Freitag, 28. Juni 2024

Salzburger Seenland: Bio-Urlaub im Biodorf Seeham

unbezahlte Werbung

Seeham ist Bio-„Hauptstadt“ der EU

Kommission zeichnet Seeham als „Best organic city“ aus

 

Die EU verleiht heuer erstmals Auszeichnungen für Betriebe, Regionen, Städte und Gemeinden, die sich in der biologischen Wertschöpfungskette engagieren. Als „Best organic city“ wurde die Gemeinde Seeham ausgezeichnet.

Die EU-Organic-Awards werden in sieben Kategorien verliehen. Mit dem Aktionsplan zur Förderung der ökologischen und biologischen Lebensmittelkette will die EU erreichen, dass ein Viertel der landwirtschaftlichen Fläche der EU bis 2030 ökologisch bewirtschaftet wird.

Damit verbunden sind eine deutliche Senkung beim Einsatz von chemischen Düngemitteln, Pestiziden und antimikrobiellen Mitteln und positive Effekte auf Klima, Umwelt, die biologische Vielfalt und das Tierwohl.

 Foto: SalzburgerSeenland TrumerSeen  (C) Hans Ziller

„Auf Anhieb ganz oben.“

Die Freude über die hohe EU-Auszeichnung ist in Salzburg groß. „Seeham hat auf Anhieb den ersten Platz auf der Siegertreppe errungen. Eine tolle Auszeichnung für die Gemeinde, die sich nun mit Fug und Recht ‚Bio-Hauptstadt der EU‘ nennen darf“, gratuliert Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

„Ein ganzes Dorf ist bio.“

„Diese hohe Anerkennung durch die EU steht stellvertretend für das ganze Bio-Land Salzburg. Jeder zweite Landwirtschaftsbetrieb bewirtschaftet seine Flächen biologisch und schon damit die Umwelt. Und das schon seit Jahren. Seeham hat sich beim Bio-Thema an der Spitze positioniert. Ein ganzes Dorf steht hinter dieser Idee. Das hat jetzt die gebührende Anerkennung gefunden“, so Landesrat Josef Schwaiger.

Dorfgemeinschaft beim Brechelbad

„Schon lange auf dem Pfad der Nachhaltigkeit.“

Seehams Bürgermeister Peter Altendorfer erhielt die Auszeichnung heute in Brüssel aus den Händen von EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski. „Schon lange verfolgen wir in der Gemeinde sehr stark die Themen ‚Bio‘ und ‚Nachhaltigkeit‘. Die Auszeichnung durch die EU ist nach dem österreichischen Klimaschutzpreis und dem Bio-Award eine weitere tolle Anerkennung für unsere Bemühungen“, so Bürgermeister Altendorfer.

Schon kommende Woche, am 30. September, folgt der nächste Schritt. Dann öffnet in Seeham der BioArtCampus seine Tore. Auf 3.000 Quadratmetern lassen 27 Unternehmen Besucherinnen und Besucher „bio“ mit allen Sinnen erleben.

Foto: (c) Biodorf Seeham Kolarik Klein

 „Mutmacher für die Zukunft.“

EU-Kommissar Wojciechowski hob die Bemühungen der ausgezeichneten Bio-Pioniere hervor: „Das sind unglaublich engagierte Menschen, Organisationen und Institutionen. Sie setzten sich für biologische Erzeugung schon ein, lange bevor sie zum Trend wurde und oft unter schwierigen Bedingungen. Das macht Mut für die künftige Entwicklung beim Bio-Landbau und für die Vorteile für unsere Bauern, Landgemeinden und die gesamte Gesellschaft”, so der Kommissar.

"Biodorf" Seeham

Das Biodorf Seeham umfasst 33 Höfe, Lokalversorger, Produzenten und eine Käserei und zeichnet sich besonders dadurch aus, dass in Kindergärten und Schulen zu 100 Prozent biologisch gekocht wird. Der örtliche Bioladen ermöglicht allen Einwohnern, regional und saisonal einzukaufen. Die Zusammenarbeit mit der örtlichen touristischen Infrastruktur gewährleistet den Bio-Aspekt in Gastronomie und Hotellerie.

Das neue Leuchtturm-Projekt „BioArt Campus“ macht Bio zum echten Erlebnis

Die Entwicklung von Seeham ist eng mit Menschen verknüpft, die sich durch erstaunlichen Pioniergeist, Mut und Innovationsfreude auszeichnen. Der Seehamer Robert Rosenstatter ist einer dieser Visionäre: Ihm verdankt Seeham, aber auch die gesamte Bio-Branche ein Leuchtturm-Projekt, das einzigartig nicht nur für das SalzburgerLand ist, sondern weit über die nationalen und internationalen Grenzen hinausweist.

 Foto: (c) BioArtCampusSeeham 

Mit der Eröffnung des BioArt Campus im Sommer 2022 wird das seit Jahrzehnten gelebte Bio-Engagement und der „Wir-Gedanke“ aller involvierten Menschen und Visionäre aus der gesamten Region für Gäste erlebbar: Hier werden Kräfte gebündelt und die Arbeit vieler Jahrzehnte im Bio-Besucherzentrum in einzigartiger Weise dargestellt.

Foto: TinaTagwercher (c)T ourismusverband Seeham

Sinnliches und kulinarisches Herzstück ist der große Bio-Markt, wo sich Bio-Produzenten aus der Region präsentieren, und das neue entzückende Bio-Café mit einem herausragenden saisonalen und regionalem Bio-Angebot.

