Dienstag, 16. Juni 2015

Großarltal: Wandern am Salzburger Almenweg


Großarltal am Salzburger Almenweg:
350 km Genuss-Wandern von Hütte zu Hütte 
Dabei stets dem Enzian auf der Spur



Gemütlich von Alm zu Alm wandern. Sich dabei ein gemächliches Tempo gestatten, imposante Landschaftsbilder genießen, die vielfältigen Aussichten und die Stille der Welt der Berge und Seen mit jedem Atemzug in sich aufnehmen – das ist Wandern am Salzburger Almenweg. Und das Beste daran: Quasi am Wegesrand laden urige Hütten zur gemütlichen Einkehr und natürlich zur bodenständigen Stärkung.


Der Salzburger Almenweg führt bei seinem 350 km langen Streifzug durch die Pongauer Bergwelt in 31 mehr oder weniger langen Tagesetappen zu über 120 Almen. Eine einzigartige Almen-Dichte, über die keine andere Region außer dem Salzburger Pongau verfügt. Allerdings ist da ein gutes Gedächtnis nötig: Denn jede Alm und jede Hütte hat ihren eigenen Namen. 

 
Keine gleicht der anderen. Aber in jeder werden die Wanderer von der Sennerin oder dem Senner mit derselben Herzlichkeit empfangen. Und natürlich auch mit g´schmackigen Almspezialitäten wie frischer Milch, Käse, Butter, Topfen, Joghurt, Brot, Speck oder einem selbst gebrannten Schnapserl verköstigt. Begleitet wird man entlang des Weges stets vom Bild des Enzians, den man auf allen Markierungen, Hütten, etc. findet.


Gleich vier der gesamt 31 Etappen führen durch das Großarltal und so sind die beiden Orte Großarl und Hüttschlag ideale Start- und Zielpunkte für Wanderungen am Salzburger Almenweg. Dieser führt von Bad Gastein kommend hinauf zur Toferscharte. Wer Lust und Kondition hat, der sollte hier unbedingt auf den Gamskarkogel – mit 2.467 m der höchste Grasberg Europas – aufsteigen. 




Tipp: Das besondere Gipfelerlebnis mit herrlichen Sonnenauf- und Untergängen hat man, wenn man die Nacht oben am Berg verbringt. Direkt am Gipfel steht die Bad-Gasteiner-Hütte („Gamskarkogelhütte“) und bietet Unterkunft für rund 40 Personen.


Danach führt der Weg hinab in die Nationalparkgemeinde Hüttschlag – über die Hallmoosalm hinauf zur Karteisalm und zum Karteistörl. Nach einem kurzen Abstecher zum Tappenkarsee im Kleinarltal verläuft der Almenweg schließlich hinauf zum Draugsteintörl und zurück ins Großarltal. 
 


Dann weiter zu den Draugsteinalmen, Filzmoossattel, Filzmoosalm, Loosbühelalm, Weißalm, Ellmaualm, Großwildalm, Breitenebenalm, Karseggalm, Unterwandalm, Rothofalm, Maurachalm und weiter nach St. Johann-Alpendorf bzw. nach Wagrain.


Alternativ kann man anstatt auf Höhe der Almen auch über die Grate und Gipfel gehen und dabei herrliche Aussichten genießen wie hier auf den Tappenkarsee. Von jeder der genannten Almen kann man natürlich auch wieder ins Großarltal absteigen. 
 


Nachdem der Almenweg das Großarltal verlassen hat, führt er weiter über Wagrain und Kleinarl bis nach Obertauern, Filzmoos, Werfenweng, zum Hochkönig, über die Salzburger Sonnenterrasse und schließlich über das Gasteinertal wieder zurück ins Großarltal.


Ein eigener kostenloser Führer mit detaillierten Kartenblättern im Maßstab 1:50.000 beschreibt ausführlich die insgesamt 31 Etappen (Ausgangspunkt, Bodenbeschaffenheit, Gehzeit, Streckenlänge, Schwierigkeitsgrad, Wegbeschreibung, Einkehrmöglichkeiten, Streckenprofil und Besichtigungstipps). Auf der neuen Wanderkarte „Großarltal“ des Verlages Tappeiner ist der Streckenabschnitt des Salzburger Almenweges im Großarltal gesondert gekennzeichnet.


Tourismusverband Großarltal
Eingestellt von Marlies Buck und Dieter Buck
Fotos: Tourismusverband Großarltal; Thomas Wirnsperger

Info:
Tourismusverband Großarl, Telefon 0043 (0) 6414 281, Fax 0043 (0) 6414 8193, www.grossarltal.info
****Wanderhotel Alte Post, Familie Anton Knapp, A 5611 Großarl 24, Telefon 0043 (0) 6414 207, www.altepost.cc, info@altepost.cc

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Empfohlene Karte:
1:35.000 Großarltal, Tappeiner


Literatur:

Dieter Buck: Wanderungen und Bergtouren im Pongau. Plenk-Verlag, Berchtesgaden
 

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