Montag, 8. Juni 2015

Im Naturpark Attersee-Traunsee - unbezahlte WErbung


Windlegernweg und Hongar
Viel Spaß im Naturpark Attersee-Traunsee







Der Naturpark Attersee-Traunsee ist der jüngste, aber größte der drei Naturparks in Oberösterreich: 2012 hat man ein 77 km² großes Landschaftsschutzgebiet zwischen Attersee und Traunsee als Naturpark ausgewiesen.





Alte Kulturlandschaft erhalten
Damit wollte man die über Jahrhunderte hinweg durch den Menschen geprägte Kulturlandschaft, wie sie in diesen montanen Regionen Oberösterreichs typisch ist, erhalten und voranbringen. Sie zeichnet sich aus durch einen Wechsel zwischen blühenden Obstbäumen im Frühjahr, bunten Blumenwiesen im Frühsommer und farbenfrohen Wäldern im Herbst so genießen, sind worden.



Nicht mehr selbstverständlich ist heute die Bewirtschaftung und Pflege der Wiesen und Äcker, zum Teil weil die Besitzer nicht mehr in der Landwirtschaft arbeiten, zum Teil weil es sich finanziell nicht mehr lohnt. Deshalb werden die landschafts-kulturellen Kultur- und Naturschätze des Naturparks gefördert und die Bewirtschafter unterstützt.



Die Region des Naturparks Attersee-Traunsee
Die Naturparkregion ist Teil der Raumeinheit "Traun- und Atterseer Flyschberge" und erstreckt sich von den Ausläufern des Höllengebirges im Süden, über das Hinterland zwischen Attersee und Traunsee bis zu den Ausläufern des Hongars im Norden und weist Höhen zwischen 480 m (Weyregg) und 1090 m (Hoher Krahberg) auf.

 
Das Flyschbergland aus Sandstein und Mergel zeigt zahlreiche kleine, tief eingeschnittenen Gräben („Flyschgräben“) und Bäche wodurch eine starke Gliederung der Landschaft gegeben ist. Das Gebiet weist eine charakteristische Mischung aus bewaldeten und unbewaldeten Bereichen auf. Fichtenforste dominieren, es sind jedoch (vor allem in Privatwäldern) noch viele Buchenwälder und auch Eschen-Ahornwälder vorhanden. Offene, unbewaldete Bereiche finden sich auf Bergkuppen, an den unteren Berghängen sowie in Tallagen.
Das Landschaftsbild ist durch den Wechsel von offenen Räumen, größeren zusammenhängenden Waldgebieten und der starken Verzahnung zwischen diesen sehr abwechslungsreich. Während in den Bereichen mit steileren Hanglagen kleinteilige Bewirtschaftungseinheiten mit vielen kleinräumigen Gehölzstrukturen vorherrschen, erfolgt die Gliederung der welligen Landschaftsteile im Osten und im Norden insbesondere durch schmale Waldbänder entlang der Bäche.
Die Geländemorphologie ermöglicht viele Aussichtspunkte mit Panoramablick auf Attersee und Traunsee sowie auf das Höllengebirge (Auszug aus Raumeinheit Traun- und Atterseer Flyschberge, Gamerith et. al. 2007).
I


Lehrreich mit viel Spaß: auf dem Windlegernweg
Clemens Schnaitl, seines Zeichens Geschäftsführer des Naturparks Attersee-Traunsee ließ es sich nicht nehmen, uns seine Schätze persönlich zu zeigen. Nein, stimmt nicht ganz: Nur einen seiner Schätze. Den Windlegernweg, der 2015 eröffnet wird. 





Dieser Weg ist mit über 10 Lehrtafeln und sonstigen Stationen ausgestattet und führt von Neukirchen am Traunsee stetig hinauf zum Almgasthof Windlegern. Gleich nach Neukirchen steigt man an modernen - man beachte: 1957 geschaffen! - Kreuzwegstationen hinauf. Man wandert durch den Wald, vorbei an Aussichtspunkten und kann sich an den Stationen unterhalten. Sie sind nicht nur für Kinder, sondern ebenso auch für Erwachsene interessant. 