Österreichs erstes Bio-Dorf, ausgezeichnet mit dem Österreichischen Klimaschutzpreis 2015

Bio bedeutet für uns Seehamer, den Wert des Lebens zu schätzen. Und zwar in seiner Einzigartigkeit genauso wie in seiner Vielfalt. Den biologischen und nachhaltigen Grundgedanken setzen wir in allen Bereichen unseres Lebens – in Schule, Kultur, Wirtschaft, Tourismus und Landwirtschaft – engagiert um. 

Unsere Ressourcen wie das klare Wasser, die Luft und den fruchtbaren Boden zu schützen und zu erhalten, ist uns wichtig: Sie für uns, unsere Gäste, aber auch für nachfolgende Generationen zu erhalten, unser oberstes Ziel.

Ob auf einer Kräuterwanderung, beim Genuss des Salzburger Bio-Frühstücks, im Bio-Hotel, am Bio-Bauernhof, im örtlichen Bio-Supermarkt, beim Erlebnisausflug in den Teufelsgraben, am Blütenfest oder beim Seehamer Advent: Authentizität in unserem Tun und Achtsamkeit im Umgang miteinander liegen uns am Herzen. Genauso wie jeder einzelne Mensch, der uns ein kleines Stück unseres Weg begleitet.

„bios“ bedeutet Leben

Und darauf setzt Seeham im Salzburger Seenland. Vor 15 Jahren arbeitete der Tourismusverband gemeinsam mit Seehamer Bürgerinnen und Bürgern ein erstes Konzept aus, in dem es darum ging, als Modellgemeinde das Thema Bio auf nachhaltige, ökologische und ökonomische Weise sinnvoll umzusetzen. Ein wesentlicher Schwerpunkt war dabei die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung.

Mittlerweile tragen diese Bestrebungen Früchte: Mitte des Jahres 2011 wurde das neue Leitbild der Gemeinde ausgearbeitet und es war geschafft, worauf man ein halbes Jahrzehnt hingearbeitet hat: Österreichs erstes Biodorf zu sein.

Inmitten der Bio-Heu-Region, in der man bereits vor zwanzig Jahren damit begonnen hat, das Interesse an regionalen Bioprodukten bei Einheimischen und Urlaubern zu fördern.

Seeham gewinnt den Öst. Klimaschutzpreis 2015 in der Kategorie „Gemeinden und Regionen“

Projektname: Seeham auf dem Weg zum zertifizierten Biodorf.

Kurzbeschreibung: Die Salzburger Gemeinde Seeham hat sich einer ganzheitlichen nachhaltigen Entwicklung verschrieben. Mit einem 80%igen Biobauernanteil, einem Bio-Hotel, zahlreichen Urlaub am Bio-Bauernhof Anbietern, einer Bio-Getreidemühle, einem Bio-Laden, einer Bio-Käserei und vielen anderen Betrieben mit Bio-Bezügen ist die Ausrichtung zu einem Biodorf gelungen. Auch im Kindergarten und in der Volksschule werden die Kinder zu 100% mit biologischen Produkten verköstigt. Die Nutzung regionaler erneuerbarer Energie etwa durch ein Biomasseheizwerk oder die Warmwassersolaranlage im Bad tragen ebenso zum Klimaschutz bei wie Schnuppertickets für den öffentlichen Verkehr und die gemeindeeigenen Elektrofahrräder. Die jährlichen Seehamer Biotage unter dem Motto „Bewusst leben und genießen“ verbreiten auch unter Gästen die Ideen von sanftem Tourismus, Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft und Nutzung von Alternativenergien.

Biodorf Seeham – wo Sinne wandern und Werte wachsen…

Das Leben in seiner Fülle zu würdigen und zu schätzen, bedeutet auch, das Tun, das Können und das Wissen der hier lebenden Menschen erlebbar zu machen: Denn nur, was weitergetragen wird, hat auch Bestand. Und eine starke Gemeinschaft schafft auch starke Individuen. Daher sind Teilnahme und Teilhabe ganz wichtige Bestandteile der Bio-Philosophie in Seeham. 

Foto: BioParadies_SalzburgerLand_Schiessentobl

Dazu zählen unter anderem Handwerker und Künstlerinnen, die das Erbe ihrer Vorfahren hochhalten oder Neues schaffen und ihre Werkstatt- und Ateliertüren öffnen. Kräuterpädagoginnen, die die Wirksamkeit der heimischen Pflanzen kennen und Naturliebhaber in ihre Gärten einladen oder sich mit ihnen auf Wanderung begeben.

Internationale Musiker, Schauspieler, Autoren oder Kabarettisten, die den See oder das alte Brechlbad zur Bühne werden lassen. Landwirte, die ihre Tiere und ihre Böden mit höchstem Respekt behandeln und pflegen und „Bio-Urlaub am Bauernhof“ anbieten.

Heimatverbundene Menschen, die alte Sagen erzählen, Bräuche hochhalten und

Veranstaltungen organisieren, damit interessierte Gäste am eigenen Gedankengut teilhaben können: Sie alle tragen zur hohen Lebensqualität in Seeham bei und bieten spannende und einzigartige Einblicke in ihr Werken und Wirken.

