Dienstag, 19. Juli 2016

Wanderhotel Chesa Monte**** in Fiss: Auf dem Quellenweg - unbezahlte Werbung

Auf dem Quellenweg zum Schönjöchl
Blumen, Wasser und Aussicht



Wie schon in den anderen Beiträgen zum Urlaubsaufenthalt im Wanderhotel Chesa Monte**** in Fiss, mitten in der Samnaungruppe erklärt, kann man hier die Bergbahnen wie den Öffentlichen Personennahverkehr in einer Stadt benutzen - man kann von einer Ecke in die andere  fahren.
                                  
 
 
Das habe ich bei dieser Wandertour auch weidlich ausgenützt. Um nämlich zum Ausgangspunkt zu kommen, fährt man rauf, runter und wieder rauf, und am Ende der Wanderung bringt einen noch eine ganz andere Bergbahn wieder zurück. Wanderschaukel vom Feinsten könnte man dazu sagen.






Zuerst hinauf zum Funpark
Aber der Reihe nach. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Wanderhotel Chesa Monte**** ließ ich mich mit der Möseralmbahn gemütlich zu diesem Funpark hinauf schaukeln. Zum Glück hatte ich keine Kinder dabei, denn dann wäre ein Fortkommen von den vielen Attraktionen wohl nicht so schnell oder kaum möglich gewesen. In diesem Sommer-Funpark kann man mit 80 km/h durch die Lüfte sausen, den wilden Skywing in drei verschiedenen Levels befahren oder mit der Sommerrodelbahn Fisser Flitzer wieder ins Tal hinab sausen.


 
Interessant, auch für Erwachsene, wäre ein Besuch des Natur-Themenwegs Fisser Gande, einem ehemaligen Bergsturzgebiet, das heute als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Ein Weg mit Infotafeln führt hindurch. Ich wusste nur nicht, wie lange ich für die geplante Wanderung benötige, also ließ ich es sein. Aber ich kann allen nur empfehlen: Machts! Begeht diesen Themenweg. Er nimmt nicht allzu viel Zeit in Anspruch, lohnt sich aber. Die haushohen Quarzitblöcke, das gesamten Bergsturzgebiet überhaupt, sind beeindruckend. Nicht nur für Kinder! Bei der Rückfahrt vom Fisser Joch kann man das Bergsturzgebiet übrigens gut von der Bahn aus sehen: Es ist inmitten des umgebenden Waldgebietes recht auffällig. Ich habe es leider versäumt, habe auch erst hinterher die Broschüre „Naturdenkmäler im Bezirk Landeck“ im Hotel Chesa Monte**** gefunden, aus dem der nachfolgend abgebildete Text stammt.




Auf dem Panorama-Genussweg
Ich machte mich aber auf den viertelstündigen Weg zur Bergstation der nächsten Bahnen. Unterhalb der Schneefläche beginnt der Panorama-Genussweg. Ein Name, der den Nagel auf den Kopf trifft. Zuerst wandert man durch Blumenwiesen mit Knabenkräutern ohne Ende. Ein Vorgeschmack auf den Blumenweg, den man später begehen wird. Danach geht es durch ein fast märchenhaftes Bergsturz-Waldgebiet, bei dem man sich nicht wundern würde, wenn eine Elfe oder ein Zwerg hinter einem Baum hervorlugen würde. Und das Panorama? Das hat man vor und nach dem Waldstück: über das Inntal zu den dahinter und im Süden liegenden Bergen.




Und nach einer Viertelstunde hat man die Bergstationen der Waldbahn und der Bergbahn Serfauser Sunliner erreicht. Jetzt geht es mit dem Serfauser Sunliner hinab nach Serfaus. Naturfreunde aufgepasst: Kurz vor der Talstation hat man kurz einen schönen Blick nach rechts zu den mächtigen Erdpyramiden. Wer die gleichartigen aus Südtirol kennt, der weiß was ihn hier erwartet. Auch bei der folgenden Bergfahrt sieht man kurz diese Pyramiden.



Tja, und die Talstation in Serfaus ist auch so eine Kinder-nicht-loslassen-Einrichtung. Es gibt nämlich auch hier jede Menge Attraktionen, Spiel, Spaß und Sport, vom Klettermöglichkeiten an 11 verschiedenen Wänden, eine Softplayanlage, ein Laserraum und was-weiß-ich-noch-alles. Und alles in der Halle. Ein Tipp für ausgefüllte Regentage, sollte es hier überhaupt mal welche geben, übrigens!

 
Jedenfalls fuhr ich mit der Komperdellbahn hinauf zur Bergstation beim Kölner Haus. Hier gibt es übrigens auch Kindereinrichtungen: Das Murmliwasser, eine Goldwaschanlage und echte Murmeltiere in einem Freilichtgehege.

 
Wandermöglichkeiten gibt es von hier aus natürlich ohne Ende, darunter der Furgler, dessen Besteigung mir auch dieses Jahr nicht gelingen sollte. Aus Zeitgründen, wohlgemerkt.





