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Donnerstag, 19. November 2020

Buchbesprechung: Martin Ruepp | Astrid Amico Mystische Orte in Südtirol. Wasser, Kulte, Mythen

 Martin Ruepp | Astrid Amico
Mystische Orte in Südtirol 

Wasser, Kulte, Mythen


Das zweite Buch über die mystischen Orte in Südtirol liegt nun vor mir. Ein ebenso grandioses und gewaltiges Werk wie das erste. Angemessen dem Thema. Gibt es doch in dem gottgesegneten Land Südtirol nicht nur schöne Landschaften, herrliche Wander- und Skifahrmöglichkeiten, Weinberge, bestes Essen, sondern auch eine reiche Kultur und Geschichte, viel Tradition neben viel Moderne.

Also ist dies alles prädestiniert für besondere Erscheinungen, mystische Orte, wie man sie auch nennen kann. Seien es nun Steine, Felsen, Seen, Wasserfälle oder andere Naturerscheinungen.

 


Der bereits vom ersten Buch bekannten Autor Macher des Buches, der Landschaftsfotograf Martin Ruepp und die Musikerin Astrid Amico haben die mystischen Orte in Südtirol in jahrelanger und intensiver Recherche aufgespürt und präsentieren ihre schönsten Entdeckungen in den zwei Bildbänden „Mystische Orte in Südtirol“ als erstem und „Mystische Orte in Südtirol. Wasser, Kulte, Mythen“, als zweitem Band, beide erschienen in der Edition Raetia.

Die beiden Autoren haben ein einzigartiges Gespür für Kraftplätze und Kultorte und stellen in ihren Büchern Plätze, Quellen, Seen und Landschaften vor, die eine aufbauende und erhebende Energie ausstrahlen. Sie erzählen die Sagen und Mythen, die sich um die Kultorte ranken, und erklären, wie man mystische Plätze erkennt. So machen sie eine Bergwelt voller Magie erfahrbar, in der die Kräfte der Natur lebhaft spürbar sind.

 


Vor allem Wasser

Der jetzt erschienene Band 2 erforscht vor allen Dingen Quellen, Seen und Wasserläufe. Wasser wird seit Urzeiten verehrt und als heilig betrachtet. In fast allen Schöpfungsmythen spielt es eine wichtige Rolle. Wasser ist nicht bloß Lebensmittel, als Heilwasser vermag es Krankheiten zu lindern und Unharmonisches wieder auszugleichen. Entlang der Südtiroler Hauptflüsse Rienz, Eisack und Etsch fanden die beiden Autoren viele Spuren historischer sowie neuentdeckter mystische Orte.

 


Was sind mystische Orte?

Das Gefühl von grenzenloser Weite, Zufriedenheit und Entspannung erleben; Orte, zum Wohlfühlen und Kraftschöpfen, oder Orte, die aus irgendeinem Grund unheimlich oder geheimnisvoll sind das alles sind mystische Orte. In Südtirol gibt es eine Vielzahl von Plätzen, die durch ihre Kraft und Energie seit Menschengedenken eine besondere Faszination ausüben. Oft fanden dort seit Urzeiten Rituale statt, weil unsere Vorfahren dort die Anwesenheit der Gottheiten, Naturgeister und Ahninnen vermuteten. Schalensteine und andere archäologische Funde untermauern diese Annahme.

Manchmal wird man von solch einem Ort bereits aus großer Entfernung angezogen – etwa von einer auffallenden Bergspitze oder einem glitzernden See, einer Lichtung oder einem großen Felsblock. Das sind genau jene Punkte, an denen besondere Kräfte spürbar werden.

 


Durch das Land

Das Buch hangelt sich landschaftlich orientiert durch Südtirol. Das beginnt im Tal der Rienz und führt über das Eisacktal ins Etschtal, inbegriffen die umliegenden Landschaften und Berge. Außer Erklärungen zu den verschiedenen mystischen Orten geben die Autoren auch Wandertipps. Man will ja schließlich auch wissen, wie man am Besten hinkommt.

Hier eine Auswahl der vorgestellten Orte im Buch:

1.     Das Rätsel um die Sextner Sonnenuhr

2.     Die Heilig-Geist-Kirche in Kasern

3.     Südtirol größtes Schalensteingebiet

4.     Zauberwelt Fanes

5.     Das Latzfonser Kreuz – ein Eisacktaler Höhenheiligtum

6.     Der Sonnenkalender vom Ritten

7.     Im urigen Schnalstal

8.     Partschinser Wasserfall

9.     Das Höhenheiligtum am Pfitscher Sattel

10.                       Im Reich des Ifinger

11.                       Alte und neue Kultplätze am Tschögglberg

 Und was findet der interessierte Leser in dem Buch?