In Seeham gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um in diese ganz bewusste Lebensführung einzutauchen: Bei „IMMER WIEDER FREITAGS SEEHAM SEhEN“ können interessierte Besucher

Handwerkern über die Schulter schauen. Beim Öko-Kulturprogramm Teufelsgraben werden geführte Wanderungen durch die mystische Schlucht, aber auch Vorführungen in den Schaumühlen und Werkstätten angeboten. Facettenreiche Veranstaltungsreihen mit Kultur-, Sport- und Kulinarik-Events für die ganze Familie: Seebühne, Blütenfest, Märkte und Workshops, Kurse und Konzerte sowie Traditionsfeste im Rahmen des „Salzburger Bauernherbstes“ füllen den Veranstaltungskalender.

Biodorf Seeham – wo Sinne wandern und Werte wachsen…

… und der Seehamer Apfelsaft im Aroma des betörenden Duftes des frischen Bio-Heu´s der Seehamer Bauern Genießer erfrischt “DEM APFEL ZUM DANK“.

Foto: (C) Biodorf Seeham Apfelsaft HM

Hochwertiger APFELSAFT als Ergebnis gemeinschaftlicher SEEHAMER BIOKOMPETENZ! Die Überlegungen am Stammtisch des Dorfwirtes die prächtigen Streuobstwiesen Seehams zu erhalten, zu nutzen waren im wahrsten Sinne des Wortes fruchtbar: ein ganzes Dorf hat sich entschieden, gemeinsam einen hochwertigen BIOApfelsaft zu produzieren.

Für das Biodorf Seeham schließt sich mit diesem Projekt ein natürlicher Kreis sehr harmonisch: die durch den Bienenweg motivierten Honigproduzenten, welche für die emsige Bestäubung jährlich durch das Seehamer Blütenfest geehrt werden, finden die daraus hervorgehenden Früchte nun in einer kostbaren Veredelung. Die erstmalige Pressung brachte im letzten Jahr 2833 Liter hochwertigsten Fruchtsaft hervor, welchen es nun exklusiv in Seeham zum Genießen gibt. Speziell in der Gastronomie aber auch an ausgewählten Stellen wie dem Bioladen, dem Bäcker oder dem Büro des Tourismusverbandes... und natürlich anlässlich der Vielzahl attraktiver Veranstaltungen in der Seebühnengemeinde wird der Apfelsaft erhältlich sein.

Leben am See – von der Sommerfrische zum „Green Travelling“

Seeham ist ein kleines Dorf, blickt aber auf eine lange touristische Tradition zurück. Schon vor 150 Jahren kamen die ersten Städter auf Sommerfrische an den Obertrumer See. Das Wasser und die Idylle der Region übten eine magische Ausstrahlung aus. Das ist bis heute so geblieben: In Seeham und in der gesamten Region herrschen Ruhe und Beschaulichkeit vor.

Ob das ein Erlebnis ist? Ganz gewiss, wenn auch nicht im Sinne einer neumodernen Inszenierung. Wer in Seeham urlaubt, taucht in eine Lebensart ein, die selten geworden ist. Es gibt rund 450 Gästebetten auf gut 2 000 Einwohner: 150 Gästebetten finden sich in bäuerlichen Betrieben und damit nächtigen Urlauber bei genau den Menschen, die die wunderschöne Kulturlandschaft in und rund um Seeham so achtsam und generationentauglich bewirtschaften.

In Summe sind es zehn von insgesamt dreißig Unterkunftsbetrieben, die „Bio-Urlaub“ in Seeham anbieten, darunter das Hotel Schiessentobel von Familie Rosenstatter in

wunderschöner Alleinlage. Alle ziehen hier an einem Strang: Die Kinder werden in Kindergarten und Volksschule mit 100 % biologischen Produkten verköstigt, kleine Wirtschaftskreisläufe werden gefördert, das Wir-Gefühl gestärkt.

Wer in Seeham Ferien macht, wird innerhalb kürzester Zeit Teil eines großen Ganzen und merkt schnell, dass Bio weit mehr ist als ein Konsumverhalten. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, der alle Teile des Lebens umfasst.

Der Duft von Heu zieht übers Salzburger Seenland

Wussten Sie, dass man Bio-Landwirtschaft sehen, riechen und schmecken kann? Der Anteil der Bio-Landwirte in Seeham ist mit 80 Prozent einzigartig hoch. Im Vergleich dazu liegt der Bio-Anteil österreichweit bei 30 Prozent, im SalzburgerLand bei 60 Prozent.

Wer durch das Seenland radelt oder spaziert, wird die Wiesen der Heubauern sehen. Heu zu machen, braucht viel Erfahrung, Geduld und vor allem beständiges, heißes Sommerwetter. Es sind die allerschönsten Tage des Jahres in Seeham. Der Geruch von Heu verführt in längst vergangene Zeiten, in denen wir mit schmutzigen Füßen ins Bett gegangen und am nächsten Morgen ungekämmt und im Nachthemd zur besten Freundin gelaufen sind. So riecht der Sommerurlaub im Salzburger Seenland!

Die feinen und kostbaren Produkte, die aus der Bio-Heumilch entstehen – bester Bio-Heumilchkäse in vielen Variationen – finden sich auf den Frühstücktischen und in den Picknickkörben. Diese werden für Gäste – Radfahrer oder Familien – liebevoll mit feinen Bio-Produkten gepackt. Auf Vorbestellung stehen auch die Leih-E-Bikes vorm Tourismusbüro in Seeham parat.

