Sonntag, 26. März 2017

„Roter Hahn“: Brot nach Südtiroler Tradition

Qualitätsmarke „Roter Hahn“:
Brot nach Südtiroler Tradition Geschüttelt, geknetet, gerührt



Krosse Kruste, würzige Krume: Nicht umsonst gelten Südtiroler Spezialitäten wie Schüttelbrot oder das so genannte Vinschgerl unter Kennern als Delikatesse. Dank ihrer langen Haltbarkeit sind sie auch beliebtes Food-Souvenir. 

Seltene Einblicke ins traditionelle Bäckerhandwerk gewähren einige bäuerliche Produzenten von „Roter Hahn“, die vom Getreideanbau bis hin zur Herstellung strenge Kriterien erfüllen müssen, um das Qualitätssiegel überhaupt zu erhalten. In zahlreichen Ferien-Domizilen der Marke können Urlauber auch selbst Hand anlegen und gemeinsam mit ihren Gastgebern backen. www.roterhahn.it

Qualität aus dem Hofladen
 Gute Vorratshaltung war für die Bewohner der Alpen überlebenswichtig, denn gebacken wurde wegen des großen Aufwands oft nur dreimal im Jahr. Besonders bewährt haben sich daher wenig verderbliche Sorten wie Vinschger Paarl, Pusterer Breatl oder Schüttelbrot. Noch heute stellt man sie ausschließlich nach jahrhundertealten Rezepten her. Bei den Qualitätsproduzenten der Marke „Roter Hahn“ sind noch weitere Vorgaben einzuhalten: Auf deren Höfen wird nur selbst angebautes Getreide in der eigenen Mühle gemahlen und von Hand verarbeitet. Erhältlich sind die Brotspezialitäten im Hofladen oder im lokalen Feinkosthandel. Infos, Adressen und Gratis-Broschüre unter www.roterhahn.it 

Backen mit der Bäuerin
Auch auf über 70 Urlaubshöfen der Marke „Roter Hahn“ wird noch immer regelmäßig Brot gebacken. Wer mag, schaut den Landwirten beim Mahlen des Getreides über die Schulter oder hilft bei der Zubereitung aktiv mit. Gern verrät die Bauersfamilie dabei ihr ganz persönliches Geheimrezept und weiht Gäste in die Kunst der Produktion von Vinschgerln und Co. ein. Mithilfe der praktischen Filterfunktion unter www.roterhahn.it finden Interessierte alle Bauernhöfe, die Brotbacken im Angebot haben.

Kleine Südtiroler Brotkunde
Hartleibige Knusperkruste: Schüttelbrot ist eine landesweite Südtiroler Spezialität, dessen Namen die Art der Herstellung verrät. Vor dem Backen „flach gerüttelt“ und gewürzt mit Ku?mmel, Koriander und Fenchel, bestehen die Roggenteiglinge danach beinah nur aus Kruste. Als wichtige Zutat einer traditionellen Marende werden die Laibe mithilfe einer Grammel (traditionelles Brotschneidegerät) in mundgerechte Stücke gebrochen und mit Almkäse, Kaminwurzen oder Speck verzehrt.
Zweisames Hochzeitsbrot: Benediktinermönche aus der Abtei Marienberg im Vinschgau erfanden bereits im 13. Jahrhundert das Ur-Paarl. Die zwei zusammenhängenden, kleinen Sauerteig-Fladen galten vor allem bei Hochzeiten als Symbol für die Vereinigung der Ehepartner. Zum Trocknen steckte man sie in die sogenannte „Hurt“, ein geschnitztes Regal mit Gitter. Übrigens: Dem Ur-Paarl wurde als erstem Südtiroler Produkt das renommierte „Slow Food“-Siegel verliehen. Es verpflichtet Erzeuger zur Erfüllung strenger Kriterien, darunter die Verwendung regionaler, saisonaler Zutaten und deren saubere und faire Verarbeitung.
Pustertaler Ableger: Neben dem Vinschger Ur-Paarl gibt es auch das etwas größere, runde Pusterer Breatl, bestehend aus derselben Roggen-, Weizen- und Dinkelmischung und ebenso verfeinert mit Kümmel, Brotklee, Fenchel und Anis. Allerdings wird es in einem einzigen Korpus gebacken.

