Sonntag, 3. Juni 2012

UNESCO-Welterbe Friaul-Julisch Venetien


Friaul-Julisch Venetien
Kulturreise ins UNESCO-Welterbe

Die wechselvolle Geschichte von Friuli Venezia Giulia reicht Jahrtausende zurück. Die Region ist ein Knotenpunkt der Kulturen und der europäischen Geschichte. Aquileia ist eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten Italiens und UNESCO-Welterbe.

In der 181 vor Christus gegründeten, und bald viertgrößten Stadt Europas mit Forum Romanum, Basilika, Via Sacra und Stadtmauer, feiert das Römerreich seine Auferstehung. Cividale del Friuli war einst Hauptstadt der ersten langobardischen Herzöge in Italien und ist ebenso UNESCO-Welterbe. Der Tempietto longobardo und das Christliche Museum des Doms, die Teufelsbrücke und die Ipogeo Celtico sind einzigartige Zeugen der Langobarden.



Ins venezianische Rokoko versetzt Udine, die „Stadt des Tiepolo“. Der Maler verbrachte in Udine die produktivste Periode seiner künstlerischen Laufbahn. Im Palazzo Arcivescovile, im Dom und in der Galleria d’Arte Antica sowie im Schloss über der Altstadt sind viele seiner Meisterwerke zu bewundern. Görz ist die Grenzstadt zwischen Italien und Slowenien. Mit ihren mittelalterlichen Häusern unterhalb der Burg galt sie zu Zeiten der Habsburger als das „österreichische Nizza“.



Triest war einst wichtigster Hafen der Donaumonarchie und ist heute berühmt durch seine Multikultur, Palazzi vom Barock bis zum Historismus sowie wegen des weltberühmten Schlosses Miramare. Aufgrund seiner strategischen Lage stand Friaul-Julisch Venetien oft im Mittelpunkt großer Auseinandersetzungen und wichtiger geschichtlicher Umwälzungen. Am Isonzo wurden im Ersten Weltkrieg zwölf Schlachten geschlagen. Heute erinnern Umzüge in historischen Kostümen und Rundwege an die furchtbaren Geschehnisse. Für Kriegshistoriker sehenswert sind außerdem der Themenpark zum Ersten Weltkrieg in Monfalcone und das Museum des 1. Weltkriegs in Ragogna sowie die vielen Gedenkstätten für die Opfer des ersten und zweiten Weltkriegs.

Grosse Naturerlebnisse und Foto-Trekking in Friuli Venezia Giulia

Die Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten Italiens ist ein Naturerlebnis: Zu erkunden gibt es 16.000 Hektar Lagune, drei Naturparks und 13 Naturschutzgebiete, in denen die Zeit teilweise stillzustehen scheint. Die Friaulischen Dolomiten zählen seit kurzem zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die Julischen und Karnischen Voralpen stecken voller entdeckenswerter Gipfel, die bei Tarvisio selbst internationale Alpinisten anlocken.



Ein lohnendes Ziel für Genusswanderer sind die Laghi Fusini, an welchen sich tatsächlich noch Luchs und Bär gute Nacht sagen. Die Täler entfalten eine ganz eigenständige Kultur: Im Resia-Tal werden seit dem 7. Jahrhundert slawische Sprache und Traditionen hoch gehalten – so auch in der deutschen Sprachinsel Sauris in den Karnischen Alpen, das gleichzeitig ein „kulinarisches Wahrzeichen“ Friauls darstellt.

Die Alpen im Norden Friuli Venezia Giulias sind allesamt lohnende Ziele für eine Fototrekkingtour auf dem Rücken eines Pferdes – etwa von Ovaro über Sauris nach Lauco mit Übernachtung in Bauernhöfen oder Hütten.

Den Radlern bietet sich in der gesamten Provinz Friuli Venezia Giulia ein umfangreiches Angebot an Strecken – für Straßenräder ebenso wie für Mountainbikes. Wer noch „Meer“ sehen will, kann durch die 16.000 Hektar Lagune in die Pedale treten, die zwischen Grado und Marano liegen. Hier gibt es heute noch teilweise einfache Fischerhütten (casoni) der einstigen Lagunenfischer – und sonst nur sandige Landzungen die von bis zu 320 Vogelarten bevölkert werden. In Precenicco kann man ein Hausboot entern, um diese traumhaften Landschaften und Vogelwelten zu erforschen. Am ältesten Meeresschutzgebiet Italiens bei Miramare können sich Gäste an begleiteten Tauchgängen vom Alltag ausklinken.

Sommer in Friuli Venezia Giulia: Sonne, Wein und Meer!

Friuli Venezia Giulia ganz im Osten Oberitaliens ist eine der vielfältigsten ita-lienischen Urlaubsregionen: Sie zieht sich von den Karnischen und Julischen Alpen und den Dolomiten im Norden mit bis fast 2.800 Meter hohen Bergen über die bekannten Weinhügel des Collio und die Poebene bis zum Golf von Triest und die bekannten Badeorte an der oberen Adria. Dort liegt ein Knotenpunkt der europäischen Geschichte und noch heute treffen in Friaul-Julisch Venetien Kulturen aufeinander wie sonst nirgendwo in Italien.




Neben Italienisch wird hier auch Deutsch, Furlanisch und Slowenisch gesprochen. Urlauber entdecken in den Städten und im Hinterland eine fast unglaubliche landschaftliche, kulturelle und gastronomische Vielfalt: Von der römischen Ausgrabungsstätte Aquileia über Udine – die „Stadt des Tiepolo“ und Gorizia – das „Nizza der österreichischen Kaiserzeit“ – bis zum habsburgischen Triest gibt es Faszinierendes zu entdecken. Absoluter Pluspunkt – auch für Kurzreisen: Friuli Venezia Giulia, die „am nächsten liegende italienische Versuchung“. Von München sind es nur 450 Kilometer oder etwas mehr als vier Stunden Autofahrt bis Udine, von Salzburg 320 Kilometer oder knapp drei Stunden.