Zumal es sich nicht um Lehrpfadtafeln früherer Art handelt, sondern im humorvoll gestaltete und beschriftete Aufforderungen zu Aktionen und ähnlichem. Ein Beispiel von vielen ist das so genannte „Waldmuseum“, in dem Kinder einen Gegenstand, den sie im Wald gefunden haben und der ihnen ausstellungswürdig vorkommt, hineinlegen und den Nachfolgern präsentieren können. Wer will fotografiert dann sein Exponat und schickt es an den Naturpark!

Wir hatten nicht nur das Glück, diesen Teil der Natur genießen zu können, sondern fanden in Wasserlöchern auch Amphibien wie Gelbbauchunken und Grasfröschen oder große Haufen von wuseligen Waldameisen. Das hat schon erwachsenen Spaß gemacht, nicht auszudenken was wäre, wenn man auf dieser Tour von Kindern begleitet gewesen wäre.



Wer es lieber bequem haben möchte und dafür auf einen Teil der Tafeln verzichten möchte, fährt mit dem Auto zum Almgasthof Windlegern - herrliche heimische Kost übrigens! - und begeht den Weg ein Stück in der Gegenrichtung. Auch der Zirbenschnaps im Gasthof Windlegern ist zu empfehlen!



Hongar und Alpenberg: Aussicht weit ins Oberösterreiche
Poidl (Leopold) Putz, seines Zeichens Förster bei den Österreichischen Bundesforste, zeigte uns anschließend einen Teil seines ausgedehnten Reviers, nämlich den Hongar. 

Solche Wanderungen bietet er in Naturschauspiel.at als "Waldkammergut" an. Er erkundet dabei mit seinen Gästen sein Revier Reindlmühl. Dabei erklärt er die Funktionen des Waldes, die Pflege und den Schutz von Bäumen, die Jagd und das Wildtiermanagement, Vögel und Naturschutz.






Dieser Höhenzug zwischen Traun- und Attersee kann zwar von der Ortschaft Aurach bis zum Berggasthof Schwarz auch angefahren werden, wir wanderten aber ein Stück durch den Wald hinauf. 






Und was gibt es Schöneres, als mit einem Förster, der seinen Beruf liebt, durch den Wald zu wandern. Gibt es eine Blume oder einen der munter zwitschernden Vögel, die er nicht kennt? Bei Poidl wohl nicht, er konnte auf alles eine Antwort geben, konnte alles erklären. Auch was die Geschichte des Waldes, „seines“ Waldes, der Natur und ihrer Zusammenhänge anbelangt. 





Wir stiegen also hinauf zum Gasthaus. Hier wartete eine tierische Überraschung: Nicht nur zutrauliche Schweine, sondern Hühner, die sich sogar streicheln ließen. Hat man sowas schon mal erlebt? 





 

Dann wanderten wir weiter zum Alpenberg, dem mit 973 Metern Höhe höchsten Erhebung zwischen Attersee und Traunsee. Den Attersee konnte man sogar ein wenig erspähen, ansonsten reichte der Blick weit in die interessant strukturierte Landschaft Oberösterreichs.









Förster mit Herz…
D i e Überraschung gab es dann zum Abschluss: für jeden von uns ein persönlich von Poidl (oder von einem selbst, wenn man wollte) aus der Baumrinde herausgeschlagenes Herz. Herz, was willst Du mehr - schon alleine deswegen lohnt sich eine Wanderung mit Poidl!





… und ein Gewitter, das sich gewaschen hat!
Der Abend brachte herrliche Fischgerichte im Seegasthof und Hotel Steinmaurer in Gmunden mit sich - einschließlich starkem Gewitter mit Hagel und Überschwemmungen.



Die Feuerwehr fuhr mit Tatütata am Hotel vorbei, wir konnten das Schauspiel aber vom sicheren Gastraum aus dem Fenster heraus genießen.







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Dieter Buck
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