Unter der Marke „Roter Hahn“ vereint der Südtiroler Bauernbund 1.700 authentisch geführte Höfe in allen Teilen des Landes. Mit den Produktlinien „Urlaub auf dem Bauernhof“ (gleichnamiger Katalog), „Bäuerlicher Feinschmecker“, „Qualitätsprodukte vom Bauern“ und „Bäuerliches Handwerk“ (gleichnamige Broschüren) weisen die Südtiroler den Weg für den Reisetrend der Zukunft: „Roter Hahn“ steht für Qualität und unverfälschtes Reise-Erlebnis. Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol – Brauchtum, Natur und Leben hautnah.

Weitere Auskünfte:
"Roter Hahn" Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol     Südtiroler Bauernbund    K.-M.-Gamper-Straße 5  
I-39100 Bozen   Fon +39 0471 99 93 25    Fax +39 0471 99 93 76

Foto: Roter Hahn

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Samstag, 25. März 2017

Peter Würl: Die unbekannten Seiten des Allgäus

Peter Würl:
Die unbekannten Seiten des Allgäus 


Allgäu-Bücher gibt es unzählige, kein Wunder auch bei einer Gegend mit so vielen Touristen, und mit so vielen Möglichkeiten sie zu erleben. Während die meisten Veröffentlichungen jedoch sich meist wiederholen, die schönsten Wanderungen beschreiben, immer dieselben Highlights anpreisen, garniert mit Fotos oft vom gleichen Standpunkt aus, nur alle paar Jahre mit neuerer, besserer Technik, wird hier ein außergewöhnliches Allgäu-Buch vorgelegt. 

Autor Peter Wührl nimmt bei seinen Büchern seine Leser mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit des Allgäus. Dabei sucht er mit dem Leser Orte jenseits der Touristenströme auf, die ein ganz besonderes Erlebnis versprechen.

Allgäu-Trilogie, Band drei!
Im dritten Band seiner Allgäu-Trilogie besucht er Stätten, bei denen vor langer Zeit noch der Scharfrichter herrschte und Scheiterhaufen loderten. Als an Kreuzwegen noch Spukgestalten umhergingen und in den Spinnstuben die alten Sagen weitergegeben wurden. 

Nichts für Zartbesaitete und Leser mit schwachen Nerven also. Aber etwas für Leser mit Phantasie, die gleichzeitig Interesse für Geschichte und Lokalgeschichte haben. 

Anhand dieses kleinen Führers kann man sich selber auf die Spurensuche begeben, manchen Weg der Römer nachvollziehen und längst vergessene, unterirdische Burgstollen erkunden, die in keinem Reiseführer erwähnt werden. Garniert sind die die Expeditionen des Autors mit der Historie des Ostallgäus, vielen eigenen Erlebnissen und fast unglaublichen Geschichten, die ihm bei seinen Recherchen geschehen sind. 

So ist das Büchlein ein Lesebuch sowohl für Einheimische, die mal tiefer in die Geschichte und die Seele ihres Landes einsteigen wollen geworden, gleichzeitig wendet es sich aber auch an die Gäste des Landes, die nicht nur oberflächlich die Schönheiten des Allgäus erleben wollen, sondern die Land und Leute besser kennen lernen möchte.

Peter Würl: Die unbekannten Seiten des Allgäus. 96 Seiten. Format 14,8 x 21 cm, Softcover. EDITION ALLGÄU. ISBN 978-3-95805-031-0. Preis 9,80 Euro.

Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.


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Freitag, 24. März 2017

Westallgäu: Kräutervielfalt und Pilgerroute

Kraftquelle Allgäu: Große Kräutervielfalt mit Pilgerroute zur inneren Einkehr

Ferienregion im Westallgäu lehrt Entschleunigung für Geist, Leib und Seele – „Samstagspilgern“ für alle Generationen



Als großer und kraftvoller Kräutergarten mit meditativem Pilgerpfad hat sich das sonnenverwöhnte Westallgäu längst einen Namen gemacht. Am westlichsten Zipfel Bayerns finden sich Heilpflanzen wie Melisse, Arnika oder Zinnkraut sowie verschiedene Pilgerrouten auf dem Weg zur inneren Einkehr.

