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Freitag, 26. Juni 2020

Lorenz Andreas Fischer: Alpen - Ein Hochgebirge im Wandel

Lorenz Andreas Fischer:
 Alpen
Ein Hochgebirge im Wandel


Man ist es ja bei Büchern von teneues gewohnt, dass einem ein whow aus dem Mund rutscht. So auch bei diesem grandiosen Bildband wieder. Die Alpen, ein unendliches Thema, hat sich der junge Fotograf Lorenz Andreas Fischer vorgenommen.

Schon das Cover besticht durch seine Gestaltung mit dem geprägten Titel. Dann zeigt Fischer aber in spektakulären Fotos seine Sicht, die Sicht des Künstlers und Naturliebhabers, der Alpen.

Man weiß um die fragile und unbeständige Schönheit der Alpen. Man staunt aber immer noch, wenn man sie in Bildern vorgeführt bekommt. Alles ist vertreten: extreme Wetterverhältnisse, Lawinenabgänge, der Wechsel der Jahreszeiten, das Gefrieren und Schmelzen - die Alpen sind im permanenten Wandel, sie bringen ständig neue, atemberaubende Landschaften, Formen und Farben hervor. Gleichzeitig ist das höchste Gebirge Mitteleuropas für uns Menschen ein Ort des Rückzugs, der Ruhe und Beständigkeit – ein Sehnsuchtsziel seit Generationen.

Auf den Spuren der Veränderung
Der Fotograf hat die Alpen jahrelang bereist, von den höchsten Gipfeln im Westen bis zu den letzten östlichen Ausläufern. Aus diesen Eindrücken ist ein Bildband entstanden, der uns die Schönheit der Berge unverstellt vor Augen führt. Gleichzeitig aber auch deren Bedrohung: Denn Klimawandel bringt die Alpen mehr und mehr aus ihrem Gleichgewicht. Es sind Fischers Bilder, die uns eindrücklich zeigen, wie wichtig daher der Schutz dieser einzigartigen Urlandschaft ist.

Fischer zeigt uns die Alpen im Wandel der Jahres- und Tageszeiten; das Gefrieren und Schmelzen, die Erosion und Ablagerung – auch unter Einfluss des Klimawandels. Spektakuläre Bilder, die uns Schönheit und Bedrohung des höchsten Gebirges Mitteleuropas gleichermaßen vor Augen führen.

Fischer zeigt Bilder von höchster Präzision, man würde sich nicht wundern, wenn man unter dem Mikroskop jedes Steinchen würde erkennen können. Gleichzeitig enthält das Buch aber auch duftend zarte, poetischen Bilder, die wirken wie mit Aquarellfarbe nur so dahingehaucht. Im Kontrast dazu sieht man wieder überaus kraftvoll wirkende Fotos, mit dunklen Wolken, wie schwere Ölmalerei sozusagen. Schwarz-weiss wechselt sich ab mit den zarten und kräftigen Farben, Kunst mit Dokumentation. Erst im Gegensatz kommen die Bildaussagen zur Wirkung. Abstrakt wirkende Detailaufnahmen stehen bei grandiosen und beeindruckenden Landschaften. Sonne und blauer Himmel neben düsteren und schlechtes Wetter verkündenden Wolkenbildern oder nebelverhangenen Berge.

Texte, nicht nur Bilder
In seinem Vorwort schreibt Fischer was ihn berührt, was ihn antreibt. Er schreibt von seinem alpinen Leben, das nach seiner Aussage erst mit 27 Jahren begonnen hat. Respekt. Und dann diese Ausbeute diese Kenntnis, dieses sich Einfühlen in die grandiose Natur der Berge. Insgesamt sechs weitere Autoren schließen sich als Alpenkenner und -liebhaber mit kürzeren oder längeren Beiträgen an. Für den theoretischen Überbau und die Einstimmung ist also gesorgt.

Endlich ein Band, dem es gelingt, die Alpen in all ihren Facetten einzufangen. Mit interessanten Texten von Experten, Alpinisten und Liebhabern dieser einzigartigen Bergwelt. Als kleiner Beitrag zum Umweltschutz – und damit auch zur Rettung der Alpen – ist dieses Buch ist ohne Plastikfolie.                                                                                                             
Zum Fotograf:
Lorenz Andreas Fischer arbeitet als freischaffender Fotograf und Anbieter von Fotoreisen, unter anderem in Europa, Südamerika und Afrika. Seine Schwerpunkte sind die Natur-, Wildlife-, und Outdoorfotografie. Er ist Partner von Nikon und Fotograf SBF. Seine Bilder werden immer wieder prämiert, z. B. als Wildlife Photographer of the Year oder als Bester Europäischer Naturfotograf 2006. Er hat einen Master in Biologie und das Diplom als Gymnasiallehrer. Fischer arbeitet im Auftrag für verschiedene Kunden und unterhält ein Online-Bildarchiv. Wildnis und unberührte Natur inspirieren ihn. Um kraftvolle Bilder zu kreieren, setzt er oft das Mittel der Reduktion ein. In anderen Bildern experimentiert er mit extremen Lichtstimmungen. Kunst- und/oder Blitzlicht verschmelzen mit Wisch und Unschärfe.

