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Montag, 30. März 2020

Tirol: Von der Couch ins Kufsteinerland

Am 3. April 2020 bei ServusTV reisen:
Wo Handwerkskunst auf lange Bärte trifft und ein Riesenkänguru
zum Ort gehört
 

 Bildhinweis: Die leidenschaftliche Hüttenwirtin Sylvia Huber 
aus dem Kaisertal versprüht pure Lebensfreude und Glück - 
wie auch so viele der anderen Protagonist*innen aus dem 
Kufsteinerland in der neuen Folge von ServusTV
Bildrecht: TVB Kufsteinerland; Lolin.


Der Sender ServusTV portraitiert in seinem Format „Servus Österreich“ Landschaften und Regionen. Bildgewaltig werden darin Geschichten über Menschen erzählt, die in ihrer Heimat tief verwurzelt sind, Traditionen in die Neuzeit transferieren oder eben auch Vordenker sind, wenn es um originelle Angebote und Produkte geht. Am 3. April 2020 steht um 22:25 Uhr mit dem Kufsteinerland das nördliche Tor zu den Tiroler Alpen auf dem Programm, um es vom heimischen Sofa aus zu entdecken.

Am Fuße des Kaisergebirges, eingerahmt von Zahmem und Wildem Kaiser und direkt am Inn liegt die Festungsstadt Kufstein und ihre umliegenden Dörfer Bad Häring, Ebbs, Erl, Langkampfen, Niederndorf, Niederndorferberg, Schwoich und Thiersee. Hier trifft gelebtes Brauchtum auf hochkarätige Kulturevents, städtisches Flair auf dörfliche Charaktere, bewusster Umgang mit heimischen Produkten auf hochtechnisierte Unternehmen. Die neue, knapp 50minütige Reportage entführt ihre Zuschauer in die Region und deren Menschen an der Grenze zu Bayern. 

Von langen Bärten, wilden Kräutern und Genuss Kisten
Der Streifzug beginnt in Erl, wo seit 400 Jahren alle 6 Jahre Passionsspiele stattfinden und die Einwohner regelrecht daraufhin fiebern. Servus TV begleitet einige der Laiendarsteller wie den Dorfbäcker Kurt Maier oder Postbote Rudi Buchinger bei ihrer täglichen Arbeit und in der Vorbereitung auf die kommende Passion, für die selbstverständlich auch die Länge der eigenen Haare und der Bart über den sogenannten „Bart-Erlass“ ein wichtiges Thema sind. Einzigartig übrigens ist im Kufsteinerland, dass mit Thiersee ein zweiter Ort Passionsspiele veranstaltet und sich die beiden Spielorte im 3 Jahrestakt abwechseln. 

Im abgeschiedenen Kaisertal, welches 2016 zum schönsten Ort Österreichs gewählt wurde und das nur über 345 Stufen mit der Außenwelt verbunden ist, begegnen die Zuschauer Hüttenwirtin Sylvia Huber. Seit 50 Jahren bewirtschaftet sie das Hans Berger Haus, mit dem sie vor allem ein Refugium für bergsportbegeisterte Frauen geschaffen hat. Ihre Gäste verwöhnt sie mit schmackhaften Gerichten aus Wurzeln, Kräutern und anderen regionalen Produkten. Unweit vom Kaisertal entfernt gibt es noch einen außergewöhnlichen Ort im Kufsteinerland, der zur eigenen Entschleunigung beiträgt: der Kaiserlift. Bewusst als Einersessellift gehalten, chauffiert er seine Passagiere direkt aus der Stadt in knapp 20 Minuten in die Welt der Almen. 20 Minuten, in denen man ganz für sich ist, die Sorgen und Geräusche des Alltags hinter sich lassen kann, um oben am Berg in der freien Natur Energie zu tanken.

