Mittwoch, 30. September 2015

Outdoor Im-Puls



Neue Ausgabe: Outdoor Im-Puls


 
Das E-Magazin Outdoor Im-Puls ist zum vierten Mal erschienen. Diesmal umfasst es 92 sehens- und lesenswerte Seiten rund um Wandern, Trekking und Klettersport.
Hauptthemen sind:
  • Region: Bad Tölz/Tölzer Land - wandern und gesund leben
  • Wandern am Zirbenkogel in der Steiermark - ein Berg mit Weite
  • Neue Kletterkurse für Familien - Bergsport für jedermann
  • Gletschertrekking: Spalten-Hopping überm Pitztal
  • Gewinnspiele: Navi und Wanderschuhe zu gewinnen
Dazu gibt es jede Menge Tipps und Lebenshilfe, aber auch die neuesten Produkte aus der Outdoor-Branche.

Hier findet man das Magazin: www.outdoor-im-puls.de

Einfach auf das Cover des E-Magazins klicken, und schon  kann man anfangen zu lesen - wie immer natürlich gratis.


Hier finden Sie …
Artikel über Reisen und was schön daran ist, Artikel über die Welt der Alpen, Artikel über Baden-Württemberg, Besprechungen von Reise- und Wanderliteratur, Artikel über Stuttgart, Artikel und vor allem schwarzweiß-Fotos von und über Stuttgart für Minimalisten unter den Freunden der Fotografie; außerdem wird auf den englischsprachigen Blog für Leben und Erleben in Stuttgart und der weiten Welt hingewiesen.

Biosphärenpark Nockberge: Kurztour um St. Oswald

Biosphärenpark Nockberge:  
Kurztour um St. Oswald

Vom Bach in die Höhe und 
eine seltsame Begegnung




Der morgendliche Blick aus dem Fenster zeigte dicke Wolken, der Boden war feucht und die Bäume wedelten im Wind. Nicht gerade ein Wetter für eine Tour in den Bergen also.






Der Internet-Wetterbericht meldete zwar für Bad Kleinkirchheim just zu dieser Zeit wolkenfreien Himmel, aber das war wohl ein Wunschtraum.




Also wurde ein ausgiebiges Frühstück um Hotel Sonnalm in Bad Kleinkirchheim genossen. Dann stand das auf dem Programm was ich schon länger vorhatte: Einmal den St. Oswalder Bach-Wasserweg zu begehen. Für einen ausgewiesenen Wasser- und Wasserfallfan wie mich ist das ja fast ein Muss.




Der Weg beginnt eigentlich in Bad Kleinkirchheim, beispielsweise beim Wasserix Sinnespark in der Nähe des Tourismusbüros. Die erste Attraktion ist die alte Trattnig-Mühle im Ortsteil Bach, eine voll funktionsfähige Flodermühle. 




Bei den immer beschränkten Parkmöglichkeiten habe ich mir aber meine eigene Tour zusammengestellt. Den ganzen Weg wollte ich eh nicht gehen, denn da muss man entweder denselben Weg zurückwandern oder auf den Bus warten. Keine Lust dazu. Lieber einen Rundweg machen..




So parkte ich oberhalb des Handwerksmuseums in der Alten Schmiede in St. Oswald. Von dort aus geht es erst einmal ein ganzes Stück entlang des St. Oswalder Baches bergab. Nachdem man zuerst den immer geöffneten Teil des Handwerksmuseums in der alten Schmiede besichtigt hat. Danach wollte ich die Gatterermühle besichtigen, ist sie doch auf allen Karten verzeichnet. Nur einen Zugang fand ich nicht. 






Bis ich schließlich dem schmalen Wiesenpfad folgte, auf dem man unterhalb des Handwerksmuseums den Bach überquert. Ihm folgend kommt man bald zu der kleinen Flodermühle. Sie ist zwar verschlossen, aber man sieht unter ihr das kleine, waagrechte, Wasserrad, das sie zur Flodermühle macht. Ein bisschen gästefreundlicher stellt man sich das Angebot der Touristiker schon vor. Wenn man schon einen Wasserpfad ausschildert…





Eine Begegnung der anderen Art
Nun ja, danach musste ich wieder zurück zur Schmiede. Nun ging es auf schönem Weg immer neben dem Bach sanft bergab bis der Weg schließlich nach rechts über den Bach führt. Hier kann man schön die Kaskaden und das fließende Wasser fotografieren. 





Und während ich da so hantierte sah ich, wie ein alter Mann, wohl der Altbauer, vom nächsten Anwesen mir heftig gestikulierend zuwinkte. Nachdem alle Fotos im Kasten waren musste ich eh an ihm vorbei. Er wollte mich ansprechen, merkte aber, dass ich ihn so wohl nicht verstehen würde und kramte umständlich sein Gebiss aus der Hosentasche und setzte es mit vielen Verrenkungen ein. Na, Prost Mahlzeit! Dann erklärte er mir, er hätte vom Bürgermeister den Auftrag, alle Fotografen zu verjagen. Es könnten ja Terroristen unter ihnen sein. Na, ja, wo er recht hat, hat er recht. Ich lobte ihn also ausgiebig für sein Engagement und fragte ihn, ob denn dieser Weg zur Mühle ginge. Völlig perplex nickte er und ich zog unbehelligt wieder meines Weges. Und wieder läuft ein Terrorist noch frei herum!






