Freitag, 29. Juni 2018

Velden am Wörthersee: Wanderung zum Forstsee

Durch die wilde Schlucht zum Forstsee und zum Aussichtspunkt Hohes Kreuz



Die Römerschlucht oberhalb von Velden heißt zwar so, hat aber mit den Römern nichts zu tun. Trotzdem ist es ein Erlebnis in ihr zu wandern: Riesige, bemooste Felsbrocken liegen im Bachbett, umgestürzte Bäume und immer wieder Grumpen, in denen sich das Wasser staut. Für Kinder ist das ein Erlebnis der Sonderklasse, denn man kann immer wieder an den Bach herangehen.


Das nächste Erlebnis ist der stille Forstsee, der von dichtem Wald umgeben ist. Auch an seinen Strand kommt man an einigen Stellen. Abschließend bietet uns die Tour mit dem Hohen Kreuz noch einen hervorragenden Aussichtspunkt. Man muss zwar über den Lärm der darunter verlaufenden Autobahn hinweg hören, kann aber einen prächtigen Blick auf Velden und den Wörthersee, die dahinter liegenden Karawanken und Julischen Alpen genießen. Von den Kärntner Bergen ist der Mittagskogel der markanteste Gipfel.

Wegverlauf:
Wir parken in Velden bei der Franzosenkirche. Man kann von dem kleinen Parkplatz aus in wenigen Minuten auf den Hügel mit dem Kirchlein steigen, sie wird aber verschlossen sein. Dafür sieht man außen einige Fresken, darunter auch eines mit einem für Kärnten typischen Christopherus.

Dann orientieren wir uns am Parkplatz an dem Wanderschild, das zum Weg „Forstseerunde“ verweist. Es geht erst vom Kirchenhügel weg, an einem Haus vorbei und danach unter der Autobahn hindurch zum Wald. Dort sehen wir etwas nach rechts versetzt am Eingang der Römerschlucht eine große Tafel, die den Beginn des „Slow Trails“ markiert. Hier finden wir auch eine Erklräung zur Römerschlucht.




Nun folgen wir dem Weg durch die Schlucht, immer entlang des Baches, bis zu einem Römerstein. Hier könnte man zwar nach rechts abbiegen, wir gehen aber auf dem „Romantischen Weg“ immer geradeaus, weiter entlang des Baches, weiter. Unsere Wegnummer ist nun 24a.





Nach vier Brücken und verschiedenen Steilstücken erreichen wir wie am Römerstein angekündigt, Weg Nr. 14. In ihn biegen wir in Richtung „Forstsee“ nach rechts ein. Nun wandern wir eben weiter. Nach einiger Zeit begleitet uns ein Bach, der in seinem kanalartigen Erscheinungsbild an einen südtiroler Waal erinnert.  


 

Etwas später dürfen wir den nach rechts abzweigenden Pfad zum „Forstsee“ nicht übersehen. Entlang des Baches kommen wir zu einem querenden Weg. Kurz dahinter können wir den See schon ahnen. Wir wandern nach links weiter, nun kommen verschiedene Stellen, an denen man ans Wasser gelangen kann. 


 
Nach zwei Gebäuden überqueren wir die Staumauer nach rechts, gehen an einer WC-Anlage vorbei und kommen wieder in den Wald. Hier dürfen wir uns durch die verschiedenen abzweigenden Wege, die zum Teil zum Ufer führen, nicht verwirren lassen. Wir orientieren wir uns immer an der Beschilderung „Forstsee Südufer Hohes Kreuz“, später auch „Römerschlucht“.




Zum Glück gibt es bei der verwirrenden Zahl von Wegen immer genügend Schilder für unseren Wanderweg, denn man kann auf dieser Strecke schon die Orientierung verlieren. Schließlich erreichen wir einen querenden Weg. Wir gehen erst nach links zum „Aussichtspunkt“, später nach rechts in Richtung „Römerschlucht“. 


 
Am Aussichtspunkt haben wir nicht nur die oben erwähnte Aussicht, wir finden auch Bänke und eine Informationstafel, die erklärt, was man alles sieht.