Foto: Peter Huber (C) Bio-Heu-Region_Ralf Weichselbaumer

Bio-Heu-Region im Salzburger Seenland

Träger des Österreichischen Klimaschutzpreises 2012 in der Kategorie Landwirtschaft

Foto: Franz Keil (C) Bio-Heu-Region_Ralf Weichselbaumer
 
Der Duft des Sommers: Wer liebt es nicht, in der Wiese zu liegen und den Duft von frischem Heu einzuatmen! Ein selten gewordenes Vergnügen, denn die Heuwirtschaft ist äußerst kosten- und arbeitsintensiv. Die Bio-Heuregion im Salzburger Seenland, in der auch Seeham liegt, ist eines der letzten zusammenhängenden Gebiete Europas, in dem noch Heu „gemacht“ wird.

 

Europaweit werden nur mehr 0,2 Prozent der Milch „silofrei“ erzeugt. In der Bio-Heuregion wird das Vieh artgerecht aufzogen und gehalten und ausschließlich mit Gras und Heu von kräuterreichen Blumenwiesen gefüttert. 25 Millionen Liter Milch werden in der Bio-Heuregion Trumer Seenland hergestellt. Dass diese Milch und auch die daraus gemachten Produkte wie der Bio-Heu-Käse besonders geschmackvoll sind, versteht sich von selbst.

Österreichischer Klimaschutzpreis 2012

Bio-Heu-Region Trumer | Seenland Siegerprojekt 2012 Kategorie „Klimaschutz in der Landwirtschaft“. Projektname: Bio-Heu-Region Trumer Seenland. Eingereicht von: Verein Bio-Heu-Region Trumer Seenland | Bundesländer: Salzburg und Oberösterreich (bundesländerübergreifend).

Kurzbeschreibung: Die Bio-Heu-Region Trumer Seenland ist ein bundeslandübergreifendes Gemeinschaftsprojekt von 240 Biobäuerinnen und -bauern aus 27 Gemeinden im Trumer Seenland, im Salzburger Seenland, im Mattigtal und im Mondseeland.

Im Vordergrund der Aktivitäten stehen die Förderung der Biolandwirtschaft und die Erhaltung der traditionellen Methoden beim Heumachen. Für die teilnehmenden Biobetriebe ist nicht nur die gemeinsame Vermarktung ihrer Bioprodukte wichtig, sondern die engagierten Bäuerinnen und Bauern wollen ihren (Land-)Wirtschaftsraum auch aktiv mitgestalten und das Gebiet zu einer Bioregion weiterentwickeln.

Eine biologische Landwirtschaftsweise reduziert die CO2-Emissionen und biologisch bewirtschaftete Böden sind besser für mögliche Klimaveränderungen gerüstet. Bisherige Maßnahmen der Bio-Heu-Region Trumer Seenland sind eine Obstbaum-Pflanzaktion, Naturschutzberatungen und Vorträge bzw. Pressekonferenzen. Die Biobäuerinnen und -bauern vermitteln ihr Wissen als ObstbaumwärterInnen, BioimkerInnen, LandschaftsführerInnen, KräuterexpertInnen und NaturschutzpartnerInnen. In Planung sind Aktivitäten wie Pflanzentauschmärkte, Praxisseminare, Familienwanderungen, ein Fotowettbewerb, die Vermittlung von Stellflächen für BioimkerInnen und die Veranstaltung von Biotagen mit Weiterbildungsmöglichkeiten.

Erlebnisreich und einzigartig ist der Bienenerlebnisweg im Biodorf Seeham

Viele Insektenarten, speziell aber die Honig- und Wildbienen bewirken alle Jahre wieder ein Wunder in der Natur. Sie bestäuben einen großen Teil der Wild- und Kulturpflanzen und verhelfen ihnen so zu Blüte und Frucht. So sichern sie die biologische Vielfalt und sind für die Nahrungskette des Menschen und für das Ökosystem unverzichtbar.

„Die Medien sind derzeit voll von Berichten über das Bienensterben. In den wenigsten Fällen wird aber aufgezeigt, welche Lösungen es gibt, eine Verbesserung der Lebensbedingungen zu erreichen.

Mit wissenschaftlicher Unterstützung und Einbeziehung der Imker wurde ein erlebnisreicher und sehr informativer Rundweg im Biodorf Seeham gestaltet. Das Ziel ist, die Leistung der Wild- und Honigbienen und diese einzigartige Symbiose zwischen Pflanzen und Tiere, sowie den Schutz durch den Menschen darzustellen.

Der Erhalt der Bienen ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe geworden. Jeder kann einen Beitrag zu deren Schutz leisten. Sollen doch auch nachfolgende Generationen blühende Landschaften, eine artenreiche Tierwelt und lebenswerte Bedingungen vorfinden.“ meint Franz Mangelberger, Projektleiter und Initiator des Weges. Die Außengestaltung mi t zahlreichen bienenfreundlichen Blühflächen und Sträuchern und die vielen Infotafeln können von den BesucherInnen frei begangen und als Quelle der Inspiration genutzt werden. Es besteht auch die Möglichkeit die beeindruckende Ausstellung im Pavillon zu besuchen. Fotobeuten, Skulpturen und neueste Informationstechnologien bieten zusätzliches Wissen in vielfältiger Weise.

