklamm


Sie ist tief in die fast senkrechten Felswände eingeschnitten, und der Bach tobt und rauscht recht mächtig und laut dazwischen ins Tal. Als einfache Tour folgt man dem Weg, später durch das Wimbachgries, bis zum Wimbachschloss. Hier kann man bei bester lokaler Küche einkehren – z.B. stammt das Fleisch als eigener Jagd. 

Als fachkundige Begleitung hatten wir Sebastian Grassl dabei, seines Zeichens Ranger im Nationalpark Berchtesgaden und dadurch Auskunftsquelle ersten Ranges. Was wir auch fleißig ausnutzten. Wer solche Begleiter hat braucht kein Buch mehr! Sebi wusste alles. Zum Beispiel wie das Wimbachkees entstand. Kein Bergsturz, keine natürliche Verwitterung des Gesteins, sondern anstelle des heutigen Talgrundes befand sich zwischen Watzmann und Hochkalter sowie Blaueisspitze einst ein hoher Berg. Dieser bildete unten ein riesiges Gewölbe, das schließlich vor rund einer Million Jahre einstürzte. Und seither liegt der Schutt des Berges mit einer Mächtigkeit von bis zu 300 Metern im Tal. Auch heute noch ist das Gries, wie die Masse aus kleinerem und blendend weißem Dolomitgestein genannt wird, in Bewegung, zum Beispiel bei starken Niederschlägen. Dadurch entstehen laufend neue Abflussrinnen und die Landschaft ist in ständigem Wandel.

Aber Wissen hin, Wissen her: Beeindruckend war bei dieser Tour zuerst einmal die wilde Klamm, die der Bach sich geschaffen hat. Hier bildet er Wasserfälle und Kaskaden, strömt und stürzt um und über riesigen Felsbrocken und entwickelt ein Getöse, dass man oft sein eigenes Wort nicht versteht. Totholz liegt im Wasser, Baumstämme ebenfalls.

Der Höhepunkt war am Schluss unserer Tour das beschriebene Wimbachgries, eine recht lebensfeindlich wirkende Steinwüste, blendend weiß, und nur von dafür geeigneten Pionierpflanzen besiedelt. Grausig und schön gleichermaßen, auf jeden Fall aber beeindruckend. 

Wer noch weiter gehen will, kann bis zum Wimbachschloss wandern oder sogar bis zur Wimbachhütte aufsteigen. Das wäre dann mit dem Rückweg aber schon eine Tour für unermüdliche Bergfreude.

Gipfelerlebnis, leicht gemacht: auf die Kneifelspitze

© Bergerlebnis Berchtesgaden

Watzmann-Ostwand hin, einheimische Kletterer wie die Huberbuam her, man kann auch auf einfachere Art und Weise einen herrlichen Bergtag erleben. Sogar mit grandioser Aussicht und einem Gipfelerlebnis. Hierzu bietet sich die Kneifelspitze an. Wir nahmen sie ab Maria Gern zu unserem Ziel. Mit einer interessanten Abwechslung von mäßig steil bis richtig steil, von Wald und Wiesenlandschaft, bewältigt man dabei die 400 Höhenmeter dieser 2 ½-Stunden-Tour. Schon von unterwegs bot sich uns immer wieder eine prächtige Aussicht, Watzmann satt sozusagen. Hat man die Landschaft ringsherum auf dem Gipfel so richtig eingesogen, geht es wieder hinab. Dieses Mal umgekehrt, zuerst etwas steiler, dann gemäßigter. Ein kleiner Abstecher zur Marxenhöhe, auch Saurüssel genannt, bot neue Landschaftsperspektiven. Berchtesgadener Land auf die Schnelle, sozusagen. Und schon hatte auch Otto Normalbergler sein Gipfelerlebnis!