Überlandpartie vom Adriastrand in die Kunststädte

Schon die österreichische Kaiserfamilie kam zur Sommerfrische in die Lagune von Grado. Die venezianische Jahrhundertwende-Architektur in den schmalen Gassen erinnert heute noch daran. Schloss Miramare an der schroffen Karstküste am Golf von Triest war über Jahrzehnte eine Sommerresidenz der Habsburger – Triest selbst der wichtigste Schiffshafen der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Heute ist die Obere Adria von Friuli Venezia Giulia bei den Österreichern nach wie vor die eindeutig beliebteste Adresse für einen Urlaub am Meer. Lignano Sabbiadoro ist der Hot Spot für Strandläufer und Einkäufer an der oberen Adria – und gemäß Ernest Hemingway das „kleine Florida Italiens“. Das bekannte Nightlife, die vielen Shops und Boutiquen sowie der acht Kilometer lange, goldfarbene Adriastrand sorgen für das unvergleichliche Gefühl des „Dolce far niente“. Ebenso sehenswert sind viele weniger bekannte Orte in Friuli Venezia Giulia: Muggia etwa, das einzige „istro-venezianische“ Städtchen der Region. Oder Pordenone, dessen Stadtbild zwischen romanischen, barocken und gotischen Einflüssen pendelt. Und natürlich das elegante Udine, das Schmuckkästchen des bedeutenden venezianischen Malers Tiepolo. Gorizia ist der Schmelztiegel Mitteleuropas, in dem römische, slawische und germanische Kulturen aufeinandertreffen.

Die Kunst des Feierns und Genießens

Prosciutto crudo San Daniele, Tocai Friulano, Montasio-Käse: In Friuli Venezia Giulia treffen sich Feinschmecker, Weinkenner und Lebensgenießer. Die Triestiner und Görzer Küche variiert wohlschmeckend zwischen habsburgischen und slawischen Rezepten. An den Küstenstraßen reihen sich Restaurants aneinander, die fangfrischen Fisch kredenzen. Durch die Wein- und Gastronomiestraßen, die sich von den Bergen zum Meer schlängeln, ist Friuli Venezia Giulia das „Gelobte Land“ für Gourmets und Weintouristen.




Wichtig: Termine für Genießer

Eine besondere Gelegenheit sind im Frühling die Cantine aperte (21.–27.05.12), für welche viele Weinbauern der Region ihre Keller öffnen. Oder das Schinkenfest von San Daniele „Aria di festa“ (22.–25.06.12), bei dem die Hersteller mit den Prosciutto-Schneidemaschinen im Dauereinsatz sind. Ein Pflichttermin sind die Sapori Pro Loco (12.–13. + 19.–20.05.12), welche vor der malerischen Kulisse der Villa Manin in Codroipo begangen werden: Im weitläufigen Park der Sommerresidenz des letzten Dogen von Venedig, verwöhnen regionale Spezialitäten, begleitet von Musik und Theater, die Sinne. Der Sommer in Friuli Venezia Giulia steckt auch voller künstlerischer Genüsse: Vom Triestiner Filmfest Maremetraggio (29.06.–07.07.12) bis zum Alpe Adria Puppet Festival (20.–26.08.12) in Grado und Gorizia spannt sich der Bogen. Das MittelFest von Cividale del Friuli (07.–22.07.12) ist ein Festival mit Prosa, Musik, Tanz, Poesie und Figurentheater, der Sergio-Amidei-Preis ein anerkanntes Kinofestival im Schloss Görz. Im Ferragosto und Herbst gibt es wieder Gelegenheit zum Verkosten und Gustieren nach Lust und Laune: Calici di Stelle (10.08.12) steht in mehreren Orten für traditionelle Qualitäts-Weinverkostungen unter freiem Himmel in der Nacht von San Lorenzo. Um die leiblichen Genüsse geht es ebenso beim vier Tage dauernden Stadtfest „Friuli Doc“ in Udine (13.–16.09.12), bei dem sich jedes Jahr hunderttausende Gäste tummeln. Mit dem Kürbisfest (27.–28.10.12) in Venzone ist man dann tatsächlich bei den herbstlichen Genüssen von Friaul-Julisch Venetien gelandet.

Wein- und Gourmetreise quer durch Friuli Venezia Giulia

Für Österreicher ist es ein offenes Geheimnis, dass Friuli Venezia Giulia in Oberitalien ein Treffpunkt für Weinkenner und Feinschmecker ist. Wein- und Gastronomiestraßen ziehen sich von den Alpen bis zur Adria. 1.500 Weingüter laden zur Verkostung von autochthonen „Top White Wines“ wie Ramandolo und Picolit oder Tocai Friulano ein – und das sind nur drei von vielen herausragenden Tropfen, die in neun DOC- und zwei DOCG-Weinbaugebieten kultiviert werden.




Für eine „bissfeste“ Grundlage sorgt die vielseitige Küche von Friaul-Julisch Venetien, welche die großen kulinarischen Traditionen Mitteleuropas, des Veneto und des Slawischen Raums vereint. „Kostbar“ ist alles – von der Fischsuppe Boreto a la graisana über die karnischen Cjarsons bis zum friaulischen Frico. Die Küstenstraßen sind übersät mit Lokalen und Restaurants, die frisch gefangene Meeresfische und Schalentiere servieren. Vieles aus dieser Region zählt bereits zu den europaweit geschätzten und zertifizierten Delikatessen, wie der Prosciutto San Daniele, der Montasio-Käse, Grappa Friulano, Balsamico oder Natives Olivenöl Extra Tergeste.