Danach gehen wir zurück, am Abzweig vorbei und danach bergab bis wir wieder den bekannten Römerstein erreichen. Nach links wandern wir nun auf dem Anstiegsweg zurück zum Ausgangspunkt.

Und hier die Erklärungen zu den Besonderheiten der Wanderung:




Tourdaten:
Die Wanderung ist knapp 10 Kilometer lang, bringt etwa 260 Meter Höhenunterschied mit sich und dauert etwa drei Stunden. Sie verläuft zu großen Teilen auf Pfaden, entlang des Südufers auch an einem steil zum Wasser abfallenden Stück entlang der Felsen. Am Nordufer des Sees wandern wir auf breiten Forstwegen. Am Forstsee gibt es verschiedene WC-Anlagen.

Info:
Empfohlene Karte:
Kompass Wander- und Bikekarte 62 Ossiacher See Feldkirchen in Kärnten 1 25.000.

Unterkunft
HOTEL SONNALM
Quellenweg 3, A 9546 Bad Kleinkirchheim
Tel. 0043 4240 507
Fax. 0043 4240 507-15

Dieter Buck und Marlies Buck

Besuchen Sie mich auch unter http://www.dieterbuck.de, auf facebook und auf Instagram

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Artikel über Reisen und was schön daran ist, Artikel über die Welt der Alpen, Artikel über Baden-Württemberg, Besprechungen von Reise- und Wanderliteratur, Artikel über Stuttgart, Artikel und vor allem schwarzweiß-Fotos von und über Stuttgart für Minimalisten unter den Freunden der Fotografie; außerdem wird auf den englischsprachigen Blog für Leben und Erleben in Stuttgart und der weiten Welt hingewiesen.

Donnerstag, 28. Juni 2018

Turracher Höhe in Kärnten: 3-Seen-Wanderung

Wer lässt sich von ein bisschen
Regen denn abhalten?
3-Seen-Wanderung auf der 
Turracher Höhe



Wenn eine Landschaft schön grün ist, dann heißt das, dass sie mit Wasser gut versorgt ist. Und was ist schöner als eine grüne Almwiese? Zum Beispiel in den Nockbergen.

Und so darf man sich auch nicht grämen, wenn es Petrus mal nicht ganz so gut mit einem meint und es etwas regnen lässt.
 


Unter den vielen Möglichkeiten, die einem auch dann offen stehen, zählt die 3-Seen-Wanderung auf der Turracher Höhe. Nicht nur dass man drei Seen besucht, man hat auch eine fantastische Landschaft um sich herum, mit Alpenrosen, Knabenkräutern und weiterer Almflora, vor allem aber markante alte Zirben, richtige Baummethusaleme, die einem schon Bewunderung abverlangen.



Ausgangspunkt:
Turracher Höhe

Am parkt, aus Kärnten kommend, gleich am Ortsrand. Dann geht man etwas zurück bis links ein Weg Richtung „Karlsiedlung“ abgeht, auch die Beschilderung „3-Seen-Wanderung“ sieht man. 


Das Sträßchen führt durch die Siedlung und bringt uns zum Grünsee. Nach ihm zweigen wir links ab und wandern entlang seiner Ostseite zurück Richtung Turracher Höhe. Bald hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man zweigt rechts ab und geht direkt zur Sonnalmhütte. Oder man wandert geradeaus weiter bis zu einem querenden Weg und hält sich dort rechts zur Sonnalmhütte. 

 
Bei der Sonnalmhütte hat man nach links bereits einen schönen Blick zum Schwarzsee, hinter dem der Eisenhut in die Höhe strebt; er ist nicht nur der höchste Berg der Nockberge, sondern der ganzen Gurktaler Alpen. 



Wir gehen hinab zum See und an seinem Ostufer entlang; immer wieder kommen wir an interessanten Informationstafeln vorbei. Nach dem See geht es nach links weiter, erst kann man aber dem Schild Richtung „Stollen“ folgen und auf einem Pfad geradeaus weitergehen. Man kommt zwar nicht zu einem offenen Stollenloch, aber zu einer Abraumhalde des einstigen Kohleabbaus. Zudem säumen mächtige Zirben den Weg.