Wer B sagt muss auch A sagen – durch das Klausbachtal zur Bindalm

Das bekannte Sprichwort mal anders herum, sprich: Wer Berge sagt, muss auch Almen sagen. Überall in den Bergen, egal wie die Almen in der jeweiligen Sprache oder Dialekt auch benannt werden, gibt es sie. Im Berchtesgadener Land gibt, je nach Zählung, mindestens 30 bis 40 bewirtschaftete Almen und Berghütten, wovon viele der traditionellen Kaser im Nationalpark Berchtesgaden liegen. Als eine der schönsten, habe ich gelesen, gilt die Bindalm. Hier und sogar in ganz Bayern. 

 


Sie liegt im idyllischen Klausbachtal, einem der Haupttäler des Nationalparks, hinter Ramsau und dem Hintersee, kurz vor dem historischen Salzsäumerpass Hirschbichl und dem gleichnamigen Gasthaus an der deutsch-österreichischen Grenze. Das Tal ist auch als Tal der Adler bekannt. Diese riesigen Greifvögel nutzen die Aufwinde an den steilen Felswänden der Reiteralm aus.

Insgesamt befinden sich vier Kaser, also Almhütten, auf der Bindalm, wovon zwei bewirtschaftet sind und selbstgemachte Produkte wie Butter und Käse sowie Getränke anbieten. Das Jungvieh weidet im Sommer als Hochweide auf der Mittereisalm. Wer traditionelle Speisen mag: Hier wir noch der traditionelle Schüsslkas hergestellt, eine Spezialität, die es nur im südlichen Berchtesgadener Land gibt.

Astrid Süssmuth schreibt in ihrem neuen Almführer „111 Almen und Hütten in Oberbayern, die man gesehen haben muss“ mit einfühlenden Worten dazu „Weit oben im Klausbachtal schmiegt sich die Bindalm inmitten einer offenen Buckelwiesenlandschaft an die Westflanke der Hocheisspitze, auf der anderen Seite des Talgrunds ragen die Steilwände der Mühlsturzhörner weit in den Himmel hinauf. Das Almdörfchen mit seinen vier hölzernen Kasern und dem weithin sichtbaren Almkreuz wirkt inmitten dieser beeindruckenden Szenerie wie einem Lehrbuch für die perfekte Almgestaltung entsprungen.“

Eine Besonderheit ist auch der nicht bewirtschaftete Schied-Kaser, ein Rundumkaser aus dem 18. Jahrhundert und trotz seiner architektonischen Einfachheit ein Baudenkmal ersten Ranges. Diese historische Bauform war vor hunderten Jahren üblich, wird heute aber nicht mehr in dieser Form genutzt. Er stand einst auf der mittlerweile verfallenen Feldalm am Funtensees und wurde dort bis 1960 verwendet. 1981 wurde er auf Initiative des Nationalparks abgebaut, in Stücken mit dem Hubschrauber abtransportiert und hier wieder aufgebaut. Wer Muse hat, kann an den alten Holzhäusern der Bindalm nach den Abwehrhänden suchen, die die Senner, um sich vor Unheil zu schützen, in die Balken geschnitzt haben. 

Und dass es auf der Alm durchaus herzhaft zuging, kann man aus den Worten einer Sennerin entnehmen, die anscheinend einem Politiker auf Besuch gesagt haben soll „Wann Sie in so oaner uralten zugigen Bude oan Sommer lang hausen muaßet’n , na tat’n Sie an Rheuma kriegn, daß’s Eahne pensionieren laß’n kunnt’n“. So ist es jedenfalls zu lesen.

Die Strecke durch das rund sieben Kilometer lange Klausbachtal bis hinauf zum Hirschbichlpass ist bestens mit dem Almbus erschlossen. Der Name des Tals kommt von einer Klause, die sich im 19. Jahrhundert am Hirschbichl befand und in der das Wasser zur Trift der Holzstämme aufgestaut wurde.

Da es ständig bergauf geht können Bergfreunde, die nicht unbedingt mehrere hundert Meter aufsteigen wollen, mit Bus hinauffahren und zurück wandern. Zwischen dem Pass und der ersten Haltestelle am Hintersee liegen zahlreiche Haltestellen, sodass man seine Tour wunderbar nach seinen eigenen Wünschen und Fähigkeiten variieren kann. Der Weg selbst ist praktisch nicht zu verfehlen. 

