Donnerstag, 23. Juni 2016

Barbara Brunner (Hrsg.): Salzburger Schicksalsorte

Barbara Brunner (Hrsg.):  
Salzburger Schicksalsorte




Von 2011 bis 2014 waren sie in den Salzburger Nachrichten in loser Folge zu lesen: Geschichten über Erlebnisse und Ereignisse im Land Salzburg im Laufe seiner Geschichte. Die eine oder andere ist vielleicht bekannt, andere wird man zum ersten mal lesen.

Alle kurz und prägnant, wie halt für eine Zeitung üblich. Auf den Punkt gebracht. Mit ein, zwei Abbildungen. So was liest auch der, der ein dickeres Buch vielleicht bald zur Seite legt, auch wenn ihn das Thema vielleicht interessiert. Aber wer liest heute schon dicke Bücher? Leider …

Deshalb ist diese Sammlung, zusammengetragen von Barbara Brunner, eine willkommene Neuerscheinung. Sie bietet die Artikel zusammengefasst, in Buchform. Artikel über Salzburg, über die kleinen Begebenheiten, die schlussendlich die große Geschichte ausmachen. 

„Salzburger Schicksalsorte“ schildert Begebenheiten aus der Geschichte Salzburgs, die in dieser Form kaum Eingang in die großen Annalen der Historie gefunden hätten. Es sind Schlaglichter auf Orte, Jahre und Stunden des Schicksals – von der Entstehung großer Salzburger Bauwerke (Almkanal, Kraftwerke Kaprun, Großglockner Hochalpenstraße) bis zu heute vergessenen Stollen im Imberg oder in Hallein. Der Leser erfährt von den Schicksalen während der Franzosenkriege und im Zweiten Weltkrieg, erfahren über das Los der Kriegsgefangenen in Salzburg und deren Kinder und lernen die Bürmooser Glasbläser und die streitbaren Tabakarbeiterinnen in Hallein kennen. 

Oder gar die Euthanasie und andere Geschehnisse der Nazizeit - ja, es sind ja leider meist doch eher die traurigen Anlässe wie beispielsweise der Mord am Wirt der St. Pöltener Hütte (wegen 120 Schilling!), Mord und Totschlag sozusagen, an die man sich erinnert. Aber auch der Salzburgring, der „fliegende Schneider“, Alpenpässe und Schmuggelrouten fanden Eingang in das Buch, ebenso Carl Zuckmayers Mühle und die Trapp-Villa – also doch auch eher erfreuliche Dinge.

Zur Herausgeberin:
Dr. Barbara Brunner, geboren in Ried im Innkreis, aufgewachsen in Braunau am Inn, Studium der Slawistik und Romanistik in Salzburg, zehn Jahre im Residenz Verlag Salzburg zuständig für Presse und Lizenzen, dann Marketingleiterin im Bundesverlag Wien, seit 1994 lebt sie in Salzburg und ist als selbständige PR-Beraterin für Buchverlage tätig. Zusammen mit Caroline Kleibel hat sie im Verlag Anton Pustet drei Weihnachtsanthologien herausgegeben.

Barbara Brunner (Hrsg.): Salzburger Schicksalsorte. 128 Seiten. Zahlreiche Bilder. Format: 13,5 x 21,5 cm. Buch-Bindung: französische Broschur. Verlag Anton Pustet, Salzburg. ISBN 978-3-7025-0834-0. 19,95 €.

Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.





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