Lorenz Andreas Fischer: Alpen. Ein Hochgebirge im Wandel. 288 Seiten, ca. 200 Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien, Format: 25 x 28,7 cm, Hardcover. Verlag: teNeues. https://teneues-buecher.de/alpen. ISBN: 978-3-96171-262-5.
© Alpen - Ein Hochgebirge im Wandel von Lorenz Andreas Fischer, erschienen bei teNeues, € 35, www.teneues.com

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Dienstag, 8. November 2016

Stefan Hefele, Eugen E. Hüsler: Alpenwelten

Stefan Hefele, Eugen E. Hüsler:
Alpenwelten
Eine Reise durch
unberührte Landschaften



Grandios, phänomenal, unbeschreiblich. Man könnte noch mehr Beschreibungen für den neuen Bildband über die Alpen finden, den Stefan Hefele und Eugen E. Hüsler jetzt im Bruckmann Verlag veröffentlicht haben.


Kein Adjektiv wäre übertrieben. Es ist ein großformatiges, schwergewichtiges Buch, aber das ist nicht sein Hauptmerkmal. Dies sind seine Fotos. Nach mehr als hundert Jahren Alpinfotografie und vermutlich tausenden von Bildbänden über die Alpen meint man, es gäbe nichts mehr, was neu sein könnte. Trugschluss: Es gibt immer wieder was Neues.


Und so zeichnen Hefeles Fotos eine Alpenwelt, die fast magisch wirkt. Viele Wolken, Nebel, Sonnenuntergänge, aber auch gleißendes Sonnenlicht, hart wirkend gegenüber den eher melancholischen Aufnahmen, die Berge im Gegenlicht, die Berge knallhart beschienen, Nachtaufnahmen, Sonnenstrahlen. Farben, Farben, Farben. Frühling, Sommer, Herbst und Winter, alle Jahreszeiten, alle Stimmungen, alle Farben sind vertreten. Der Autor, selbst fotografisch nicht ganz unbeleckt und von den vielen Bildbänden, die er bereits gesehen hat, zieht den Hut.

Magische Massive
Wilde, ungezähmte Bergwelten mit vielen nahezu unbekannten Regionen: »Meist sind es die frühen Morgenstunden, die Landschaften in verträumtes Licht hüllen«, schreibt Stefan Hefele über seine Fotografien. Diesen Bildband widmet er seinen stimmungsvollen Bergfotografien. Landschaften, Gipfel, Steilwände und Berggruppen, dramatisch in Szene gesetzt und begleitet von Geschichte und Geschichten der Alpen, sind der Stoff für einen Ausnahme-Bildband.


Die Begleittexte machen was sie sollen: Sie dominieren nicht, sie begleiten. Auf eine angenehme, unaufdringliche Weise gehen sie eine perfekte symbiose mit der Stimmung ein. Verantwortlich dafür ist kein Geringerer als der bekannte Alpinautor Eugen E. Hüsler.


Zu Fotograf und Autor:
Stefan Hefele, geboren 1986, ist als Abenteuer- und Landschaftsfotograf weltweit unterwegs. Er veröffentlichte in Autorenkalendern, darunter »Berge 2016« von GEO und ist Mitautor eines Lehrbuchs über Naturfotografie und Jury-Mitglied bei den EPSON International Pano Awards. Als Autor ist er für diverse Magazine und Fachverlage tätig. Er lebt mit seiner Familie in Bayerisch-Schwaben.

Eugen E. Hüsler, geboren 1944 in Zürich, hat bisher über 100 Reiseführer, Wander- und Klettersteigführer sowie Bildbände veröffentlicht, davon über 50 Titel bei Bruckmann. Seit vier Jahrzehnten ist er unterwegs in den Alpen, gerne auch abseits der Renommierziele, und immer mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen des Bergtourismus. Seit 1983 lebt er mit Ehefrau Hildegard in Oberbayern. Eine seiner jüngsten Publikationen: »Alpen – Bedrohtes Paradies« beim Bruckmann Verlag.


Stefan Hefele, Eugen E. Hüsler: Alpenwelten. Eine Reise durch unberührte Landschaften. 320 Seiten, ca. 200 Abbildungen, Format 29,5 x 37,5 cm, Hardcover

Bruckmann Verlag, München, 2016. ISBN-13: 978-3-7343-0926-7. Preis: 98,00 €.



