Samstag, 13. Juni 2015

Osttirol: Auf dem Schmugglersteig zur Kreuzspitze - unbezahlte Werbung

Auf dem Schmugglersteig in Osttirol

Gemütliche Tour zur Kreuzspitze 
 






Was gibt es Schöneres, als in einer herrlichen Berglandschaft gemütlich auf einem Almweg hinauf zu wandern, immer die Kette der Berge im Blickfeld, vorbei an Almen, saftigen Wiesen, Hütten und entlang eines Baches. Am Besten nach dem Osttirol Frühstück, das mit seinen Zutaten aus der Region für die Kraft einer doch recht anstrengenden Tour sorgt. 






Genauso ist die Tour zur 2624 Meter hohen Kreuzspitze in Osttirol, die wir im hintersten Villgratental unternommen haben. Man fährt dabei mit dem Auto bis zum Talschluss bei Kalkstein, genau gesagt bei dem Kirchlein Maria Schnee.







Dort folgt man dem Weg zur Kreuzspitze. 2,5 Stunden ist angeschrieben. Wenn man aber genussvoll wandert, ab und zu mal stehen bleibt und die Landschaft genießt, vielleicht auch das eine oder andere Foto macht, kommt man mit dieser Zeitvorgabe nicht aus.





Glückszahl 13
Egal, man hat ja Zeit. Und so wanderten wir immer sanft bergauf. Ein Kanaldeckel mit der Zahl 13 erinnerte uns daran, dass es gerade Samstag, der 13., war. Außerdem passte die Farbe wunderbar zu den Schnürsenkeln unserer neuen Dachsteinschuhe, die heute ihre zweite Bewährungsprobe zu bestehen hatten - und die sie auch mit Bravour bestanden, wie man gleich vorab sagen kann.




Rechts tief unter uns brauste der Rosstalbach, man schwebte förmlich durch Lärchenwälder, ab und zu bekam man eine Nase voll zitronenartigen Duftes von einem einsamen Hollerstrauch und die Blumen in den nicht abgemähten Wiesen blühten um die Wette. Schade bloß, dass die Sonne sich oft hinter dicken schwarzen Wolken versteckte. 






Das war zwar angekündigt, trübte auch den Wanderspaß nicht, wohl aber die Fotografierlaune. Denn kaum gab es einen Sonnenstrahl zu sehen - so schnell hatte man die Kamera nicht schussbereit, bis es wieder schattig war.






Auf dem Schmugglersteig
Sei‘s drum. Gleich nach dem Parkplatz kann man einen kurzen Abstecher zur Alfenalm machen. Dies ist ein typisches Almdorf mit großen, von der Sonne schwarz verbrannten Häusern, vergleichbar mit der berühmteren Oberstaller Alm, in denen es sogar Ferienwohnungen gibt. 







Die Flurbezeichnungen sind auf Holzschildern angeschrieben. Wobei man sich ja denken kann, woher beispielsweise der Name Lanerle kommt, wenn man weiß, dass eine Lahn eine Lawine ist. Vorbei an verschiedenen Almhütten und Schupfen kommt man nach der Lipperalm zur Verzweigung bei der Bezeichnung Maxer Lek. 







Ab hier sind es noch 1,5 Kilometer bis zum Gipfel der Kreuzspitze (2624 m). Nun endet auch bald der breite Wirtschaftsweg und man wandert auf einem Zickzackpfad und durch Alpenrosenmatten weiter hinauf zur Scharte der Kreuzspitze, danach geht es über den Kamm auf den Gipfel. 






Jetzt versteht man auch, warum dieser Weg mit dem roten Punkt klassifiziert ist - auf dem Wirtschaftsweg war es nicht ganz einsichtig. Was man auch versteht, ist warum die Kreuzspitze als der schönste Aussichtsberg im Villgratental bezeichnet wird. Und warum dies der Schmugglerpfad ist, kann man auf den Schildern am Weg erfahren.









Danach wandert man wieder zurück zum Parkplatz. Dort kann man in der Badl Alm einkehren. Empfehlenswert, weil selbst probiert, sind die Schlipfkrapfen. Die Spinatkrapfen am Nachbartisch sahen zwar auch verlockend aus, waren aber bei unserer Bestellung dann schon vergriffen.







Weitere Holzhütten: zur Oberstaller Alm
Zu den bekanntesten Fotomotiven Osttirols zählt wohl das Hüttendorf der Oberstaller Alm, das man ebenfalls vom Villgratental aus anfahren kann. Vom Parkplatz aus ist es nur eine unwesentliche Tour hinauf zu den Hütten. 16 sonnenverbrannte und geschichtsträchtige Holzhütten stehen dort, zusätzlich eine kleine Kapelle. Sie wurden 1675 erstmals erwähnt. 





Auf dem Weg dorthin kommt man am Kulturdenkmal Wegelate Säge vorbei, die mit 3 Antriebsvorrichtungen einzige Venezianersäge, die in weitem Umkreis erhalten ist. Sie erhielt auch den Europa-Nostra-Preis. Sehenswert ist auch der danach folgende Sinkersee, ein Naturdenkmal, gleichzeitig auch eine Art kleines Freilichtmuseum. Im Bereich der Unterstalleralm, wo man parkt, findet man auch den Klapffall.


Zum Alm-Kneipp-Pfad
Wir ließen den Tag dann erholsam und gesund ausklingen, indem wir von Außervillgraten aus ins Winkeltal zur Reiterstube fuhren. Hier hat man mit dem Alm-Kneipp-Pfad Winkeltal eine Kneippeinrichtung eingerichtet, die mitsamt dem kleinen Weiher am Bach und dem herrlichen Bergblick zum Ausrasten lockt. Aber davor lag mit der Wurzermühle beim Wurzerhof eine weitere alte Mühle, auf die man von der Straße einen Blick werfen konnte.


 


 Und: Sie haben sich bewährt, 
die Dachstein-Schuhe!



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Dieter Buck
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