 
Danach geht man wieder zu dem breiten Weg zurück und hält sich rechts. Kurz danach kann man entweder geradeaus weitergehen, wenn man nur eine kurze Wanderung unternehmen will. Schöner ist es allerdings, man folgt dem Schild nach rechts. Nun führt uns der Weg durch ein Moor; feuchte Stellen sind durch einen Bohlenweg entschärft. Wir sehen weitere interessante Baumgestalten, außerdem Blockhalden von Steinen, die durch Frostsprengung aus dem Fels entstanden sind. Und vor uns sehen wir immer noch zum Eisenhut.



An einem querenden breiten Güterweg halten wir uns links. Er führt uns in einigen Windungen hinab zum Turrachsee. Hier halten wir uns links und wandern an seinem Ostufer entlang. Nach dem letzten Haus kommen wir in den Wald und der Weg steigt etwas an. An einem Querweg biegen wir rechts ab und erreichen bald wieder unseren Ausgangspunkt.

Weitere Impressionen von der 3-Seen-Wanderung auf der Turracher Höhe:















Info:

Unterkunft
HOTEL SONNALM
Quellenweg 3, A 9546 Bad Kleinkirchheim
Tel. 0043 4240 507
Fax. 0043 4240 507-15

Turracher Höhe

Empfohlene Karte
Kompass Wandern Rad Skitouren Langlauf 063 Bad Kleinkirchheim 1 25.000

Dieter Buck und Marlies Buck

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Mittwoch, 27. Juni 2018

Zwischen Millstätter See und Drautal

Wanderung zum Egelsee



Der 9,35 Hektar große und bis zu 25 Grad warme Egelsee ist eines der beliebtesten Ausflugsziele am Hochgosch, dem Höhenrücken zwischen dem Millstätter See Südufer und dem unteren Drautal. Schon in früheren Zeiten diente der Moorsee als Badesee und im Winter zum Schlittschuhlaufen. 



Im Frühsommer können wir uns bei der Wanderung im Wald an verschiedenen Knabenkrautarten erfreuen. 




In der Nähe des Egelsees fand man eine frühmittelalterliche Befestigung. Ein deutlich sichtbarer Wall zeugt von ihrer Existenz. Fundstücke sind im Museum Carantana in Molzbichl zu sehen.

Wegverlauf:
Wir fahren bis zum Löhner Wacholder-Platz mitten im Wald. Hier gehen wir mit dem Wanderzeichen 23/1 nach links in den Wald, zweigen aber gleich von dem abwärts führenden Weg rechts in den ansteigenden Weg ab. Auf diesem etwas holprigen Weg steigen wir jetzt an. Einen rechts abgehenden Weg auf der Höhe ignorieren wir und folgen dem nach links ziehenden Weg.




Am nächsten Querweg biegen wir rechts ab (Egelsee Höhenweg). Es steigt sanft an, dann fällt der Weg wieder bis zu einem querenden Weg. Hier biegen wir links in Richtung „Schloßvilla über Egelsee“ ab. Kurz danach quert wieder ein Weg. Unsere Wanderung führt nach links weiter. Zuerst biegen wir aber rechts ab in Richtung „Opferstein“, den wir nach wenigen Minuten erreichen.



 
Das christliche Zeichen des Kreuzes auf dem Findling stammt vielleicht vom Blutgericht der Millstätter Jesuiten aus dem 17. und 18. Jahrhundert, das hier stattgefunden haben soll. Mehrere eingemeißelte Jahreszahlen (1653, 1660, 1766, 1792) mit Kreuzen und eine Richtmulde für den Kopf der Verurteilten sollen darauf hinweisen. Allerdings wurde die Herrschaft Millstatt bereits 1773 vom Staat übernommen. Sie können aber auch von Grenzbegehungen stammen.