Info:
Friuli Venezia Giulia, Via Carso, 3, I 33052 Cervignano del Friuli (UD), Telefon 0039 0432 387111, Fax 0039 0432 387199, www.turismofvg.it


Anreise
Flug: Aeroporto Friuli Venezia Giulia–Ronchi dei Legionari (Go) –Trieste, Regionalflughafen Triest, 33 km von Triest, 40 km von Udine, 20 km von Gorizia, 80 km von Pordenone entfernt.
Auto: Autobahn A23 Tarvisio–Udine–Palmanova , Autobahn A4 Turin–Triest, Autobahn A28 Portogruaro - Conegliano
Bahn: täglich bis zu 10 IC-Verbindungen aus Österreich zwischen Venezia-Udine-Villach-Klagenfurt, tägliche ÖBB Nachtzugverbindung von Wien nach Udine und Venedig. Inneritalienische Bahnverbindungen: Triest–Gorizia–Udine, Udine–Palmanova–Cervignano–S. Giorgio di Nogaro , Udine–Cividale, Udine–Tarvisio, Gemona–Pinzano–Sacile, Udine–Venedig, Casarsa–Portogruaro, Triest–Monfalcone–Cervignano–Venedig

Fotos: Marco Milani (Friuli Venezia Giulia), Mittagskofel, Alessandro Castiglioni, Zambelli, (Friuli Venezia Giulia)

Toskana: Hotel und Wine Resort Villa Dievole


Hotel & Wine Resort Villa Dievole****
Gott will es wohl genau so

Italienische Namen gehen einem stets ins Ohr – doch hinter dem wohlklingenden „Dievole“ steckt mehr: knapp ein Jahrtausend Geschichte – an deren Anfang zwei Brüder sechs Silbermünzen, drei Brotlaibe und zwei Hähne für Dievole (wohl von „dio vuole“, d. h. Gott will) für das Land bezahlten.



Heute, exakt 922 Jahre später, schwingt der Name „Dievole“ noch genauso sonor zwischen Pinien und Weinstöcken, wenn man Einheimische kurzerhand nach dem Weg zum Gutsbesitz fragt – während viele andere toskanische Güter heute die Namen ihrer neuen Eigentümer aus Mailand, Zürich oder Frankfurt tragen. Denn die Mezzadria, eine Art Feudalsystem, hat die italienische Landwirtschaft bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts geprägt. Viele Bauern wanderten in Industrieregionen und Städte ab, Häuser verfielen, den Großgrundbesitzern fehlten die Arbeitskräfte.

So verkauften viele ihre Ländereien an Ausländer, etwa an reiche Norditaliener, Schweizer oder Deutsche. Die neuen Eigentümer steckten viel Geld in ihre Anwesen, sie restaurierten sie liebevoll, und erschlossen mitunter auch neue Geschäftszweige wie den Qualitätsweinbau oder die Hotellerie. Nicht zuletzt deshalb erstrahlt die herrschaftliche Villa Dievole – im Mittelalter noch von einem Florentiner Adelsgeschlecht als privater Landsitz genutzt – in neuem, aber historisch authentischem Glanz.



Inmitten einer der betörendsten europäischen Kulturlandschaften thront sie quasi auf einem Hügel des Chianti Classico bei Vagliagli – umringt von Pinien, Säulenzypressen, Olivenbäumen und Weinstöcken. Heute ist sie ein Viersternehotel, das sich den unvergleichlichen Charme und den historischen Charakter eines mondänen Toskana-Landhauses aus jener Zeit bewahrt hat. Renoviert und mit Vollausstattung weiß das Haupthaus des Gutsbesitzes auch stilistisch zu überzeugen. So kann man sich als Gast leicht ausmalen, wie es sich anfühlen muss, ein Gutsherr zu sein, der – gerade von der anstrengenden Wildschweinjagd ins Landgut zurückgekehrt – bei einem Glas Rotwein vor dem offenen Kamin ausspannen will.

So etwa in der herrschaftlichen Suite Dievole Novecento, einer 200 m2 großen Ferienwohnung, die nicht nur mit allen Extras aufwarten kann, sondern auch einen schier endlosen Blick auf die toskanischen Weinberge gewährt. Neben dem Gästeangebot in der Villa verteilen sich die insgesamt 28 Suiten und Doppelzimmer auf weitere vier Wohnhäuser: auf das Casa Dievolino, einst als privates Gästehaus genutzt, bietet es heute 220 m² toskanische Wohnkultur pur für bis zu zehn Personen und ist somit das ideale Refugium für eine Großfamilie oder für einen gediegenen Urlaub im Freundeskreis. Das Casa Limonaia ist de facto eine 120 m² große Suite, die mit einem Mix aus modernen und traditionellen Stilmitteln – etwa einem Schlafzimmer mit offenem Kamin und einem Bad mit Whirlpool und Massagedusche – zu begeistern weiß.




Dievoles ehemaliges Jagdhaus wiederum – Casa Olivo genannt – liegt gleich gegenüber der gutseigenen Hauskapelle und wartet heute mit geräumigen Doppelzimmern auf, die viel Komfort für zwei Personen bieten. Das Casa Colombaio ist hingegen eine völlig neu ausgebaute Landhausgruppe in erhabener Lage, mit geräumigen Appartements und mit einem einzigartigen Ausblick auf das Weingut. Zwei Panoramapools ergänzen die exquisite Hotelanlage, zudem bieten ein Frühstücksrestaurant in den ehemaligen Stallungen von Villa Dievole, eine Bar und ein À-la-carte-Restaurant alles, was man für echtes „Dolce far niente“ braucht.

Dievole tischt auf:
Die Toskana geht auch durch den Magen

Wer die Toskana lieben gelernt hat, weiß: Keineswegs ist es die malerische Kulturlandschaft allein, die einen sofort in den Bann zieht. Nein, die Toskana geht auch durch den Magen, gilt sie doch weltweit nicht nur als önologisches, sondern auch als kulinarisches Kernland Italiens, obwohl die Küche in toskanischer Tradition bäuerlich-rustikal und damit eigentlich einfach ist.