Noch im Tal liegt das Klausbachhaus, eine Informationsstelle des Nationalparks Berchtesgaden in einem alten, wunderschönen Bauernhaus. Unterwegs kann man der Engert-Holzstube mit einer kleinen Ausstellung des Nationalparks einen Besuch abstatten. Das Highlight unterwegs ist aber sicherlich die 2010 erbaute, 55 Meter lange und elf Meter hohe Hängebrücke.  

Sie ersetzte nach einem Bergsturz 1999, als der komplette Gipfelaufbau des Kleinen Mühlsturzhorns mit 250 000 cbm abstürzte und Straßen, Wege und Brücken unter sich begrub, das alte Holzbrücklein, das ohnehin fast alljährlich nach Hochwasser, Lawinen oder kleineren Felsstürzen neu erbaut werden musste. Die neue Hängebrücke ist zwar nicht so grandios wie manche andere ihrer Art, aber nicht schwindelfreie Wandernde haben durch ihr Schwingen sicher auch ihre Probleme. 

Auf diesem Weg führte jahrhundertelang eine wichtige Handelsroute für Salz, das einst „weiße Gold“, das Säumer nach Österreich brachten. Heute hört man allerdings kein Pferdegetrappel, sondern ein Hämmern. Das stammt allerdings nicht von fleißigen Handwerkern, sondern von den sechs verschiedenen Spechtarten, die hier ihre Höhlen bauen. An der Nationalpark-Infostelle Engert, ein ehemaliger Unterstand für Waldarbeiter, hat man ungefähr die Hälfte der Strecke geschafft. Heute findet man hier eine kleine Ausstellung über den Nationalpark.

Wir haben aber die bequemere Variante gewählt, in dem wir vom Hintersee aus mit dem Almbus zuerst bis zum Pass hinauf gefahren und dann gemütlich bergab zurück gewandert sind. Ein Genuss ohnegleichen. Und wer zwischendurch müde wird steigt wie beschrieben an einer der Haltestellen unterwegs in den Bus ein.

Eine Randnotiz noch zu unserem Tag im Klausbachtal: Genau an diesem Tag wurden die zwei jungen Bartgeier „Alosa“ und „Zierli“ ausgewildert. Dazu hatte sich in Person des Umweltministers sogar hoher Besuch angesagt. Mein Führer durch das Wimbachtal, Sebastian, hatte das „Vergnügen“, einen der Vögel hochtragen zu dürfen. An dem wohl heißesten Tag dieser Woche sicher keine Sache, um die man ihn beneidet würde.

Coolcation in Berchtesgaden

Coolcation, wieder ein neuer Begriff. In Zeiten des Klimawandels sogar ein notwendiger, den man immer wieder und immer häufiger zu lesen bekommt. Gemeint sind damit Destinationen, in denen Abkühlen möglich ist. 

Bei unserem Aufenthalt in Berchtesgaden war das auch notwendig, denn wir waren in einer Periode sehr heißer Sonnentage dort – so heiß, dass sogar das Handy als Navigationsgerät seinen Dienst verweigerte. Coolcation in Berchtesgaden also. Hier laden zum Beispiel die erfrischenden Seen, die Almbach- und die Wimbachklamm, Höhlen und das Salzbergwerk mit konstanten 12 Grad C zum Abkühlen ein. Oder eine Fahrt mit Bergbahn oder Auto auf die Höhe. Eine Abkühlung auf den Gefrierpunkt sogar verspricht die Schellenberger Eishöhle, die größte erschlossene Eishöhle Deutschlands.

Nationalpark Berchtesgaden

Der 208 km² große Nationalpark Berchtesgaden der einzige deutsche Nationalpark in den Alpen. Er wurde 1978 gegründet und ist Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Berchtesgadener Land. In ihm liegen unter anderem der Watzmann, der Blaueis-Gletscher und ein Großteil des Königsees.

Seine Vorgeschichte geht bis Anfang des 20. Jahrhunderts zurück, Schließlich wurde aber, um eine Seilbahn auf den Watzmann zu verhindern, am 1. August 1978 durch den Freistaat Bayern der „Nationalpark Berchtesgaden“ verordnet – eine Geschichte, die Parallelen zur Entstehung unseres Naturparks Schönbuch aufweist.

