Mittwoch, 19. Juni 2019

Im Valsugana im Trentino: Bergtour auf die Cima Vezzena

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Herrliches Trentino
Wandern im Valsugana:
auf die Cima di Vezzena




Wie sagt Wikipedia, das alleswissende Portal, so schön: Die Valsugana (auch Val Sugana, deutsch gelegentlich Suganertal bzw. Suganatal) ist ein Tal in Italien im Südosten des Trentino östlich von Trient an der Grenze zum Veneto.





Sehr treffend gesagt, aber auch trocken. Was ist also die Valsugana? Kurz und gut, aus eigener Erfahrung: Es ist ein herrliches Tal, mit zwei wunderschönen Seen, der Brenta, die hier durchfließt, und mit den Fleimstaler Alpen, den Vizentiner Alpen und der Brenta, die man im Blickfeld hat, auch ein erstklassiges Ziel für Bergfreunde. 




Es liegt zwischen zwei deutschen Sprachinseln in denen noch das alte mittelhochdeutsche zimbrisch gesprochen wird: Im Norden das Valle del Mocheni, im Süden Lusérn (Luserna). Zudem hat es den Vorteil, dass das Tal nicht so überlaufen ist wie manche Gegenden in Südtirol oder Österreich. Grund also, dort man in Urlaub und auf Tour zu gehen.




Ich war in Begleitung meines Bergführers Alessandro unterweg – er ist übrigens auch als Autor von Führern bekannt. Sein deutschsprachiger Führer steht unten. Er scheint hier mit jedem Stein per Du zu sein, war also genau der richtige, mit alles zu erklären. Zuerst ging es auf teilweise wagemutig in den Fels gearbeiteten Sträßchen hinauf zum Baita al Verne (1400 m). Ab hier folgten wir einer alten österreichischen Militärstraße, eines von vielen Relikten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, von denen wir noch mehr zu sehen bekamen.

 



Erst ging es, unweit der Grenze zum Veneto, durch die grünen Almwiesen der Hochebene Altipiano di Vezzena. Wie Alessandro sagte, wäre das die größte Almfläche im Trentino. Kühe waren noch nicht zu sehen, Alessandro meinte, die kämen vielleicht eine Woche später – vor kurzem wäre hier noch Winter gewesen, und in den heute so überreich blühenden Wiesen mit ihren herrlichen Blumen wäre vor ein paar Tagen noch keine einzige Blume zu sehen gewesen. Wie auch zu erfahren war: Der DAV Summit Club hat hier sein Sommeropening gefeiert – allerdings mit Schneeschuhtouren anstatt mit Wanderungen. Alles verrückt… 








Ein Sturm der Sonderklasse …
Was auch dazu passt war das Ereignis im Oktober 2018, als ein gewaltiger Sturm mit Windgeschwindigkeiten um die 200 Stundenkilometern ganze Waldflächen platt legte. Das hatte auch Auswirkungen auf unsere Tour: Der „Normalweg“ wäre eigentlich der Pfad 205 gewesen, der auf den Gipfel geführt hätte. Der war aber leider gesperrt, weil die Bäume kreuz und quer lagen. War vielleicht auch besser so: die Militärstraße war nicht ganz so steil und gemütlicher zu gehen.


 



Jedenfalls führte sie uns zuerst zum Forte Verle (1505 m), eine Ruine eines österreichischen Befestigungswerkes. Etwas später tauchten wir in den Wald ein. In ihm stiegen wir bis kurz vor den Gipfel hinauf, der Restanstieg fand in der hier doch etwas brennenden Sonne statt.


… und Aussicht der Sonderklasse
Cima di Vezzena
Oben auf dem Gipfel stand eine weitere Ruine einer Befestigung, das Spitz Verle. Die grandiose Aussicht auf das Valsugana, den Lago die Caldonazzo und den Lago die Levice mit den gleichnamigen Orten, das landwirtschaftlich geprägte Mosaik des Talgrunds war grandios. Im Hintergrund baut die Brenta ihre Skyline auf. Eigentlich. Nicht aber heute an dem doch diesigen Tag. Schade – aber Dunst in der Luft ist ja ein Indikator für gut bleibendes Wetter, und das hat ja auch was für sich. Also konnte man die nicht sichtbare Brentagruppe verschmerzen.

Als kleine Kuriosität lernten wir Lorenzo kennen, einen Angehörigen der zimbrischen Sprachgruppe aus Lusérn. Er erzählte uns einiges von dieser Besonderheit, aus seinem Leben, und von seinen Bekannten, die in die Nähe meines Wohnorts ausgewandert seien. Auch Alessandro kommt aus dieser Volksgruppe, allerdings aus der Gegend des Valle del Mocheni. Sein Name Beber hat sich aus dem deutschen Weber entwickelt, weil das W wie B gesprochen wird.

Diese knapp 12,5 Kilometer lange Tour hat ungefähr 470 Höhenmeter. Man sollte ungefähr 4 Stunden für sie einkalkulieren.
 

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Weitere Informationen:
Tourismusverband Valsugana Lagorai
I-38056 Levico Terme (TN), Viale V. Emanuele, 3
Tel. +39 0461 727700
www.visitvalsugana.it

Bergführer:
Alessandro Beber
Kontakt: www.mountime.com
Telefon +39 3394852008

Unterkunft:
https://www.hotel-ambassador.it/de/

Empfohlene Karte:
KOMPASS Wanderkarte 75, Valsugana, Trento, Piné, Levico, Lavarone: 5in1 Wanderkarte 1:50 000 mit Panorama, Aktiv Guide und Detailkarten 1:25 000
 
Literatur:
Benno F. Zimmermann: Vizentiner Alpen. Fleimstal Lagorai Valsugana Monte Grappa Monti Lessini. 58 Touren. Rother Wanderführer, 1. Auflage 2017, 272 Seiten mit 80 Farbabbildungen, 58 Höhenprofile, 58 Wanderkärtchen im Maßstab 1:50 000 / 1:75 000, eine Übersichtskarte, GPS-Tracks zum Download, Format 11,5 x 16,5 cm, kartoniert mit Polytex-Laminierung. Rother Verlag, München, 20176. ISBN 978-3-7633-4514-4. 14,90 Euro [D] • 15,40 Euro [A] • 21,90 SFr
E-Book: ISBN 978-3-7633-0224-6 12,99 Euro [D] • 12,99 Euro [A] • 18,90 SFr.

Alessandro Beber: Erlebnisskitouren im Lagorai. 196 Seiten, farbig illustriert. Tappeiner Verlag. ISBN 978-8870735628. 9,90 €.

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Dieter Buck

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