Das ist offenbar auch ihr besonderer Reiz, denn das allgegenwärtige Brot, Oliven, Käse, Rohschinken, Wild oder Kräuter sind die Eckpfeiler der toskanischen Küche. So treffen sich Gäste dann auch bisweilen an Dievoles altem Backofen und naschen zwischendurch an kleinen Leckerbissen aus der Küche, stets umgeben vom verführerischen Duft von pfeffrig-süßem Basilikum, Salbei, Rosmarin, Thymian, Oregano oder vom Geruch des ätherischen Lavendels. Freitags versammeln sich Gäste zum Barbecue im Rosengarten und keinesfalls versäumen sollen sie das romantische Candle-light-Dinner in der Cantina Storica, dem historischen Weinkeller von Dievole.

In den zwei Restaurants (Ristorante Dievole, Bar & Ristorante La Terrazza) wählen Feinschmecker täglich aus Menüs, die der Dievole-Küchenchef aus hochwertigen Zutaten zubereitet, wie etwa aus dem schmackhaften Fleisch der Chianina-Rinder oder der Cinta Senese (toskanische Schweine) und aus feinstem Olivenöl hauseigener Pressung. Wer es genau wissen will, kann jetzt beim Küchenchef in die Lehre gehen und auf den Spuren toskanischer Küche wandeln. In exklusiven Kochkursen entdecken Gäste nicht nur den speziellen „Geschmack“ der Toskana …

Dievoles vergessene Kinder

Sie heißen Barsaglina, Foglia Tonda, Aleatico, Mammolo oder Saragiolo – und sie sind die „Kinder“ einer längst vergessenen Weinbau-Ära im Chianti Classico. Viele Jahrhunderte kultivierten Dievoles Bauern diese autochthonen Rebsorten und sie kelterten regionstypische, geradezu fruchtig-frische Weine, die das einzigartige Terroir dieser toskanischen Weinberge nahezu perfekt widerspiegelten, bis diese Traubensorten in Vergessenheit gerieten.



Heute „regieren“ in der Toskana weithin die Klassiker der Gegenwart wie Canaiolo a Raspo Rosso, Malvasia Nera, Syrah, Petit Verdot und natürlich die Leitsorte Sangiovese. Doch die Schwenns und ihre Mitarbeiter am Weingut haben „Dievoles vergessene Kinder“ in den vergangenen zwei Jahrzehnten quasi Rebstock für Rebstock zurückgeholt ins Bewusstsein der toskanischen Weinbautradition. Mit diesem genetischen Vermächtnis traten sie der allgemeinen Uniformierung und dem monotonen modernen Weinbau ein Stück weit entgegen – ganz im Sinne der Universität Siena, die das Weingut Dievole auserkoren hat, die Landflächen des Klosters La Certosa di Pievescola nach althergebrachter Tradition, in Form „landwirtschaftlicher Archäologie“ zu bewirtschaften, um historische Sorten wieder zum Leben zu erwecken.

So erfreut der „Certosa di Pontingnano“, ein erstklassiger Chianti Classico D.O.C.G nach dieser Gepflogenheit, heute die Gaumen zahlreicher Weinliebhaber. Obwohl, sich völlig vom allgemeinen Trend am Markt abzukapseln, wäre wohl auch keine weise Entscheidung gewesen. Dieser Entwicklungstendenz entsprechend produziert das Weingut Dievole dann etwa auch so genannte „Super-Toskaner“, kräftige, vollmundige Cuvées, die ihren letzten „Schliff“ erst durch einen aufwändigen, mehrmonatigen Lager- und Reifeprozess in teuren Barriquefässern erhalten. So zum Beispiel wie der Broccato, der aus Sangiovese, Merlot und Petit Verdot vergoren wird und viele Monate in französischen und amerikanischen Eichenfässern lagert, bevor er abgefüllt wird.

„An keinem anderen Ort ist der Himmel so nah …“



Marketingexperten bezeichnen es üblicherweise als Echo-Effekt, wenn zufriedene Kunden ein Unternehmen aus freien Stücken und aus persönlicher Überzeugung weiterempfehlen. Denn im Durchschnitt – so wissen sie – erfahren drei weitere Menschen von dieser Art der Mundpropaganda und sie erzählen es wiederum weiter – ein Schneeballsystem 2.0 quasi. Stöbert man im Internet, auf dem größten deutschsprachigen Meinungsportal für Reise und Urlaub, dem HolidayCheck (holidaycheck.de), nach dem Viersterne-Hotel & Wine Resort Villa Dievole, dann wird man schnell fündig. Der renommierte Urlaubsbewerter aus dem deutschen Verlagshaus Burda führt das mittelitalienische Urlaubsresort mit einer Weiterempfehlungsrate von 100 Prozent! So kommentiert etwa Petra aus Deutschland auf holidaycheck.de: „An keinem anderen Ort ist der Himmel so nah an der Erde wie auf Dievole“.

Göttliche Landschaft - himmlische Weine - prämiertes Weinland

Das gilt insbesondere für Dievoles Weine, denn die Rückkehr zu den Mutterpflanzen der „göttlichen“ Weinberge und das unbedingte Bekenntnis zur Qualitätsproduktion und zum Terroir brachten das Weingut und seine Erzeugnisse in den vergangenen Jahrzehnten dem Himmel wohl ein Stück näher. Im laufenden Jahr 2012 darf sich das Hotel & Wine Resort Villa Dievole dafür sogar ein deutlich sichtbares Zeichen auf die Fahnen heften: Das „Great Wine Capitals Global Network“ sprach Dievole den „Best of Wine Tourism Award“ zu und reihte das Resort damit unter die besten Weinproduktionsstätten und Weintourismus-Unternehmungen weltweit ein.