Der höchste Berg ist der Watzmann, das zentrale Bergmassiv der Berchtesgadener Alpen. Eine Besonderheit ist das Wimbachgries. Zehn Kilometer dieses Tal sind mit einer bis zu 300 Meter dicken Schuttablagerung gefüllt. 

Außer dem Informations- und Besucherzentrum, dem Nationalparkzentrum „Haus der Berge“, gibt es verstreut noch weitere Informationseinrichtungen für Besucher, und das denkmalgeschützte Wimbachschloss, ein ehemaliges Jagdhaus der Fürstpröpste von Berchtesgaden und später des bayerischen Königshauses ist als Berggaststätte verpachtet (und bietet, nebenbei gesagt, eine wunderbare Küche mit heimischer Kost). 

Betreten werden darf das Gebiet auf einem Netz von Wegen und Steigen jeglicher Schwierigkeitsgrade (ab barrierefrei!) von rund 260 Kilometern.

Info: www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de

Gutes schlafen, gutes essen 

Abschließend bleibt zu sagen, dass ein Aufenthalt, an den man sich gerne erinnert, auch von der Unterkunft vor Ort abhängt. Wir haben im Alpenhotel Fischer (adults only!) übernachtet. Ein Haus, das sowohl was die Unterbringung und die Zimmer wie auch was das kulinarische Angebot anbelangt, nichts zu wünschen übrig ließ. 

 

Dieter Buck

Info:

Bergerlebnis Berchtesgaden  

83471 Berchtesgaden, Maximilianstraße 9

Telefon 08652 65650-555

info@berchtesgaden.de  

www.berchtesgaden.de  

Unterkunft:

Alpenhotel Fischer (adults only!)

www.alpenhotel-fischer.de 

ÖPNV:

Als Gast kann man die Busverbindungen zu den einzelnen Ausgangspunkten kostenlos nutzen.

Wanderkarte:

Berchtesgadener Land. Kompass 794

Literatur:

Walter Theil: Königsee. Nationalpark Berchtesgaden Watzmann, Kompass 5441 

Viele interessante Geschichten und herrliche Fotos findet man in dem kostenlosen, jährlich erscheinenden Magazin „Auszeit. Das Berchtesgaden Magazin“. Erhältlich bei www.berchtesgaden.de

Eine Sammlung zahlreicher Dokumentarfilme über Berchtesgaden und seine Bergwelt findet man hier:

www.filmregion-berchtesgaden.de

https://www.filmregion-berchtesgaden.de/realisierte-filmprojekte/dokumentationen/

Hier gibt es weitere Filme, um sich Lust auf Berchtesgaden und seine Bergwelt zu machen:

https://www.youtube.com/watch?v=rBbTE36qE5w

https://www.youtube.com/watch?v=6ahKMl8EpSI

https://www.youtube.com/watch?v=z8SA1lvDVNk&t=455s  

https://www.youtube.com/watch?v=86oRgprWxEQ

https://www.youtube.com/shorts/Q12D3aGmhcQ

https://www.youtube.com/watch?v=jGo_vbhjp08&t=192s  

Dieter Buck

Besuchen Sie mich auch unter www.dieterbuck.de, auf facebook und in Instagram unter dieter_buck_wanderautor.

Onlinemagazine von mir sind:

Artikel über Reisen und was schön daran ist: http://reisen-und-urlaub.blogspot.com, Artikel über die Welt der Alpen: http://alpen-blog.blogspot.com, Besprechungen von Reise- und Wanderliteratur: http://reisebuecherwanderfuehrer.blogspot.com, Artikel über Baden-Württemberg: http://baden-wuerttemberg-blog.blogspot.com, Artikel über Stuttgart: http://der-stuttgart-blog.blogspot.com, Artikel und vor allem schwarzweiß-Fotos von und über Stuttgart für Minimalisten unter den Freunden der Fotografie: http://stuttgart-schwarz-weiss.blogspot.com.

Jetzt auch in der Version für Mobiltelefone!