Blumenpracht auf dem Quellenweg
Kurz oberhalb der Bergstation beginnen der Quellen- und der Pensionistenweg in Richtung Fisser Joch/Schönjöchl. Dieser Beschilderung folgte ich. Wo sich beide Wege kurz darauf trennen wanderte ich auf dem Quellenweg, gleichzeitig Blumenweg, weiter. Nun erlebt man die ganze Blumenpracht der Serfauser-Fisser-Ladiser Blumenwiesen im Sommer. Die eine oder andere Blume war zwar bereits verblüht, der Almrausch lag in seinen letzten Zuckungen, aber es war noch genügend da, um sich daran zu erfreuen.


 
Infotafeln erklären die Blumen, an denen man vorbei kommt. Nach einiger Zeit zweigt der Blumenweg links ab, ich folgte aber dem Quellenweg. Schade, auf die Erklärungen muss man ab jetzt verzichten. Trotzdem kann man weiter die Blumenpracht genießen. 




Es lärmen die Murmeltiere
Und nicht nur das. Die Mankeis jubilierten um die Wette. Hei, ist das Leben schön, ist man versucht zu sagen. Stimmt aber nicht, sie jubilierten nicht sondern sie pfiffen sich ihre Angst aus dem Leib. Angst vor dem Feind, dem Menschen, der hier in großer Zahl hinab und hinauf wandert. Dabei hat keiner im Sinn, sich ein fettes Murmeltier für das Abendessen zu erlegen. Höchstens Kinder würden gerne die pelzigen Wollknäuel streicheln. Aber man sieht eh keines. Man hört nur laufend die Pfiffe.




Der Weg führt am Ochsenbrünnl vorbei, danach wird es etwas feucht, was man auch den großen Wollgrasbeständen sieht - wenn man es nicht schon am Quietschen und Quatschen der Schuhe im nassen Weg gemerkt hat. Es folgen die Schafquelle und die Jochtränke. 




Der Weg zieht mit prächtigem Panoramablick sanft aufwärts - dass man doch schon einige Höhenmeter gemacht hat, merkt man eigentlich erst im Rückblick auf die Bergstation. Kurz vor der Bergstation der Königsleithebahn auf dem Mittleren Sattelkopf wird es etwas steiler. Hier lässt sich übrigens auch prima rasten.





Danach ist es nur noch gut eine Dreiviertelstunde bis zum Fisser Joch. Es geht weiter auf einem Steig hinauf bis man schließlich oben auf dem Kamm angelangt ist. Jetzt kann man nicht nur einen umfassenden Rundumblick genießen, man kann einkehren oder die hier ausgestellten Kunstobjekte bewundern.






Danach gondelt man mit der nunmehr vierten Bergbahn dieses Tages hinab nach Fiss. Hat man Kinder dabei und will ihnen zur Belohnung eine der Attraktionen auf der Möseralm gönnen, spaziert man ab der Mittelstation gemütlich dorthin, abwärts dieses Mal, und fährt dann wie zu Beginn mit der Möseralmbahn zurück.

Tja, ich war ungebunden. Also konnte ich mir endlich einmal die sehenswerte Fisser Kirche mit ihrer schönen Einrichtung ansehen 





Danach hieß es, die Dachterrasse im Wanderhotel Chesa Monte**** ausgiebig zu genießen, und mich auch wieder am nachmittäglichen Jausen- und Kaffee- und Kuchenbufett verlustieren.



Und abends wurden wir mit einem ausgewachsenen Fondue verwöhnt:






Info:
Die Wanderung ist in der von mir beschriebenen Richtung mit 3 Stunden ausgeschrieben. Trotz vieler Fotohalts habe ich aber nur etwa 2,5 Stunden dafür gebraucht. Es ist ein Höhenunterschied von 410 Meter zu bewältigen. Wenn man sie als reine Bergabwanderung vom Fisser Joch aus in der umgekehrten Richtung machen will steht auf dem Wanderschild bei der Bergstation die Zeitangabe 2,5 Stunden. Ich schätze, man benötigt etwa 2 Stunden für diese reine Bergabwanderung. Dazu rechnen muss man allerdings beides Mal etwa eine Viertelstunde Weg von der Möseralm zur Bergstation des Serfauser Sunliners.

Info:

Hotel Chesa Monte****, Platzergasse 4, A 6533 Fiss, Telefon 0043 (0) 5476 6406, http://www.chesa-monte.com, mailto:office@chesa-monte.com

Es werden nicht nur selbst täglich Wanderungen mit eigenen Wanderführern organisiert, man kann sich an der Rezeption auch überaus kompetent zu eigenen Touren beraten lassen - ein Wanderhotel eben. Die bieten solchen Service!

Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH, Telefon 0043 (0) 5476 6239


Empfohlene Karten:
Kompass Wandern Rad Skitouren 42 Landeck Nauders Samnaungruppe 1:50 000
oder
Kompass DVD Österreich, ISBN 978-3-85491-629-1, Kompass DVD Über die Alpen, ISBN 978-3-85026-430-3. (Die Karten lassen sich auch auf GPS-Geräte, iPhones und Android übertragen).

oder:
Der vor Ort kostenlos erhältliche Kartenausschnitt 1:40 000 aus der Kompasskarte mit dem Wandergebiet Serfaus-Fiss-Ladis. Ein Service der Sonderklasse der Orte und der Hotels!

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Dieter Buck
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