Chianti Classico - eine einzigartige Kulturlandschaft im Herzen Italiens

Das Hotel & Wine Resort Villa Dievole, das sind 400 Hektar fruchtbarer Boden auf den schönsten Hängen des Chianti Classico inmitten der Toskana: Olivenhaine, Zypressen- und Pinienalleen, saftig-grüne Wiesen und Felder, dichte Wälder und natürlich Weinreben, die Dievole auf rund einem Viertel dieser Fläche zieht und kultiviert. Genau das entdecken Gäste bei einer Mountainbike- oder Wandertour – sie sehen die Kulturlandschaft ungeschminkt, ehrlich und mitunter in interessanter Symbiose, wie etwa im Chianti-Skulpturenpark im Herz des Chianti-Gebiets, wo sie die Faszination einer friedlichen Koexistenz von Natur und zeitgenössischer Kultur beobachten können.



Wer deutlich mehr Fahrt aufnehmen will, rollt mit der Vespa an Olivenbäumen, Weingärten und Pinien vorbei. Dabei spürt man den frischen Fahrtwind im Auf und Ab des imposanten Hügellands, kann gleichsam nebenher über spannende Sehenswürdigkeiten staunen und atmet die mediterrane Luft einer Kulturlandschaft, die ihresgleichen sucht. Dazu kommt: Die kleinen Motorroller sind mehr als nur ein fahrbarer Untersatz. Seit mehr als 60 Jahren auf den Straßen vermitteln sie das typisch italienische Lebensgefühl, das ebendort in Zeitlupe an einem vorbeizuziehen scheint. So aufregend kann sich keine weitere Region Europas präsentieren, auch wenn sich viele mit solchen Attributen schmücken: „Fränkische Toskana“ oder „Steirische Toskana“ – die verträumte Schönheit des Originals ist weder der bayerischen noch der österreichischen Kopie eigen. So gilt auch hier: oft kopiert, nie erreicht!

Streifzug durch das Mittelalter

Auf knapp 1.000 Jahre Geschichte blickt die Region um Dievole zurück und sie verbirgt es nicht. Vielerorts sind die Spuren der Vergangenheit zu sehen. Wer sich etwa in frühere Jahrhunderte kultureller Hochblüte zurückversetzen will, besucht die Universitätsstadt Siena (12 km entfernt) oder die Renaissance-Metropole Florenz, die lediglich 60 km nördlich von der Villa Dievole entfernt liegt. Während Florenz als Paradebeispiel einer Renaissance-Stadt bezeichnet werden kann, versprüht Siena noch den Charme eines Städtchens mit mittelalterlichem Charakter, in dem die italienische Gotik den Ton angibt. Dabei lohnt sich vor allem ein Streifzug durch die historische Altstadt von Siena, die seit 1995 zum UNESCO-Welterbe zählt. Dieses mittelalterliche Vermächtnis wird noch deutlicher in Monteriggioni, einer Siedlung, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Das Dorf ist noch heute umgeben von einer zwei Meter breiten Stadtmauer, die auf knapp 600 m Länge von Wehrgängen durchzogen und mit elf weitgehend unbeschädigten Wachtürmen bestickt ist.

Info:

Hotel & Wine Resort Villa Dievole****, Loc. Dievole 6/Vagliagli, I 53019 Castelnuovo Berardenga, (Siena), Telefon 0039 0577 32 26 32, Fax 0039 0577 32 10 18
www.villa-dievole.com, villa.dievole@dievole.it

Anreise: Bequem ins Paradies

Viele Wege führen nach Vagliagli ins Hotel & Wine Resort Villa Dievole. Dort zweierlei Reisevarianten, die schnell zum Ziel führen: Erstens, mit dem Auto von Norden (Deutschland, Schweiz, Österreich) kommend verlässt man die A1 an der Autobahnausfahrt „Firenze Impruneta“ und fährt weiter Richtung Siena auf der Schnellstraße „FI-SI“; in der Folge nimmt man die Ausfahrt Siena Nord, biegt beim folgenden ersten und zweiten Kreisverkehr jeweils links ab und zweigt dann nach wenigen Kilometern rechts ab auf die SP 102 in Richtung Vagliagli. Man folgt dieser Straße ca. 8 km bis zum Ortseingang Vagliagli. Am großen Dievole-Schild biegt man rechts ab in eine Zypressenallee und folgt dem Weg bis zur Villa Dievole. Zweitens mit dem Flugzeug: Die Villa Dievole ist 62 km vom Flughafen Florenz entfernt und bequem in etwa 60 Autominuten zu erreichen. Alternativ landen Gäste am Flughafen Siena und fährt ca. 35 Autominuten (26 km). Sämtliche Informationen zu möglichen Flügen finden Interessierte direkt bei den Fluggesellschaften bzw. in einschlägigen Flug-Suchmaschinen oder in einem Reisebüro.


Gardasee: Boffenigo Small & beautiful Hotel


BOFFENIGO
SMALL & BEAUTIFUL HOTEL****S

Am Gardasee, klein und fein – und schön obendrein

Der Feldherrnblick allein ist bereits erhebend. Mir nichts, dir nichts verliert man sich in der Ferne, viele Quadratkilometer blaugrünes Wasser liegen einem gleichsam zu Füßen – Wasser, das den Gardasee zum größten See Italiens anschwellen ließ – und ein malerisches Städtchen: Garda, mit seiner sehenswerten Seepromenade, dem kleinen Hafen und dem venezianischen Palazzo dei Capitani.


Gleichsam obenauf Familie Padovanis Viersternesuperiorhotel Boffenigo Small & Beautiful, das so herrschaftlich auf einer Anhöhe bei Costermano am Gardasee liegt, dass man ob der besonderen Lage von der ersten Sekunde an vor Freude jauchzen möchte. Klein ist dieses schicke Boutiquehotel, obgleich es einem bereits von weitem regelrecht ins Auge sticht, wenn man seinen Blick während der Auffahrt über die malerische Hügellandschaft schweifen lässt. Und fein ist es – vom Massentourismus fehlt hier jedenfalls jede Spur. Gott erhalt’s!