Beeindruckend ist aber auch der Blick in den Bienenstock mit Liveschau der fleißigen Honigbienen. Wie die Königin von den Arbeiterinnen umsorgt und die Stockbienen den Honig einbringen ist ein Erlebnis der besonderen Art. Das kann im Bienenhaus bewundert werden.

Die Bienen sind auch im Einsatz für die Gesundheit von Mensch und Tier. Wer sich noch über die Wirkung der Produkte der Honigbienen informieren möchte, kann sich auf dem Weg zum Bioladen Seeham zusätzliches Wissen über Apitherapie aneignen. Kennen Sie Apitherapie? Es ist eine Therapieform mit Produkten der Honigbienen. Vielen Menschen, selbst Ärzten und Heilpraktikern, ist heute die wirkungsvolle Behandlungsmethode mit Bienenprodukten unbekannt. Auf dem Bienenerlebnisweg werden Sie darüber informiert.

Der Bienenerlebnisweg führt von der Tourist Info an das Ufer des Obertrumer Sees. Vorbei an der Seebühne begeht man die Seepromenade mit herrlichem Blick auf die Berge und den See bis zur ersten Station. Erwachsene und vor allem auch Kinder können sich in einer spannenden und erlebnisreichen Weise über die Welt der Bienen informieren.

Zutrittskarten für den Pavillon und das Bienenhaus werden im Tourismusbüro ausgestellt.

Täglich bis 31. Oktober von 9 bis 12 & 14 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung. 1 Euro für Kinder, 2 Euro für Erwachsene, 4 Euro für Familien

Kontakt & Information:

Renate Schaffenberger

Tourismusverband Seeham, Dorf 12, A-5164 Seeham

Tel. 06217/5493

info@seeham-info.at

www.seeham-info.at, www.bienenerlebnisweg.at

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Dieter Buck

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Donnerstag, 27. Juni 2024

Salzburger Seenland: vom Wassersport bis zum Gipfelsieg

Seen, Wasserfälle und ein kaiserlicher Aussichtsplatz

Im Salzburger Seenland

Wer sagt denn, dass man in einer Umgebung mit vier Seen nur dem Wassersport frönen oder es sich schlichtweg nur an einem der idyllischen Seen gut gehen lassen kann?

Niemand, nein, man kann natürlich viel mehr machen. Wandern in vielen Varianten zum Beispiel. Vom der einfachen Seeumrundung bis hinauf zu einem aussichtsreichen Berg. Die Berge hier sind zwar nicht hochalpin, sondern ähneln den Mittelgebirgen wie die Schwäbische Alb oder der Schwarzwald. Na also – jeder weiß, was für herrliche Touren man dort unternehmen kann.

Und so erkoren wir uns die Gegend, die wir schon von früheren Aufenthalten kannten, für einen frühsommerlichen Wanderurlaub. Wenn es noch zu bald ist, um richtig in die Berge zu gehen, unten aber schon herrlicher Sommer herrscht. Vom so genannten Ausee mit seiner fast urwald- oder dschungelartigen Umgebung über einen kaiserlichen Aussichtsplatz bis zu einem wilden Wasserfall war vieles geboten.



 
Seezauber in der Weitwörther Au

Bei unserer Anfahrt hatten wir noch Zeit. So legten wir einen Zwischenstopp in der Weitwörther Au zwischen Oberndorf und Nußdorf ein. Sie gehört zum Natura 2000-Gebiet Salzachauen und wurde im Rahmen eines LIFE-Projekts großflächig renaturiert.

Was wir erlebten, war Idylle pur. Der Ausee ist ein wunderbarer See, eingebettet in Schilf und andere passende Vegetation. Unzählige Vögel zwitscherten in Sprachen, die man nie gehört hat, Schmetterlinge und Raupen, die man nie gesehen hat, umschwirrten uns oder krabbelten über den Weg und Libellen, deren Arten man noch nie auseinanderhalten konnte, umschwirrten uns auf unserem Weg. Leider auch Stechmücken, die man noch nie hatte leiden können … Aber mit schnellen Schritten konnte man ihnen zeitweise entkommen. Den Hintergrund des Ausees bildeten die Berge des Salzkammerguts, die zwischen dem Schilf, den Bäumen und dem Gebüsch herauslugten.



 

Durch das Gebiet und rund um den renaturierten See führt der barrierefreie Auenerlebnisweg. Zahlreiche Infotafeln, zum Teil mit liebevoll gestalteten Tafeln mit lustigen Cartoons kindgerecht gestaltet, machen den Seerundweg unterhaltsam. An alle Altersklassen richten sich die vielen Informationen über die Lebensräume der Au und ihre Tier- und Pflanzenarten. Auch was hier an Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt wurde, wird beschrieben.

 

Wer gerne Vögel beobachten will, macht dies in einer großen Schutzhütte mit Sehschlitzen. Hier ist Ruhe angesagt, denn Lärmen und Sprechen vertreibt die Tierchen. Interessant ist auch einer der zahlreichen flachen Tümpel, bei dem man aber direkt ans Wasser hingehen kann, ja oft durch lautes Quaken oder sonstige Geräusche auch hingelockt wird. Wenn man Glück hat, kann man dort das quirlige Leben von Kaulquappen, Köcherfliegenlarven und Wasserläufern aus nächster Nähe betrachten. Wer auf der kurzen Wanderung noch Zeit hat, sollte den ausgeschilderten Abstecher vom Auseerundweg zur Salzach in Angriff nehmen. Hier findet man eine Plattform, die einem einen hervorragenden Blick auf den renaturierten Fluss mit der Sohlrampe und dem „weichen Ufer“, vor allem aber Alpenpanorama im Hintergrund bietet. Interessant eher für Anwohner ist die Auenwerkstatt nördlich des Ausees, in der ein spannendes Erlebnis- und Lernprogramm, vor allem aber für Schulen, angeboten wird.