Zum Start in das Frühjahr 2017 haben die 13 Gemeinden des Verbunds Westallgäu Tourismus zusammen mit der Ferienregion Allgäu-Bodensee ihre Jahresprogramme „Kraftquelle Allgäu – Kräuter“ und „Samstagspilgern“ neu erstellt. Wer ohne Begleitung pilgern möchte, erfährt dazu alles Wissenswerte in der Broschüre „Der Jakobusweg“. In den drei Heften finden Gäste und Einheimische auf insgesamt 162 Seiten alles, was auf Geist, Leib und Seele wie Balsam wirkt. Tipps und Termine zählen ebenso dazu wie Routenplanungen, Seminare oder Kochkurse. Zusätzlich gibt es umfassende Informationen zu schmackhaften Kräutern und ausgewählten Westallgäuer Wildpflanzen mit natürlicher Heilkraft.  

„Immer mehr Menschen suchen wenigstens eine kurzfristige Auszeit vom privaten Alltag oder aus dem beruflichen Hamsterrad. Die 'Kraftquelle Allgäu' vereint mit den zentralen Themen Kräuter und Pilgern viele Sehnsüchte und Wünsche nach aktiver und passiver Erholung, innerem Einklang und körperlichem Wohlbefinden auf vielfältige Weise. Immer beliebter wird das von erfahrenen Pilgern und Seelsorgern geleitete 'Samstagspilgern', das Menschen aller Generationen einen Einstieg anbietet“, sagt Elena Kirchmann, Leiterin des Gästeamtes in Oberreute.

Das Westallgäuer Teilstück des Jakobusweges führt durch atemberaubende Natur. Die Route verläuft quer durch den Landkreis Lindau über verschiedene Etappen durch das Westallgäu bis an den Bodensee. Die Routen sind grenzübergreifend und führen in wohltuender Höhenlage (600 bis 1.000 Meter) Richtung Bodensee, nach Lindau oder ins österreichische Bregenz. Das beeindruckende Alpenpanorama und die Ausblicke auf den Bodensee sind Wellness für die Augen der Pilger, die Wandertouren im Zeichen der Jakobsmuschel als „beten mit den Füßen“ bezeichnen.

Wer die Nähe zu Gott mit gefalteten oder offenen Händen sucht oder für einen kurzen Moment einfach nur Ruhe finden, inne halten oder Kraft tanken möchte, der kann auf den Westallgäuer Pilgerpfaden zwischen vielen kleinen Kirchen und Kapellen auswählen. Allein in der Umgebung von Scheidegg finden sich 13 Kapellen, die durch zwei ökumenische Kapellenwege und einem Kneipprundwanderweg verbunden sind.

Auf geradezu einzigartige Weise vereint das gotische Kirchlein St. Bartholomäus in Zell das  Bedürfnis nach innerer Einkehr und Fernsicht – ein Bänklein legt den Blick auf den Hochgrat (1.834 Meter) und das Rindalphorn (1.821) frei, die als höchste Erhebungen der Nagelfluhkette und des gesamten Allgäuer Voralpenlandes eine besondere Bedeutung haben. Wer nicht auf eigene Faust pilgern möchte, kann von Frühjahr bis Herbst beim geführten „Samstagspilgern“ testen, ob die Westallgäuer Wanderung im Geiste des Apostels Jakobus der richtige Weg ist.

Orte der Inspiration und Begegnung zwischen Menschen und den Heilpflanzen ihrer Westallgäuer Heimat sind auch die zahlreichen Gärten mit Kräutern und Wildpflanzen, die während des gesamten Jahres Saison und für die Region eine ganz besondere Bedeutung haben. Alleine der Kräutergarten „Artemisia“ in Stiefenhofen bietet 300 verschiedene Kräuter und Heilpflanzen zum Verkauf an. Weitere typische Allgäuer Pflanzen mit Heilwirkung wachsen und gedeihen auf rund 1.000 Quadratmetern im Kräutergarten „Zellers“ in Argenbühl/Eglofs.