Gleich daneben: Bardolino

Schön ist das Anwesen obendrein, regelrecht „bewacht“ von strammen Zypressen und Oleandern, von Zitronen- und Orangenbäumen. Ebenfalls allgegenwärtig: Olivenbäume und natürlich Weinreben, keltern doch Winzer gleich im benachbarten Bardolino fruchtig-frische Weine wie den roten, gleichnamigen Bardolino und einen beliebten Rosé namens Chiaretto. Gerade diese Nähe zum Bardolino, aber auch zum Valpolicella spiegelt auch ein Blick wider in den gut sortierten Weinkeller des Boffenigo Small & Beautiful Hotels. Von dort müssen allerdings selbst die edelsten Tropfen beizeiten ans Tageslicht, denn die Nachfrage nach den erlesenen Weinen aus der Region ist groß in den beiden Restaurants des Hauses: im „Scalchi” und im „Le Robinie“.

Essen und Trinken vom Feinsten!


Zudem schätzt der Küchenchef des Resorts naturnahe Qualitätsprodukte aus der Region und er verarbeitet die wertvollen Zutaten mit viel Feingefühl zugunsten ihrer Farben und Aromen. Tagsüber oder in lauen Nächten stärken sich die Gäste gern im Panoramarestaurant auf der Hotelterrasse. Dort naschen sie nicht nur gern die Leckerbissen aus der Boffenigo-Küche, sondern genießen auch den atemberaubenden Weitblick auf das Städtchen Garda und den blaugrünen Gardasee.




Dieses seltene Panorama müssen Gäste selbst dann nicht missen, wenn sie sich nicht weit von den Sonnenliegen oder vom großen Pool entfernen wollen. Der Service der Loungebar direkt am Schwimmbecken wartet auch Antipasti auf, Salate, kalte und warme Hors d’Oeuvres oder Snacks und Sandwiches. Täglich am Abend „kredenzt“ er zudem einen romantischen Sonnenuntergang, der atmosphärisch ohnehin seinesgleichen sucht!


Hort der Ruhe - nur 36 Zimmer und Suiten!

Ruhig ist es im Boffenigo! Gästen Muße zu bereiten und auf Entspannung bedacht zu sein, das sind nicht bloß erklärte Zustände, „Unternehmensziele quasi“, sondern vielmehr Jahr und Tag gelebte Praxis im Hotel Boffenigo. Dazu trägt das beruhigende Plätschern des Wassers ebenso bei wie die gedämpfte Hintergrundmusik, betörende Gerüche oder das sanfte Licht. Nur 36 Zimmer und Suiten sind es, die harmonisch auf diese Ansprüche abgestimmt sind, wobei Gäste aus insgesamt neun verschiedenen Kategorien wählen können: Der Prestige Room Montegolo etwa ist ein großzügiges Doppelzimmer mit Balkon, während die Executive Suite Boffenigo auf 60 m2 jeden nur erdenklichen Luxus bietet: vom Jacuzzi bis hin zum 20 m2 großen Balkon mit Blick auf den nur rund drei Kilometer entfernten Gardasee.



Umsatteln am Gardasee: Radeln und mehr

Der Gardasee ist wohl eines von Europas aufregendsten Mountainbikerevieren. Hunderte Kilometer an Touren und Trails mit Panoramagarantie verleiten schnell zum Umsatteln! Selbst mit dem Straßenrad treten Gäste anderswo kaum öfter und freudiger in die Pedale als auf den Straßenrouten, wo Radfahrer noch als gleichberechtigte Straßenverkehrsteilnehmer wahrgenommen und respektiert werden. Schier unerschöpflich sind auch die Möglichkeiten, die sich Genusswanderern und Nordic Walkern eröffnen zwischen den südlichen Ausläufern der Alpen und der Poebene. Die vielschichtige Landschaft zwischen dem See und den Bergen bzw. Hügeln ist überhaupt eine große „Spielwiese“ für Sportbegeisterte und Aktive: Segeln, Katamaran fahren, Windsurfen, Golf oder Tennis, wofür Boffenigo-Gäste übrigens nur ein paar Schritte zum hauseigenen Platz gehen müssen.


„Fore“ your eyes only

Vor vier Jahren machte „James Bond“ zuletzt Station am Gardasee – für einen Dreh wohlgemerkt! Ob der „Geheimagent Ihrer Majestät“ zum Ausgleich auch seine Eisen auf einem der zehn Golfplätze rund um den Gardasee geschwungen hat? Das ist und bleibt wohl auch zukünftig „top secret“.



Golfen inmitten der Weinberge

Mehr als nur vier Augen bekannt, aber dennoch als Geheimtipp gehandelt: Mit seiner unmittelbaren Nähe zu den schönsten Golfclubs der Gardaseeregion hat sich das Boffenigo Small & Beautiful Hotel als ideales Refugium für passionierte Golfspieler etabliert. Gleichsam um die Ecke, lediglich sechs Kilometer entfernt, im Golfclub „Cà degli Ulivi“, können hungrige Golfer gleich die besten Abschlagzeiten reservieren lassen und dürfen sich zudem über einen Gebührenrabatt freuen. Auch der ehrwürdige „Golf Club Verona“ heißt Greenfeespieler willkommen – und auch dieser Topclub ist innerhalb einer halben Autostunde zu erreichen. Aber „Vorsicht!“ In den sanften Hügeln um den Veroneser Club keltern die Winzer den Custoza DOC, einen leichten, trockenen Weißwein – und die Kellerei „Cantina di Custoza“ ist bloß einen Abschlag weit vom Platz entfernt. Es empfiehlt sich daher, erst am „19. Loch“ am süffigen Custoza zu nippen. Wer dennoch nicht widerstehen kann, wird sich wohl nach einem missglückten „Abgang“ den einen oder anderen „Fore-Ruf“ nicht verkneifen können. Aber nur keine Bange! Abschlagzeiten vergeben etwa auch der renommierte „Gardagolf Country Club“ mit 27 abwechslungsreichen Löchern, der Jack-Nicklaus-Platz von Arzaga oder „San Vigilio Chervò Golf“ sowie der „Golf Club Paradiso Del Garda“, der ebenfalls nur rund 20 Kilometer vom Boutiquehotel Boffenigo entfernt ist.