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Dieter Buck
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Dienstag, 23. Juni 2015

Caroline Fink, Marco Volken: Die Viertausender der Schweiz

Caroline Fink, Marco Volken: 
Die Viertausender der Schweiz
 


Wieder ist einer der großartigen Bildbände aus dem AS Verlag erschienen, dieses Mal gewidmet den Viertausendern der Schweiz.

Genau 48 Berge knacken in der Schweiz die symbolische Grenze von 4000 Metern und dürfen sich somit Viertausender nennen. Sie tragen wohlklingende Namen wie Dent Blanche oder Strahlhorn, befinden sich in den Walliser, Berner und Bündner Alpen und reichen vom 4010 Meter hohen Lagginhorn bis zur 4634 Meter hohen Dufourspitze.

«Nur durch die Sehkraft des Auges begrenzt, lag das schöne Schweizerland vor uns da.»
Karl Blodig, «Aletschhorn», aus «Die Viertausender der Alpen» (1923).

Sie sind faszinierende Hingucker, übertrumpfen am Horizont alle übrigen Gipfel und sind von mächtigen Gletschern umgeben. Sie gelten als Traumberge und sind die wichtigste Bühne des klassischen Alpinismus. Kurz: Sie sind der Inbegriff des Hochgebirges. Kaum jemand kann sich dem Zauber ihrer Firngrate und Eisflanken, ihrer Felswände und Schneekuppen entziehen. Viele Bergsteiger versuchen im Laufe ihres Lebens den einen oder anderen Viertausender zu besteigen, einige sammeln sie, und manche schaffen es sogar auf alle 48.

Dieses Buch richtet sich an alle Bergbegeisterte und Alpenliebhaber, vom Sofaträumer bis zur Spitzenalpinistin, und zeigt die Berge in ihrer natürlichen Schönheit von allen Seiten. Jeder Viertausender erhält einen eigenen Auftritt, mit großformatigen Bildern, einem Steckbrief und einem erhellenden oder vergnüglichen Zitat aus der Alpinliteratur. Ein ausführliches Kapitel geht der Frage nach, warum es genau 48 sind, und zusätzliche Bildstrecken machen aus dem Bildband ein einzigartiges Seherlebnis und Zeitdokument.

Die Lage der Berge ist jeweils in einer kleinen Skizze dokumentiert. Ein kleiner Infokasten beschreibt das Wesentliche des Aufstiegs wie beispielsweise „Scharfer Firngrat mit grossen Wechten“. Das ersetzt zwar keinen detaillierten führer und natürlich keinesfalls Alpinerfahrung oder einen Bergführer, gibt aber doch ganz kurz den Charakter der Besteigung bekannt.

Zur Qualität der Fotos braucht man kein Wort zu verlieren, sie ist großartig, man könnte sich hineinlegen in die Landschaft… Schön ist es, dass pro Gipfel nicht nur ein einziges Foto abgebildet ist, sondern mehrere. Interessant und nützlich - und nicht alltäglich bei solchen Publikationen - ist die Markierung und Bezeichnung der anderen Gipfel, die man auf den jeweiligen Fotos sieht.

Ein prächtiges Buch zum Schmökern und Schwelgen, zum Tagträumen und zum Nachschlagen, zum Schenken und zum Sich-Wünschen.

Zu Autorin und Fotograf:
Caroline Fink, geboren 1977, schreibt, fotografiert und filmt in den Bereichen Berge und Alpinismus. Nebst ihrer Arbeit an Büchern und filmischen Beiträgen ist sie regelmässig für die NZZ, die Schweizer Familie und weitere Fachzeitschriften tätig. Im AS Verlag war sie Mitautorin von «Dom &Täschhorn – Krone der Mischabel» und «Erlebnis Pilatusbahn». Sie lebt in Zürich. www.caroline-fink.ch.
Marco Volken, geboren 1965, ist Fotograf, Journalist und Bergsteiger. Er befasst sich intensiv mit dem Alpenraum, dem Alpinismus und dessen Geschichte. Im AS Verlag hat er an mehreren Bergmonografien mitgewirkt und ist Hauptautor des 2013 erschienenen Bildbands «Die Hütten des Schweizer Alpen-Club». www.marcovolken.ch.

Caroline Fink, Marco Volken: Die Viertausender der Schweiz. Les grands sommets de Suisse. I quattromila delle Alpi Svizzere. The High Peaks of Switzerland. Viersprachig d/f/i/e. 288 Seiten, 300 Abb. Vierfarbig. 21 x 27 cm, Hardcover. AS Verlag, Zürich, 2015. ISBN 978-3-906055-34-3. € 62.90 /€ (A) 64.70 /CHF 68.–.





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