Danach gehen wir wieder zurück und am Abzweig geradeaus weiter. Wo es etwas später rechts zum Gasthof Lug ins Land geht wandern wir geradeaus weiter. Schießlich erreichen wir eine Kreuzung, wo links zwei große Steine stehen – für esoterisch veranlagte Wanderer ein Kraftplatz. 





Nach links geht es hier zum Egelsee. Wir halten uns aber erst rechts in Richtung „Aussichtspunkt Lug ins Land“. 

 
Gleich danach zweigt der Weg zum Aussichtspunkt links ab. Es steigt etwas an, dann zieht der Weg nach rechts und führt uns hinauf zu dem Aussichtspunkt, der uns eine herrliche Aussicht hinab ins Drautal, zum Dobratsch und zum Goldeck bietet.








Der 816 m hohe Lug ins Land liegt hoch über der Ortschaft Molzbichl und bietet einen prächtigen Ausblick über das Drautal. Name Lug ins Land ist hier nicht üblich und stammt aus der Zeit, als Ende des 19. Jahrhunderts die Zeit der Sommerfrische begann. Eine ältere Bezeichnung für den Aussichtspunkt ist Zmölnigkofel und noch heute hier üblich. Im Mittelalter wurde er Stermitz (slawisch = steiler Abhang) genannt. Bei archäologische Grabungen fand man Funde von der Kupferzeit (3. Jahrtausend v. Chr.) bis in die Bronze- oder Hallstattzeit (1200 - 600 v. Chr.) zurück.

Danach kehren wir wieder zurück zu den beiden Steinen, folgen aber dem Weg noch kurz weiter. Etwas später führt nach links ein Steg hinaus zum Egelsee und dem Badeplatz.


















Der Name des Egelsee kommt nicht vom Blutegel, sondern geht auf den ursprünglichen Namen „Ecksee“ ab. Er wurde im Jahr 1991 zum Naturschutzgebiet erklärt, das sich, mit Ausnahme der Badezone im Südwesten um den gesamten See mit seinem Schwingrasen erstreckt. Botanische Besonderheiten sind das Papillentorfmoos, der fleischfressende rundblättrige und langblättrige Sonnentau und der Wasserschlauch, die Rostblättrige Alpenrose, das Scheidige Wollgras, die Rosmarinheide (Andromeda polifolia) oder die Moorbeere. Alle Stufen der Moorbildung lassen sich am Egelsee beobachten. Eine zoologische Besonderheit ist das Auftreten eines Plankton-Hüpferlings. Vom Frühjahr bis zum Frühsommer leben zahlreiche Larven des Grasfroschs und des kleinen Teichfroschs im See.

Nach einer Rast am See folgen wir dem Weg weiter. Er verläuft eine Zeitlang rechts des Sees. Bald halten wir uns an einem Wegweiser links in Richtung „Schloßweiher“, am nächsten Querweg noch einmal links in Richtung „Höhenweg“. Der erste danach rechts abgehende Weg bringt uns auf bekanntem Weg zurück zum Löhner Wacholder-Platz.

Tourdaten:
Die Wanderung dauert etwa 2 Stunden, ist 7,5 Kilometer lang und bringt etwa 200 Höhenmeter mit sich.

Einkehrmöglichkeit: Gasthof Lug ins Land, in etwa 10 Minuten Abstieg zu erreichen. Der 1,5 Kilometer lange Weg ist als Kneippweg gestaltet. Fußfühlpfade bieten sich zum Barfußgehen über Moos, Kies und Tannenzapfen an, es gibt ein Moortretbecken und zum Aussichtspunkt führt eine „Venentreppe“. An verschiedenen Stationen werden Atemübungen und Aktivitäten für den ganzen Körper erklärt.

Info:

Unterkunft
HOTEL SONNALM
Quellenweg 3, A 9546 Bad Kleinkirchheim
Tel. 0043 4240 507
Fax. 0043 4240 507-15

Empfohlene Karte
Kompass Wandern Rad Skitouren Langlauf 066 Millstätter See 1 25.000

Dieter Buck und Marlies Buck

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