Info:

BOFFENIGO SMALL & BEAUTIFUL HOTEL****S, Via Boffenigo 6, I 37010 Loc. Costermano – Garda (VR), Telefon 0039 045 7200178, Fax 0039 045  6201247, www.boffenigo.it

Anreise – Garda/Lago di Garda

Auto: Autobahn A22 Brennero–Modena – Ausfahrt Affi Lago Di Garda Sud
Bahn: Peschiera del Garda (VR), Verona
Flugzeug: Valerio Catullo Verona Villafranca (VR) 37 km, Gabriele D’Annunzio Montichiari (BS)

Fotos: Boffenigo Small & beautiful Hotel

Wachau: Wandern und Kulinarik


Wachau entzündet Genussfeuerwerk

„Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen“, soll die Karmeliterin Teresa von Ávila bereits vor Jahrhunderten verkündet haben. Diese weise Sentenz ist heute aktueller denn je!



Wunderbar wanderbare Wachau: 100 % Aktivurlaub im UNESCO-Weltkulturerbe





Wer rastet, der rostet bekanntlich – und so sehr einen die einzigartige Wachau auch zum süßen Nichtstun verführt, so gern zeigt die Landschaft im UNESCO-Weltkulturerbeauch ihr anderes Gesicht: die Wachau als unvergleichliches Gefilde für aktive und junggebliebene Menschen!

So schlängelt sich etwa nicht nur ein Teil des berühmten Jakobswegs durch die Wachau, sondern auch der Welterbesteig,der erst vor zwei Jahren neu angelegt worden ist: Rund um die 100-%-Wachau-Betriebe in Weißenkirchen liegen Wanderern und Nordic Walkern damit 180 faszinierende Wanderkilometer sprichwörtlich zu Füßen. Dieser Höhenweg gewährt an vielen Stellen einen Feldherrnblick und verbindet die 13 Gemeinden des UNESCO-Weltkulturerbes Wachau mit 20 Burgen, Ruinen und Schlössern, drei Klöstern, den terrassenartig angelegten Weingärten und mit dem 960 m hohen Jauerling.




Wer denkt dabei schon daran, dass der mächtigste Berg der Region nur allzu einladend ist für Mountainbiker, führt etwa die beliebte Weinsteigtour doch über mehr als 1700 herausfordernde Höhenmeter und 38 Fahrkilometer rund um den Jauerling. Wer nicht ganz so kräftig in die Pedale treten will, findet auf beiden Seiten des Donauufers eine attraktive Alternative, zumal der Donauradweg von Passau über Wien nach Bratislava und Budapest gerade in der Wachau seinen größten Reiz auf passionierte Pedalritter ausübt. So lohnt sich ein Zwischenstopp in Weißenkirchen, nicht zuletzt wegen der 100-%-Wachau-Gutscheine, die flexibel und unkompliziert im Hotel Garni Donauhof, im Hotel-Weingasthof Donauwirt, im Hotel-Restaurant Kirchenwirt, im Gästehaus Heller oder im Restaurant Heinzle gegen Restaurant- oder Übernachtungsleistungen eingelöst werden können.

Entscheidet man sich erst einmal dazu, etwas länger in Weißenkirchen zu bleiben, dann bieten die Betriebe von 100 % Wachau auch ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm mit geführten Segway-Touren, Ortsführungen, Kräuterwanderungen und mit kommentierten Weinverkostungen, Riedenwanderungen oder Kellerführungen bei Weißenkirchner Spitzenwinzern.

Dabei ist die Wachau inzwischen so gut mit Bus, Bahn oder Schifffahrterschlossen, dass ein Auto nicht mehr zwingend erforderlich ist, um die faszinierende Kulturlandschaft in voller Pracht erleben zu können. Die Wachaubahn lädt zu einer Reise mit dem „Panorama-Schienenbus“ein und präsentiert sich als stressfreie und umweltfreundliche Alternative zum Auto, die zwischen Juni und Ende September zudem als Themenzug mit Weinverkostungen und Guides von Krems nach Emmersdorf tour-retour geführt wird. Weißenkirchen und seine 100-%-Wachau-Betriebe bieten sich geradezu als Ausgangsort für einen Wachau-Urlaub an, zumal Urlauber nicht nur in einem der vier Golfklubs (Maria Taferl, Ottenstein, St. Pölten und Lengenfeld) der Region auf glatten Grüns putten, sondern auch wegen der Anlegestelle Weißenkirchen mit den Brandner-Donauschiffen – als Gäste der 100-%-Wachau-Betriebe sogar ermäßigt – gemächlich auf der „schönen blauen Donau“ schippern können.