Insgesamt erstreckt sich das Natura 2000-Gebiet Salzachauen entlang der Salzach von Anthering bis zur Landesgrenze bei St. Georgen, wobei es von Süd nach Nord in die Antheringer Au, die Weitwörther Au, die St. Georgener Au und die Irlacher Au gegliedert ist.


Blick ins Land von der Kaiserbuche

 


Bis zur Eincheckzeit war es danach immer noch eine Weile, und da das Wetter und die Fernsicht einmalig waren, nahmen wir den Weg über die Kaiserbuche. Dieser sagenhafte Baum wurde 1779 zur Erinnerung an einen Besuch von Kaiser Joseph II. gepflanzt. Dieser reiste nach dem Bayerischen Erbfolgekrieg und dem Friedensvertrag von Teschen im Mai 1779 über Linz und Straßwalchen ins Innviertel, um die im Friedensvertrag neu gewonnenen Gebiete im vorher bayerischen Raum zu besuchen. Von dieser Stelle aus soll er in die „neuen“ Länder jenseits der Salzach geblickt haben.



 
Die alte Buche fiel allerdings am 12. August 2004 einem gewaltigen Sturm zum Opfer. Einzelne Baumscheiben seines Stammes wurden der Gemeinde Obertrum bzw. Heimatmuseen zur Verfügung gestellt. Vor einigen Jahren wurde in Zusammenarbeit mit dem Kaisersohn Otto von Habsburg eine neue Buche gepflanzt.

Anfangs blieben noch Ruinenreste der ehemaligen Buche liegen, die aber mittlerweile als Totholz abgegangen sind und entfernt wurden. Besucher können sich aber wie der Kaiser an der herrlichen Fernsicht auf die reich bewegte Voralpenlandschaft und die Bergwelt im Hintergrund erfreuen. 



Die Kapelle entstand anlässlich des fünfzigjährigen Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs, als allerorts Denkmäler aufgestellt wurden und es überall Feiern gab. Damals beschlossen die drei Anliegergemeinden des Haunsberges, Anthering, Nussdorf und Obertrum, hier am Zusammentreffen ihrer Markungen eine Kapelle zu Ehren des Monarchen zu bauen. Sie wurde am 18. August 1898, drei Tage vor dem Jubiläum, mit einem großen Fest eingeweiht. Es gab ein prachtvolles Feuerwerk und auch auf den benachbarten Höhen wurden Freudenfeuer entzündet. Das neugotische Altarbild in der Kapelle wurde von der Schwester der Fürstin Auersperg gemalt.



Oben konnten wir genießen, relaxen, uns die Geschichte anhand der Infotafeln wieder vor Augen führen und versuchen, die Salzburger und Salzkammergutberge zu bestimmen. Bei Schafberg und Gaisberg funktionierte das noch, bei den anderen versuchten wir es mit einer App, mehr oder weniger erfolgreich.

Zum Wildkar-Wasserfall

 
Es ist nicht das erste Mal, dass ich mir den Wildkar-Wasserfall ansah. Zum ihm führen nette, kurze Wanderungen von verschiedenen Ausgangspunkten. Zusammen mit der historischen Kugelmühle stellt er immer ein interessantes Ziel dar.

 

Dieses Mal war sie mein erstes Ziel meines Aufenthalts in der Salzburger Seenregion. Also machte ich mich ab Seeham von meinem Hotel Altwirt auf den Weg. Zuerst folgte ich der Hauptstraße ein Stück, wobei ich unterwegs ein paar Informationstafeln über Seeham lesen konnte. Danach ging es in der Wiesenbergstraße nach oben. Nach Seeham passierte ich die Ansiedlung Wiesenberg, danach folgte ich dem links abgehenden Weg mit der Markierung des Pilgerwegs via nova.



Nach einer Rechtskurve kam ich in den Wald, in dem es bergab ging. Bei der nächsten Ansiedlung war der Teufelsgraben erreicht. Hier hielt ich mich nach dem Tobelmühlhof rechts in den Teufelsgraben und wanderte rechts des Baches weiter. Dabei passierte ich den Hochseilpark und kam danach in den stilleren Wald, in dem normalerweise nur noch die Wanderer zum Wasserfall unterwegs sind.

 



Vorbei an einigen interessanten Stationen für Kinder führt der Weg nun eben weiter. Nach mehreren Brücken sah ich nun den Wildkar-Wasserfall links unterhalb von mir. Ich ging hinab zu ihm, dann über die Brücke zu der kleinen Kugelmühle und danach wieder aufwärts. Bald hatte ich die Röhrmoosmühle, eine 2000/2001 renovierte alte Getreidemühle mit Bauerngarten, Brotbackofen im Freien, Kleintierschaugehege mitsamt freilaufenden Hühnern erreicht und ging durch das Mühlengelände. 


Danach bog ich scharf rechts ab in Richtung Innerwall. Nun stieg es eine Weile an. Oben angelangt hielt ich mich an der vorfahrtsberechtigten Querstraße links. Ich passierte den Röhrmooshof und kam kurz darauf zum Ortseingang von Innerwall. Direkt vor den ersten Häusern dieses Dorfes bog ich rechts ab auf den Moorweg in Richtung Seeham.