Himmlische Antworten und Kräutersprüche aus alter Zeit erhalten Besucher im Kräutergarten „Himmelszipfele“ in Wangen-Leupolz. Wer genau wissen möchte, wie die Westallgäuer Kräuter auf Körper, Geist und Seele wirken oder welche Geheimnisse und mystische Geschichten es über die Westallgäuer Heilpflanzen zu erzählen gibt, dem sei eine Kräuterführung mit heimischen Expertinnen empfohlen

Über das Westallgäu
Sonnenlicht macht glücklich und gesund. Die Einwirkung von UV-Licht reguliert den Hormonhaushalt, beeinflusst das Herz-Kreislauf-System und produziert das Wohlfühlhormon Serotonin. Bei den Menschen im Westallgäu ist die „innere Uhr“ besonders intakt – das Westallgäu gehört zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Die Gemeinden Lindenberg und Scheidegg mit regelmäßig mehr als 2.000 Sonnenstunden pro Jahr ragen aus der Allgäuer Sonnenregion heraus.

Beide Gemeinden bieten eine atemberaubende Natur sowie eine Fernsicht der Extraklasse: Aus dem Westallgäu erhaschen Gäste sogar einen Blick auf den Bodensee. Reich mit Sonne gesegnet sind auch die Gemeinden Gestratz, Grünenbach, Heimenkirch, Hergatz, Hergensweiler, Maierhöfen, Oberreute, Opfenbach, Röthenbach, Stiefenhofen und Weiler-Simmerberg, die allesamt zum Tourismus-Verbund „Westallgäu Tourismus“ zählen.

Das Westallgäu liegt im äußersten Südwesten Bayerns auf 800 bis 1.000 Meter – zentral zwischen Alpenland und Bodensee. Die hügelige Voralpenlandschaft ist eingebettet in ein Mosaik aus Wiesen, Wäldern, Tobeln und malerischen Dörfern. Das Westallgäu grenzt an das Oberallgäu, das württembergische Allgäu, an den Bodensee und an Österreich.

Das 70 Hektar große Naturschutzgebiet „Eistobel“ und die Scheidegger Wasserfälle sind besonders sehenswert in der Urlaubsregion im Dreiländereck, die sich auf verschiedene Art aktiv erleben lässt: Zu Fuß als Pilger und Kräutersammler auf dem Jakobusweg, um in der „Kraftquelle Allgäu“ neue Energie zu tanken oder auf den 31 „Westallgäuer Wasserwegen“ zu Wasserfällen, Weihern und Mooren, die eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt bieten. Eine Entdeckungsreise für die Familie ist eine Tour auf dem „Grenzerpfad“. Wanderern steht ein rund 620 Kilometer langes Wegenetz mit Touren verschiedener Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Durch das Westallgäu verläuft zudem ein Teil der „Wandertrilogie Allgäu“ – der bekannte Fernwanderweg mit drei Routen und 53 Etappen bietet Wanderspaß in drei Höhenlagen auf 876 Kilometern.

Kulinarisch ambitionierte Radfahrer erkunden die Westallgäuer Genussregion auf der „Allgäuer Käsestraße“, für die sieben verschiedene Radtouren entwickelt wurden. Das Westallgäu ist ein Paradies für Genussradler, Mountainbiker und Rennradfahrer. Insgesamt steht Radfahrern ein Wegenetz von rund 220 Kilometern zur Verfügung. 

Das Westallgäu aus der Vogelperspektive erleben Besucher im „skywalk allgäu Naturerlebnispark“, Kulturgeschichte der ganz besonderen Art im Deutschen Hutmuseum in Lindenberg.

In zwölf Gemeinden erhalten Urlaubsgäste bei Anreise die elektronische Gästekarte „Allgäu-Walser-Card“, die neben ermäßigten Preisen für attraktive Freizeitleistungen auch Vorteile im öffentlichen Nahverkehr bietet.  


Info:
Westallgäu Tourismus e.V.
Museumsplatz 1, 88161 Lindenberg
Telefon: +49 8382 270 - 153
Telefax +49 8382 270 - 77153
Internet: www.westallgaeu.de    
 
Foto: Das Westallgäuer Teilstück des Jakobusweges verläuft quer durch den Landkreis Lindau bis an den Bodensee. Foto: Landkreis Lindau (Bodensee)/Rolf Brenner

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