Typisch Wachau - Kulinarik vom Feinsten

Dafür haben die fünf 100-%-Wachau-Betriebe im beschaulichen Winzerort Weißenkirchen jetzt genau das richtige Rezept, dreht sich dabei doch alles ums Thema Genuss. Wer demnach seiner Seele ein wohliges Heim bauen will, findet dafür in Weißenkirchen bereits morgens den richtigen „Baustoff“ – bei einem herzhaften Wachauer Frühstück mit ofenfrischen „Wachauer Laberln“, hausgemachter Marillenmarmelade und natursüßem Traubensaft in einem der 100-%-Wachau-Betriebe: im Hotel Garni Donauhof, im Hotel-Weingasthof Donauwirt, im Hotel-Restaurant Kirchenwirt, im Gästehaus Heller oder im Restaurant Heinzle (der Donaufisch-Spezialist feiert 20-jähriges Jubiläum). Damit auch echte Gourmets voll auf ihre Kosten kommen, tischen die 100-%-Wachau-Betriebe weiter kräftig auf, und zwar jeweils ein viergängiges Abendmenü an drei Weißenkirchner Topadressen (Heinzle, prämiert mit einer Gault-Millau-Haube, Donauwirt, ebenfalls ausgezeichnet mit einer Gault-Millau-Haube, Kirchenwirt) – alles im Rahmen einer wohlfeilen Gourmetpauschale mit drei Übernachtungen in der größten und ältesten Weinbaugemeinde der Wachau.



Marillen neben Spitzenweinen

Dort reifen bekanntlich nicht nur die Riesling- und Veltlinertrauben zu Spitzenweinen, die zu Recht seit Jahren im Rampenlicht der „önologischen Weltbühne“ stehen, sondern auch die legendären Wachauer Marillen (Aprikosen). Jahr für Jahr im Sommermonat Juli ernten im UNESCO-Weltkulturerbe Wachau an die 200 Marillenbauern etwa 4.000 Tonnen des süßen Steinobstes. Zu dieser Zeit verstehen es die 100-%-Wachau-Betriebe besonders gut, ihre Gäste regelrecht „einzukochen“, zumal sich die reifen Wachauer Marillen nicht bloß frisch verzehren und zur fruchtig-süßen Marmelade (Konfitüre) verarbeiten lassen, sondern auch zu Nektar, Likör und zu ausgezeichneten Edelbränden. Überhaupt schmecken Gäste das fruchtig-feine Zucker-Säure-Spiel der Wachauer Marille in allen kulinarischen Kreationen, so, als wären die Früchte eben erst vom Baum geschüttelt worden: Marillenknödel mit Butterbröseln oder Marillenkuchen sind beliebte Wachauer Süßspeisen, die das feine Aroma der Frucht besonders authentisch einzufangen vermögen und dieser Tage in allen Restaurants und Gasthöfen auf der Speisekarte sind. Probieren sollten Genießer übrigens auch Marillenchutney oder Marillenröster sowie weitere feine Marillenprodukte, die man in allen 100-%-Wachau-Betrieben kaufen und nachhause mitnehmen kann. Wer hingegen selbst Hand anlegen will, kann die wohlschmeckenden Früchte mit dem exklusiven Gütesiegel „Original Wachauer Marille“ in diesen Wochen allerorts in Weißenkirchen frisch und voll ausgereift kaufen und weiterverarbeiten. Doch allen 100-%-Wachau-Gästen werden noch mehr süße Früchte „aufgetragen“: beim Marillenkirtag in Spitz (20.–22. Juli 2012) oder beim fröhlich-ausgelassenen Fest mit dem bezeichnenden Namen „Alles Marille“ in Krems-Stein.




Kunst und Kultur an der schönen blauen Donau: 100 % Wachau lockt mit Veranstaltungs-Potpourri

Seit knapp zwölf Jahren zählt die Wachau zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die einzigartige Flusslandschaft zeugt in all ihren Facetten von einer langen und bewegten Geschichte am Donaustrom. „Und heute ist diese unvergleichliche Kulturlandschaft ein Gesamtkunstwerk“, sagt Marlies Mandl, eine der Initiatorinnen der Tourismuskooperation 100 % Wachau.

Ebendort, zwischen Natur und Kultur im Herzen der Wachau, wenden sich die fünf Weißenkirchner 100-%-Wachau-Betriebe samt Tourismusverein nun mit einem bunten Veranstaltungsprogramm an wein-, kunst- und kulturinteressierte Urlauber. Um die Sommersonnenwende zieht es die Weißenkirchner und ihre Gäste zum Donauufer, zumal am 23. Juni 2012 bei Dämmerung allerorts die traditionellen Wachau-Sonnwendfeiern anbrechen. Das sei pure Romantik, ziehe doch ein Schiff nach dem anderen langsam stromabwärts, während die Fackeln in den Weinbergen die Donau in ein sanft-gelbes Licht tauchten, erzählt Tourismusexpertin Mandl. Bisweilen funkt lediglich der farbenfrohe Knalleffekt dazwischen, den so manches Feuerwerk in dieser Nacht auszulösen vermag.

Einen fulminanten Auftakt dürfen 100-%-Wachau-Gäste auch erwarten, wenn sie zwischen 25. Juli und 26. August in die Wachau reisen, geben doch die Wachaufestspiele im Teisenhoferhof in Weißenkirchen Frantisek Langers Stück „Das Kamel geht durch das Nadelöhr“ zum Besten – und dort, im Renaissance-Ambiente des Teisenhoferhofs, läuft nicht bloß Publikumsliebling Waltraut Haas regelmäßig zu komödiantischer Höchstform auf. Noch mehr zu lachen haben jene Gäste, die das speziell dafür geschnürte Genießerpaket „Kultur & Genuss in der Wachau“ buchen, zumal die 100-%-Wachau-Betriebe in Weißenkirchen dabei bereits die Übernachtung, die Eintrittskarte und das Theatermenü in die Pauschale mit aufgenommen haben. Wer seinen Kunstsinn darüber hinaus auf die Probe stellen will, findet dazu auf der Kunstmeile Krems jederzeit Gelegenheit: In Gustav Peichls Karikaturmuseum oder in der Kremser Kunsthalle finden all jene ein Refugium, die die Liebe zur Kunst beflügelt.

Info:

100 % Wachau, Wachaustraße 298, A 3610 Weißenkirchen, Telefon 0043 (0) 2715 2353, Fax 0043 (0) 2715 2353-4,
www.wachau-blog.at, info@wachau-blog.at
Fotos: Steve Haider, 100 % Wachau


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