An der nächsten Verzweigung im Wald ging ich auf dem mittleren Weg weiter. Nun wanderte ich auf einem wunderschönen weichen Waldweg. Der Wald hier hat eine Anmutung wie die schönsten und wildesten Stellen im Nationalpark Schwarzwald, sagte mir meine Erinnerung unwillkürlich, und dieser Eindruck wurde noch dadurch verstärkt, dass die Sträucher am Boden bereits voller reifer Heidelbeeren hingen. „Dank“ Klimawandel bereits jetzt, relativ früh im Jahr. Der schmale, aber verwurzelte und wegen der Feuchtigkeit der letzten Tage glitschige und rutschige Weg durch das moorige Gebiet zwang zum langsam Gehen, das störte aber hier überhaupt nicht, denn links und rechts gab es viel zu sehen.

Aber auch der schönste Weg ist einmal zu Ende. Und schließlich traf der herrliche Moorweg auf ein Sträßchen. Ihm folgte ich nach rechts. An der vorfahrtsberechtigten Straße, auf die ich treffe, hielt ich mich rechts und wanderte auf die Ansiedlung Tur zu.

Danach ging es noch kurz geradeaus weiter, auf die mächtige, dreieckige Erhebung des bewaldeten Buchbergs zu. Rechts von ihm waren im Hintergrund die höheren Berge Salzburgs zu sehen.

Kurz nach Tur bog ich mit dem Schild „Jägersteig“ links ab und wanderte, weiter mit Blick auf den Buchberg und den Seen links von ihm, auf den Wald zu. Am Waldrand bog ich rechts ab in Richtung „Seeham über Pfarrgraben Romantik Weg“. Nach der Linkskurve ging es links im Wald weiter. Ich kam hinab zu einem querenden Weg, hier bog ich mit dem Zeichen der via nova links ab in Richtung Pfarrgrabenweg. Nun ging es bergab bis ich nach rechts auf den unterhalb verlaufenden Kapellenweg wechseln konnte. Ich hielt mich rechts und sah bald einen schönen Kaskadenwasserfall links im Bach. Bei den ersten Häusern überquerte ich den Bach und bog an der nächsten Querstraße rechts ab.

Dies war meine diesjährige Variante, zum Wildkar-Wasserfall zu kommen. Eine weitere Möglichkeit wäre zum Beispiel der Natur-Erlebnisweg Teufelsgraben, an dessen Informationstafeln wir vorbei gekommen sind. Ihn beginnt man am besten in Matzing.

Die Kugelmühle – eine Besonderheit

Kugel(oder Schusser)mühlen waren früher vor allem im Salzburger Flachland sehr verbreitet. Seit 1647 ist dieses Gewerbe bekannt: aus behauenen Marmorklötzen oder minderwertigem Steinmaterial wurden mit Hilfe von Schleifsteinen, Drehscheiben und dem Wasserrad glatte Kugeln erzeugt. 1792 gab es im ganzen Land 49 solche Betriebe mit 522 Gängen, die 4 622 000 (kleine) „Datscher“ und 62 000 (große) „Pecker“ erzeugten. Sie dienten als Spielzeug oder als Schiffsballast. Ab etwa der Mitte des 17. Jahrhunderts waren sie ein beliebter Exportartikel, der über Nürnberg bis nach Hamburg, Rotterdam, Amsterdam oder London gehandelt wurde. Die hiesige, 1983 rekonstruierte Kugelmühle erzeugte 22 000 Datscher jährlich. Info: https://www.kugelmuehle.at/

Tief hinab in die Tiefsteinklamm

 

In der herrlichen und aussichtsreichen Landschaft vor den drei Trumer Seen ist gut wandern. In dieser Gegend hat es schon Kelten und Römern gefallen, und später auch dem Wahlflachgauer Schriftsteller Carl Zuckmayer, der sich für sein Werk "Seelenbräu" hier inspirieren ließ. Schon der Name der Klamm verrät, was einen erwartet – eine tief in den Stein sprich Fels eingeschnittene Klamm. 

 




Und genauso ist es auch. Die Klamm ist neben den Egelseen und dem Tannberg so etwas wie das Wahrzeichen der Gemeinde Schleedorf. So gab sie auch den Schützen des Ortes den Namen, denn sie heißen heute “Tiefstoana Schützen“. Ebenso erwähnenswert ist, dass die Schleedorfer den Baustoff für ihre Pfarrkirche aus der Klamm holten. Große Konglomeratsteine wurden 1872 aus der Klamm gebrochen und in mühsamer Handarbeit behauen. Daraus wurde dann die dem Heiligen Stephan geweihte Pfarrkirche erbaut.



 
Der beste Zugang zur Tiefsteinklamm ist ab dem Sportplatz von Schleedorf. Schon vor und im Ort wird man auf „Tiefsteinklamm“ hingewiesen und die Wegweiser führen zum Sportplatz. Dort gibt es Parkmöglichkeiten.