Und auch Christiane Wurzrainer lernen die Zuseher von der Couch aus kennen, die sich mit ihrem Kräutergarten ein kleines Naturjuwel geschaffen hat und - wie so manch anderer auch - einen besonderen Schatz im Kufsteinerland hütet: das alte Wissen um Nutzen und Wirken von heimischen Kräutern. Umtriebig wie sie ist, hat sie gemeinsam mit anderen Bauern und Manufakturen aus dem Kufsteinerland ein Netzwerk zur Lieferung von regionalen Bioprodukten in der „Genuss Kiste“ gegründet.

Feinste Handwerkskunst aus Tradition und Leidenschaft 
Im Zentrum des Kufsteinerlandes thront über der Stadt Kufstein die gleichnamige Festung mit ihrer Heldenorgel, die jeden Nachmittag ihre Klangwolke über dem Unteren Inntal ertönen lässt. Zu Füßen der Festung wird traditionelles Handwerk hochgehalten, wie das der Familie Riedel und ihrem mundgeblasenen, perfekt designten Riedel Glas, das den Namen Kufstein in die weite Welt trägt.  Edle Tropfen für diese Gläser produzieren viele Schnapsbrenner, wie das Ehepaar Stix. Den richtigen Zeitpunkt für die Ernte des Obstes, das langsame Destillieren bis am Ende ein ganz besonderer Brand herauskommt – geduldig und mit viel Liebe zum Handwerk erschafft Familie Stix dieses Kulturgut. 

Der Blick hinter die Türen geht für die Zuschauer in den engen Gassen der Kufsteiner Altstadt weiter. In einer winzigen Werkstatt fertigen hier in vierter Generation Christian Leitner und seine Partnerin Johanna, als eine der wenigen ihrer Zunft in Tirol, Lederhosen und verzieren sie mit handgefertigten Stickereien. Back to the roots heißt es für die legendären Kneissl-Ski, die bereits fast vom Markt verschwunden waren. Ehemalige Mitarbeiter tüfteln nun in einer Manufaktur in Ebbs an den Brettern, die für so viele die Welt bedeuten. Qualität, Handarbeit und geringe Stückzahlen statt Massenware von der Stange heißt nun die Devise.

Wenn dann plötzlich ein Riesenkänguru über den Bildschirm hoppelt, ist man nicht aus Versehen auf die Fernbedienung geraten. Der rote Riese gehört vielmehr zum Raritätenzoo in Ebbs von Marion Mayer und ihrem Mann Rudi Otto, die sich in ihrem liebevoll gestalteten Zoo um das Wohl der exotischen Tiere kümmern. 

Am 3. April 2020 kann man um 22:25 Uhr bei ServusTV in all diese unterhaltsamen Geschichten voll Lebenslust und Heimatgefühl und die erhabene Landschaft des Kufsteinerlandes eintauchen.
Der Livestream ist auf https://www.servustv.com/jetzt-live/ abzurufen.

Es gibt noch ein Leben nach Corona!

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Dieter Buck
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Sonntag, 4. September 2016

Buchvorstellung: Christian Klöckl: STEIERMARK



Christian Klöckl: STEIERMARK
Das Land in seiner vollen Breite


Fotobücher sind immer was Schönes. Kennt man das Thema, dann besonders, denn dann sieht man, was man kennt und liebt - oder was man noch nicht kennt, aber kennenlernen sollte. Und kommen sie dann noch in einem solch beeindruckenden Format daher wie das neue Steiermark-Buch, dann haut es einen glatt um, um es mal so zu sagen.



Aufgeklappt ist das Buch mehr als einen Meter breit und über drei Kilogramm schwer. Die achtzig ausgewählten Fotos im Format von 600 x 300 mm bestechen durch ihre meditative Kraft und Schönheit. Die Motive entsprechen zwar dem, was man auch aus anderen Bildbänden aus der Steiermark kennt - der Klafferkessel ist halt mal der Klafferkessel und bei naturnaher fotografischer Interpretation gibt es da bei der Abbildung nicht allzu viele Variationsmöglichkeiten. Aber trotzdem: Wie es fotografiert wurde, wie die Landschaft erfasst und umgesetzt wurde, und natürlich, wie es gedruckt wurde, das ist schon etwas Besonderes.