·        Wandertipps zu den schönsten Kraftplätzen Südtirols

·        Einsame Orte zum Energietanken und Entspannen

·        Genaue Informationen zu archäologischen Funden, Fruchtbarkeitsrutschen und Schalensteinen

·        Über 300 atmosphärische Bilder, die das eigentlich textorientierte Werk auch zu einem wunderschönen Werk über Südtirol machen.

 

Zu Fotograf und Autorin

Martin Ruepp, geboren 1974, lebt in Schlanders und ist selbständiger Fotograf und Gestalter. Gemeinsam mit Astrid Amico betreibt er seit 2011 die Facebookseite "Mystische Orte in Südtirol", auf der sie die schönsten Plätze in Wort und Bild porträtieren.

Astrid Amico, geboren 1966 in Bozen, studierte Klavier am Musikkonservatorium und unterrichtet dieses Instrument am „Bereich Deutsche und ladinische Musikschule“. Seit jeher befasst sie sich mit mystischen Orten und verschiedenen gesundheitsfördernden Techniken. Gemeinsam mit Martin Ruepp betreibt sie seit 2011 die Facebookseite „Mystische Orte in Südtirol“, auf der sie die schönsten Plätze in Wort und Bild porträtieren.

Martin Ruep, Astrid Amico: Mystische Orte in Südtirol. Wasser, Kulte, Mythen. 368 Seiten, über 300 Fotos, Hardcover, Format: 23 x 27 cm, Edition Raetia. ISBN: 978-88-7283-740-5. Euro 29,90 [I]; 33,00 [D/A].

Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder unter www.raetia.com

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Dieter Buck

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Samstag, 3. Oktober 2020

Tirol und Allgäu: Mythen, Sagen und Legenden:

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Lebensspur Lech:

Wenn der Drache erwacht

 

Foto: Entlang der „Lebensspur Lech“ reihen 

sich viele magische Orte, einer davon 

ist der Doser Wasserfall – auf mysteriöse Weise 

verschwindet er alljährlich im Spätherbst 

dort, wo er im Frühjahr wieder entspringt.

 Bildnachweis: Lebensspur Lech/Boxfish.de

 

Ein mysteriöses Naturphänomen zeigt sich regelmäßig im unteren Tiroler Lechtal: Jedes Jahr um den 11. November versiegt dort der Doser Wasserfall bei Häselgehr und beginnt erst wieder um den 23. April zu sprudeln. Wild schäumend tritt dann der Tuoserbach aus einer Felsengrotte hervor und wälzt sich in die Tiefe.

 

Dem Sprühnebel, den der Wasserfall dabei erzeugt, wird eine heilende Wirkung für die Atemwege nachgesagt. Laut Legende ist ein Drache für die sonderbare Erscheinung verantwortlich. Während die Volkssage erzählt, dass dieser im Frühjahr aus seinem Winterschlaf in der Höhle erwacht und den Weg wieder für das Wasser freigibt, denken Wissenschaftler eher über einen unterirdischen See und dessen Überlauf durch die Schneeschmelze nach. Der wahre Grund für das rätselhafte Verschwinden ist allerdings nicht endgültig geklärt. Der Doser Wasserfall ist nur einer von zahlreichen magischen Orten entlang der Lebensspur Lech, dem gesundheitstouristischen Erlebnisraum zwischen Tirol/Österreich und dem bayerischen Allgäu. www.lebensspur-lech.com

Über das Tiroler Lechtal

 Eingebettet zwischen den Lechtaler und Allgäuer Alpen liegt die Naturparkregion Lechtal. Namensgeber ist der Lech, der auf seinem Weg Richtung Donau die Umgebung prägt. Neben grünen Bergwiesen und kristallklaren Gipfelseen bilden breite Schotterbänke und großflächige Waldgebiete die alpine Landschaft. Die Ferienregion Tiroler Lechtal steht für einen nachhaltigen sowie authentischen Tourismus und ist das ganze Jahr über Ziel für Naturliebhaber und Ruhesuchende. Wanderer begeben sich gern auf den Lechweg, ein 125 Kilometer langer Weitwanderweg durch das Tal mit seinen 14 Ortschaften, darunter vier Auszeitdörfer. Brauchtum und Tradition spielen im Tiroler Lechtal eine wichtige Rolle. Zudem steht die Region für innovatives Handwerk, Design und hausgemachte Produkte.

 

Info:

Lechtal Tourismus    Untergiblen 23    A-6652 Elbigenalp

www.lechtal.at 

 

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