 

Auch jetzt folgt man wieder dem Parkplatz und wandert mit schönem Blick zur Alpenkette auf den Wald zu und, immer abwärts gehend, durch diesen hindurch. Schließlich trifft man auf ein großes Schild, das auf die Klamm und den Parkplatz verweist. Wir biegen hier rechts ab und wandern nun im Wald bergab. Wo ein Schild nach rechts nach Schleedorf verweist gehen wir links geradeaus weiter bergab. Bald kommen wir zu einer Bank. Hier steigen wir nach rechts auf einer Treppe steil hinab zum Tiefsteinbach, der sich tief eingegraben durchs Konglomeratgestein schlängelt. Der Bach entspringt in den Egelseen am Fuße des Buchbergs bei Mattsee und mündet bei der Fischachmühle in den Köstendorfer Eisbach.



Nach rechts geht es nun zu den schönsten Stellen der Tiefsteinklamm, mit unterspülten Felsen, Höhlen, großen Felsbrocken am Wegrand und Wasserfällen.

Nach alten Erzählungen sollen in den zahlreichen Höhlen sagenhafte Wesen hausen. Die bekannteste Geschichte ist sicher die von drei Wildfrauen, von denen zwei ihre blinde Schwester ums Erbe betrogen: die blinde gutherzige Ursula und Leni und Nani, zwei habgierige Wesen. Zusammen besaßen sie Berge von Gold- und Silbermünzen. Diesen Schatz wollten sie eines Tages aufteilen. Jede sollte dazu immer einen so großen Teil der Münzen erhalten, wie in ein Hohlmaß passten. Die zwei habgierigen Schwestern füllten ihr Maßteil immer mit dem tiefen Teil, für ihre blinde Schwester drehten sie es jedoch um und füllten ihr den flachen Unterteil. Ursula wurde aber dadurch nicht nur betrogen, sondern später von den beiden Schwestern auch aus der Höhle verjagt. Sie kam aber bei den umliegenden Bauern unter und verschenkte ihr ganzes Gold und Geld. Glücklich und zufrieden lebte sie noch lange unter den Bauern. Mit den Schwestern Leni und Nani nahm es aber ein böses Ende, denn nicht lange danach brach die Höhle zusammen und begrub die beiden mitsamt ihrem Gold und Geld.

Zurück geht man denselben Weg.

Der Kreis schließt sich - Hinauf zum Buchberg


Haben wir zu Beginn unsere Tage im Salzburger Seenland mit der Kaiserbuche einen grandiosen Aussichtsplatz besucht, so sollte auch der letzte einem ebensolchen gewidmet sein. Und zwar dem als Naturpark ausgewiesenen Buchberg, der hinter dem Mattsee aufsteilt und von dem aus man eine ebensolche Aussicht genießt.  





Vom Sträßchen unterhalb des Gipfels und dem Wald aus überblickt man sowohl das sanft-hügelige Alpenvorland als auch die schroffen Kalkalpen – mit einer Aussicht auf 120 Berggipfel (!) vom Traunstein bis zum Wilden Kaiser. Genau gesagt sieht man von links nach rechts die Oberösterreichischen Voralpen mit dem Höllengebirge, die Salzkammergutberge mit u.a. dem markanten Schafberg, die Osterholzgruppe, Dachstein und Tennengebirge, die Berchtesgadener Alpen mit Steinerem Meer und Untersberg, das Lattengebirge, Reiteralpe und Loferer Steinberge sowie ganz rechts ein wenig den Wilden Kaiser. Auf zwei Panoramatafeln auf dem Gipfelrundweg kann man sich die einzelnen Gipfel ansehen.
 



 

Spezielle Themenwege führen zu hallstattzeitlichen Grabhügeln und vorbei am neuen Findlingspark und „Energieplätzen“. Viele Informationstafeln berichten von der Natur und über Interessantes aus der Flora und Fauna des Buchenwaldes, über Geologie und Entstehung des Berges und der gesamten Landschaft sowie von Sagen und Mythen. 

 




Zum Gipfel führen sternförmig sechs beschilderte Themenwege von verschiedenen Ausgangspunkten, so zum Beispiel der „Bauernweg“, der „Kraftweg“, der „Sagenweg“ (mit Thementafeln mit Episoden aus der Sagenwelt), der „Vogelweg“, der „Waldweg“ und schließlich der „Wildgemüseweg“, und nicht zu vergessen, der Gipfelrundweg. Die Wege sind zwischen zwischen 30 und 60 Minuten lang. Am 801 Meter hoch gelegenen Gipfelkreuz kann man sich sogar in ein Gipfelbuch eintragen.




 

Für Radler: Berge bewegt genießen

Der Buchberg ist einer der „EuRegio-Gipfel“ – hierbei sind die Gipfel durch die 163 Kilometer lange „Slow bike“ Fahrrad-Rundstrecke verbunden.

Altösterreichische Freundlichkeit und Gemütlichkeit - Hotel Landgasthof Zum Altwirt

Mein Standquartier, von dem aus ich mal wieder im Salzburger Seenland unterwegs war, war dieses Mal das Hotel Landgasthof Zum Altwirt in Seeham. 

 



Mit der hauseigenen Freundlichkeit und dem gemütlichen Zimmer, sogar mit Blick zur Seehamer Kirche, zum Strandbad und zum Obertrumer See ließ es sich hier mehr als gut aushalten.

Dieter Buck

Info:

Salzburger Seenland Tourismus GmbH, Seeweg 1, 5164 Seeham, www.salzburger-seenland.at

Unterkunft: Hotel Landgasthof Zum Altwirt, 5164 Seeham, www.altwirt.at

Weitwörther Au: www.salzachauen.at

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Dieter Buck

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