Fotograf dieses beeindruckenden Werkes im Coffeetable-Format ist der Steirer Christian Klöckl. Er ist ein begnadeter Musiker, Pianist, dazu Komponist und Geograf - und er ist ein grandioser Fotograf. Er liebt die Stille und hat bei seinen vielen Reisen und Wanderungen in der Langsamkeit seinen Blick geschärft. 15 Jahre ließ sich Klöckl Zeit, um sein Heimatland in 3000 Panoramabildern in Szene zu setzen.

Das Vorwort hat kein geringerer als Red Bull-Inhaber Dietrich Mateschitz geschrieben, der einige berühmte Steirer wie Peter Rosegger, Arnold Schwarzenegger, Nikolaus Harnoncourt, Jochen Rindt und Klaus Maria Brandauer als Nachweis für das Besondere des Steirertums aufzählt.

 
Vom Dachstein zum Weinland - einmal quer durch die Steiermark
Ausgehend von Graz lädt Christian Klöckl zu einer fotografischen Reise zu Bergen, Hügeln, Seen, Wasserfällen, Burgen, Städten, Kultur- und Naturschätzen zwischen der südsteirischen Weinstraße und dem Dachstein ein.

Und dass das Credo der Fotografen „zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort“ nicht nur für Aktion- und Sensationsfotografen gilt, ist auch aus diesem Buch ersichtlich: Sonnenstände kann man zwar berechnen und erkunden, Regenbogen, Wolkenformationen, Stimmungen aber, die kommen wann sie wollen. Und gehen oft recht schnell. Der Autor dieser Zeilen kennt das Problem: Kaum gibt es eine Stimmung wie im Märchen - bis das Stativ aufgebaut ist, ist sie wieder weg. Insofern war Christian Klöckl oft ein Glückskind. Nicht wissen möchte ich aber, wie oft er das gerade angeführte Fotografenpech hatte …

Seine Bilder sind mit einer Noblex Panorama-Kamera in einem Winkel von 136 Grad aufgenommen, sie sind Kompositionen aus dem Standpunkt, dem Sonnenstand, der Grundstimmung, der Jahreszeit - und beflügelt von dem eigenen Staunen und dem Glück angesichts der Schönheit der Natur und der Landschaften.



Zum Fotograf
Der Pianist und Komponist Christian Klöckl wurde 1967 in Graz geboren. Mit sechs Jahren begann er Klavier zu lernen. Mit 10 Jahren bekam er seine erste Kamera. 14-jährig wurde er als Begabtenschüler an der Musikuniversität Graz im Fach Klavier aufgenommen. Nach der Matura am Musikgymnasium Graz studierte er bei Professor Walter Groppenberger Klavier, zusätzlich studierte er drei Jahre Geografie und Wirtschaftskunde. Erste große Reisen führten ihn nach China, Neuseeland, Kanada, Island und in die Südsee. Insgesamt bereiste Klöckl 60 Länder, 16 davon durchquerte er zu Fuß. In sieben großen Pilgerreisen ging er mit dem Pfarrer von Frohnleiten 4000 Kilometer durch Europa - u. a. von Köln nach Salzburg, von Salzburg nach Lourdes, von Ungarn nach Istanbul, von Damaskus nach Jerusalem. Als Pianist und Komponist konzertierte Klöckl in Dubrovnik, Split, Graz, Salzburg, Rom, Wien und im Vatikan. In den Jahren 2008 und 2015 gewann er beim Internationalen Kompositionswettbewerb "Harmonia Classica" in Wien den Publikumspreis. Musik und Natur sind die großen Themen seines Lebens.

Die Sendung zum Buch
ServusTV widmet der Steiermark eine fünfteilige Doku-Reihe, die die Steiermark von ihrer unbekannten, einzigartigen - teils schrägen -  Seite zeigt. "Heimatleuchten: Die Steiermark - oafoch echt, sunst nix" läuft ab 16.09. immer freitags ab 20:15 Uhr bei ServusTV.


Christian Klöckl: STEIERMARK. Das Land in seiner vollen Breite. 180 Seiten. Servus Verlag. ISBN 978-3-7104-0123-7. 149 Euro.

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