Nun ja, gleich nach dem Bach ging es streng aufwärts. Man kommt dabei bei der kleinen Egatterermühle vorbei und erreicht danach die Straße. Wer schon genug hat, kann nach rechts zum Parkplatz der Kabinenbahn weitergehen. Wenn man die ohnehin kurze Tour etwas ausdehnen möchte, geht dies aber auch.






Ich hielt mich also links zum alten Zentrum von St. Oswald. Dort ging es nach rechts hinauf, vorbei an der Kirche - bei der eine Besichtigung lohnt - und vorbei am Oberkircher Hof. Nach ihm wurde ich mit dem Schild „Natur Rundweg“ nach links verwiesen. Wer übrigens meint, dies wäre ein Lehrweg mit Informationstafeln, der irrt. Die Natur scheint hier selbst Lehrmeister zu sein, jedenfalls fand ich keine Tafel.





Da ein weiterer Wegweiser fehlte und ich dachte, in den Bergen führen alle Wege nach oben stieg ich also an. War aber umsonst. Ich hätte geradeaus weitergehen sollen. Vorbei am links unten liegenden Tennisplatz wanderte ich danach bis vor ein Sträßchen wo ich dem nach rechts weisenden Schild mit „St. Oswald Rundweg“ folgte. Nun stieg es kurz steil an zum nächsten Schild. Hier wird man auf den Natur Rundweg nach rechts verwiesen.




Es ging etwas durch den Wald, danach über eine Weide. Vor dem nächsten Waldrand wurde ich nach rechts hinter den alten Zaun verwiesen. Ein Pfad führte durch den Wald, der später in einen breiten Güterweg überging. Nach einer Linkskurve kann man entweder scharf rechts abzweigen und auf einem Steig dem Natur Rundweg zurück nach St. Oswald folgen. Danach folgt man der unterhalb des Ortes verlaufenden Straße nach links. 





Ich ging aber geradeaus weiter, angeschrieben war Nationalparkbahn Brunnach und St. Oswald Rundweg. Es ging bald durch die Häuser bergab, ich überquerte die Rosennockstraße und folgte der Tratterstraße geradeaus weiter bis zur nächsten Querstraße. 





Hier hält man sich links, unterquert die Brücke, die vom Parkplatz zur Bahn führt und spaziert zur nächsten Verzweigung. Rechts kann man im Angerbichlweg nun auf dem schnellsten Weg zum Parkplatz gelangen. Ich hielt mich links in den Mallnockweg. Nach etwas Anstieg und nach den Häusern führte der Weg zwischen Wiesen zum nächsten Haus. An ihm geht man rechts vorbei und im kommt Oswin-Moro-Weg zu einem alten Troadkasten und dem Wegerstadl. Hier zieht der Weg nach rechts. Er fällt und bald überquert man den St. Oswalder Bach. Danach steigt es kurz an zu einem Asphaltsträßchen. Nach rechts wandert man nun zurück zum Parkplatz.



Ich habe mit vielen Fotopausen etwa 3 Stunden gebraucht. An Höhenmetern habe ich 360 Meter gemessen. Lässt man den Natur Rundweg aus hat man etwa 150 Höhenmeter zu bewältigen, an Zeit braucht man vielleicht eine dreiviertel Stunde weniger.




Und anschließend ging es wieder zurück ins
Hotel Sonnalm. Hier wartete nicht nur der Wellnessbereich auf den durchfrorenen Wanderer, sondern abens auch wieder das famose Menü von Küchenmeister Trattler.



























Info:
Hotel Sonnalm****, A 9546 Bad Kleinkirchheim, Quellenweg 3, Telefon 0043 (0) 4240-507, www.sonnalm.at, office@sonnalm.at

Hier finden Sie …
Artikel über Reisen und was schön daran ist, Artikel über die Welt der Alpen, Artikel über Baden-Württemberg, Besprechungen von Reise- und Wanderliteratur, Artikel über Stuttgart, Artikel und vor allem schwarzweiß-Fotos von und über Stuttgart für Minimalisten unter den Freunden der Fotografie; außerdem wird auf den englischsprachigen Blog für Leben und Erleben in Stuttgart und der weiten Welt hingewiesen.

Empfohlene Karten:
Kompass DVD Österreich, ISBN 978-3-85491-629-1, Kompass DVD Über die Alpen, ISBN 978-3-85026-430-3. (Die Karten lassen sich auch auf GPS-Geräte, iPhones und Android übertragen). Hier können Sie die DVD kaufen.